Bad Kissingen

Eltern und Pädagogen planen Spielplatz mit

"Heute, und nicht nur heute, nehmen wir die Bürger mit bei unseren Planungen", sagte Stadtplaner Wolfgang Russ bei einem Treffen von Vertretern der Stadt Bad Kissingen, des Elternbeirats, des Kindergartens und der Schule im JuKuz, um sich über das Projekt "Kinderspielplatz Sinnberg" Gedanken zu machen.
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Michael Schröder, Elternbeiratsvorsitzender an der Sinnberg-Grundschule, stellte einen der beiden Vorentwürfe vor.  Foto: Peter Rauch
Michael Schröder, Elternbeiratsvorsitzender an der Sinnberg-Grundschule, stellte einen der beiden Vorentwürfe vor. Foto: Peter Rauch
Dabei waren auch seine Kollegin Christine Schwind sowie Landschaftsarchitekt und Stadtplaner Robert Knidlberger (Wartmannsroth), der feststellte, dass "es bessere Möglichkeiten als den jetzigen Fußweg mit Einbuchtungen (direkt neben dem Aktivpielplatz) gibt".

Fußweg muss bleiben

Allerdings sei das Gelände mit 150 Metern Länge und 20 Metern Breite auch eine Besonderheit. Und der Fußweg müsse bleiben. "Er ist einer der Hauptfußwege zu den Wohngebieten auf dem Sinnberg" fügte Russ. Knidlberger erläuterte, dass dort, zwischen Aktivspielplatz und Skaterbahn, ein Bedarf für einen Spielplatz bestünde. Durch den Nordring und das Gewerbe- und Einkaufsgebiet auf dem ehemaligen Kasernenareal sei der in der Stögerstraße gelegene Spielplatz "Peters Piratengold" für viele Kinder ziemlich abgeschnitten. Gerade für die Altersgruppe der Sechs- bis Zwölfjährigen bestünde dringender Bedarf.

So war es nicht verwunderlich, dass sowohl Stadtjugendleiter David Rybak wie auch Klaus Lotter in seiner Funktion als Schulleiter bei den Kindern nachgefragt haben, was denn so gewünscht sei. Denkbar ist alles, was sich mit 50.000 Euro machen lässt, so Stadtplaner Russ, der erörterte, dass inklusive eines Zuschusses aus dem Förderbereich "soziale Stadt" sogar 60.000 Euro für das Projekt zur Verfügung stehen.

Weitere Zusammenkunft

Dann setzten sich über zwei großformatig geplotteten Luftbildern ein knappes Dutzend Eltern und andere Interessierte zusammen und "legten ihren Spielplatz". Nach einer knappen halben Stunde Elternplanung waren zwei, mehr oder minder identische Spielplatzplanungen fertig, die kurz von den jeweiligen Gruppensprechern kommentiert wurden. "Das Ergebnis dieses Workshops werden wir nun eindampfen" fasste Rybak die beiden Planskizzen zusammen und kündigte für den 14. Januar eine weitere Zusammenkunft an.

Bis dahin werden sich Bauverwaltung, Bauausschuss und Stadtrat weitere Gedanken machen, Förderanträge stellen und dann mit dem Architekten einen ersten Vorentwurf vorlegen. Eines zeichnete sich beim ersten Treffen ab: Die Schatten spendenen Bäume bleiben stehen, die Hecken werden fallen, denn die durch sie entstehenden Nischen entlang des Weges seien sehr unübersichtlich, hieß es.

Wunschliste
Eine Tischtennisplatte aus Holz, eine Bank für Mama, eine Wippe und eine schnelle Schaukel für Drei, ein Sandkasten mit Dach, eine Hängematte aus Holz, ein Toilettenhäuschen - nach Möglichkeit mit Kaffeeautomat, eine Plansch- und Matsch ecke, eine Seilbahn, Klettergerüste, eine Riesenrutsche und dazu noch ein Kiosk.

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