Bad Kissingen
Sonderkonzert

Elvis trifft Rakoczy

Mit der "Elvis-Tribute-Show" traf der Rakoczy-Förderverein bei seinem Sonderkonzert voll ins Schwarze.
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Sonderkonzert zum Rakoczyfest 2018: "Elvis Tribute-Show" mit "Andy King and the Memphis Riders” Klaus Werner
Sonderkonzert zum Rakoczyfest 2018: "Elvis Tribute-Show" mit "Andy King and the Memphis Riders” Klaus Werner
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Wer die Show von "Andy King & The Memphis Riders" im ausverkauften Tattersall erlebt hat, möchte meinen: Elvis lebt und begeistert generationenübergreifend die 270 Gäste des Rakozcy-Vereins. Zum 13. Mal hat der Rakoczy-Förderverein das Sonderkonzert veranstaltet und die Aktiven rund um die historischen Persönlichkeiten hatten sich bei den Vorbereitungen mächtig ins Zeug gelegt, "damit das Sonderkonzert ein Erfolg wird und möglichst viel Geld für das Rakoczyfest übrig bleibt" - so Moderatorin Anna Krug.

Prinzregent Luitpold, im privaten Leben als Peter Krug der Vorsitzende des Vereins, bedankte sich bei Sponsoren und Helfern für das überaus große Engagement. Nur dadurch habe man in den vergangenen Jahren mehr als 100 000 Euro für das Rakoczyfest erwirtschaften können . Die diesjährigen Einnahmen werden in die neue Beflaggung investiert, die die Gäste schon von weitem in neuen Farben auf das Heimatfest hinweisen wird. Und dass diese Einnahmen nicht zu knapp ausfallen, habe man unter anderem einer Sponsorin zu verdanken, die die Gage für das "Elvis-Double" übernimmt. Ein Übriges tat die Bewirtung durch die historischen Persönlichkeiten im einheitlichen Outfit.

In "Andi King & The Memphis Raiders" fand der Verein mehr als nur ein Double, denn Andreas Stolzenthaler alias "Andy King" ist für seine Performance bereits mehrfach bei Wettbewerben ausgezeichnet worden - unter anderem mit dem Fachmedienpreis als Künstler des Jahres 2017. Erst vor zwei Wochen belegte er den 2. Platz beim Internationalen Elvis-Masters in England.


Seinem Idol näherte er sich nicht nur musikalisch an, sondern auch durch seinen weißen Bühnenanzug mit hochgestelltem Kragen, Nieten so groß wie ein historisches Fünf-Markstück und breitem Gürtel, mit schwarzer Haartolle und prächtigen Koteletten an. Eher dezent waren seine Gesten, die sich auf den charakteristischen Hüftschwung und markante Bewegungen zum Schlussakkord der Stücke beschränken. Trotzdem geriet der Akteur angesichts der vorherrschenden Grade schnell auf Betriebstemperatur, so dass ein Handtuch neben dem Mikrofon zum wichtigsten Utensil wurde.

Mit seiner vierköpfigen Band (Steffen Andres - Bass, Jürgen Herb - Drums, Richard Wagner - Gitarre, Frank Söhner - Keyboard) brachte er auch den Saal auf Betriebstemperatur - und dies mit mehr als 40 Elvis-Titeln, die er in der über zweistündigen Show einem begeisternden Publikum präsentierte. Dabei spannte die Show einen Bogen vom frühen Elvis Presley als Rock'n'Roller mit "Hound Dog" oder "Jailhouse Rock" über seine Erfolge auf der Kinoleinwand mit "Love Me Tender", "Return To Sender" oder "Flaming Star" bis hin zu seinen Bühnenshows in Las Vegas und den großen Konzerten im Madison Square Garden. Neben der perfekten Illusion bei typischen Elvis-Liedern wie "In The Ghetto" oder "Suspicious Minds" überzeugte Andy King auch mit den Interpretationen von Stücken wie "Words" von den Bee Gees oder "Bridge over troubled water" von Simon & Garfunkel.

Die Pause zwischen den beiden Show-Acts war nicht nur nötig, sondern auch willkommen. Sie gab dem Publikum die Gelegenheit zu einem Schnappschuss mit Andy King vor einem Chevrolet Bel Air, Baujahr 1956 - wobei sich die Damen eher für Andy King interessierten und die Herren für das Fahrzeug.

Untypisch startete der zweite Teil mit dem bayrischen Defeliermarsch und den Einzug der abendlichen Helfer, die ihren verdienten Applaus entgegennehmen konnten. Der Tattersall wurde kurzzeitig zum Krönungssaal umfunktioniert. Josephine I., Quellenkönigin 2017, bedankte sich bei den Historischen für die gute Aufnahme in ihren Kreis und blickte auf ein tolles Jahr zurück: "Ich habe jeden Tag genossen." Gleichzeitig erhielt ihre Nachfolgerin Carina I. die Schärpe überreicht, die sie als Quellenkönigin 2018 ausweist. "Natürlich ist es schön, aber mehr wird nicht verraten", war ihre Antwort auf die obligatorische Frage nach dem Kleid der neuen Quelle.
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