Stangenroth
Landfrauentag

Einsatz und Engagement der Landfrauen für die Region gewürdigt

Zahlreiche Teilnehmerinnen und Gäste waren zum Landfrauentag in die Rhönfesthalle nach Stangenroth gekommen.
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Mit einem ökumenischen Gottesdienst begann der Landfrauentag in Stangenroth.  Foto: Dieter Britz
Mit einem ökumenischen Gottesdienst begann der Landfrauentag in Stangenroth. Foto: Dieter Britz

"Hinter jedem guten landwirtschaftlichen Betrieb stehen ein guter Landwirt und eine gute Bäuerin - das müssen wir den Leuten erklären. Ein echter Austausch findet da aber zu wenig statt", kritisierte Kreisbäuerin Edeltraud Häusler, als sie die zahlreichen Gäste zum Landfrauentag in der Rhönfesthalle willkommen hieß. Neben Frauen aus dem ganzen Landkreis konnte sie unter anderem Landrat Thomas Bold (CSU), Bürgermeister Waldemar Bug (ÖDP) und Bezirksrätin Karin Renner (CSU) begrüßen. Begonnen hatte der Landfrauentag mit einem ökumenischen Gottesdienst, den Pfarrerin Barbara Weichert (evangelische Kirchengemeinde Zeitlofs) und Pastoralassistentin Anja May (katholische Pfarrgemeinde Schondra) zelebrierten.

Landrat Thomas Bold ging auf die Standortkampagne des Landkreises ein. Er verwies darauf, dass der Landkreis Bad Kissingen bei der ZDF-Deutschlandstudie zum Thema "wo lebt es sich am besten?" unter 401 Städten und Landkreisen den 32. Platz erzielte. "Das ist hervorragend, weit vor den umliegenden Kreisen" freute er sich. Die Anwesenden hörten es natürlich gerne, als er lobte, dieses Ergebnis sei zustande gekommen, "auch weil Menschen wie die Landfrauen sich im sozialen Bereich einbringen oder das Ortsbild verschönern". Der Landrat verwies auch auf den Im Postbank-Wohnatlas 2019. Dort steht Bad Kissingen mit einem Anstieg des Preises für Wohnimmobilien um 24 Prozent auf dem 7. Platz in Deutschland. "Das heißt, dass die Wohn- und Lebensqualität hier so hoch ist, dass die Menschen bereit sind, diese Preise zu bezahlen", schloss er daraus. Er forderte die Anwesenden auf: "Treten Sie mit Selbstbewusstsein für ihre Heimat ein". "Ich möchte Sie ermuntern, sich weiterhin so einzusetzen wie bisher. Ich möchte Sie dafür begeistern hier zu bleiben und andere, hierher zu kommen". Im Hinblick auf die Kommunalwahl 2020 bat er die Frauen "bringen Sie sich ein in die Politik, egal in welcher Partei".

Bürgermeister Waldemar Bug griff das Thema Angst auf. "Ich habe Angst um die Zukunft unserer Kinder", hob er hervor und betonte zu den Gefahren für die Umwelt "das kann auf Dauer so nicht weitergehen". Die Nutzung der Rohstoffe und der Energiequellen sei endlich und habe zu einer Veränderung des Klimas geführt, "wie wir in den letzten Jahren miterleben mussten. Darauf machen uns jetzt unsere Kinder und Enkel aufmerksam".

Botschafter des Berufsstandes

Ganz andere Ängste formulierte Alois Kraus, der stellvertretende Präsident des Bauernverbandes im Bezirk Unterfranken: "Was kommt nach dem Volksbegehren auf uns zu, durch die Düngeverordnung?" Angst machen ihm auch "naturnahe Parteien" oder die Medien. Deshalb sei es wichtig, Teil einer starken Gemeinschaft "wie dem Bauernverband zu sein". Die Bäuerinnen sind für ihn "positiv wahrgenommene Botschafterinnen unseres Berufsstandes". Der Ingolstädter Geistliche Christoph Kreitmeir (56) sprach anschließend zum Thema: "Hast du Angst? - Sei mutig!". Seit zwei Jahren ist er Seelsorger an einer 1200-Betten Klinik. "Ein Geräusch, dass wir nicht kennen und schon sind wir in Alarmbereitschaft. Angst warnt uns vor Gefahren". Um diese Ängste zu überwinden, müsse man Mut an den Tag legen. Manche Ängste seien therapiebedürftig, aber oft helfe ein Gespräch. Manchmal müssten Umstände verändert werden, "müssen wir Orte oder Menschen verlassen, die uns Angst machen".



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