Bad Kissingen
Musik

Einmal Dvorak mit den Bambergern

Für Carolin Keß erfüllte sich ein Traum. Sie durfte mit den berühmten Symphonikern auftreten.
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Carolin Keß beim Mitspielkonzert der Bamberger Symphoniker. Werner Vogel
Carolin Keß beim Mitspielkonzert der Bamberger Symphoniker. Werner Vogel

Für die Kissinger Musikerin Carolin Keß erfüllte sich ein Traum. Sie durfte beim ersten Mitspielkonzert der Bamberger Symphoniker die erste Querflöte spielen.

Jubiläumskonzert

Seit ihrem achten Lebensjahr spielt Carolin Keß Querflöte und Saxophon in der Bläservereinigung Markt Burkardroth. Ihr Vater Ewald Söder, langjähriger Dirigent der Bläservereinigung, hat sie ausgebildet und ihr nicht nur Freude am Musizieren, sondern auch ein ansprechendes spielerisches Niveau vermittelt, denn die Gymnasiallehrerin aus Bad Kissingen durfte nun schon zum zweiten Mal mit den berühmten "Bambergern" musizieren. Einmal bei einem Workshop, jetzt aber im großen Publikumsorchester beim Jubiläumskonzert zum 25. Jubiläum der Konzerthalle Bamberg im weltbekannten Joseph-Keilberth-Saal. Mehr noch, sie wurde für das Konzert mit der ersten Querflöte betraut.

Hunderte Bewerbungen

Für dieses Konzert hatten sich hunderte Musikerinnen und Musiker beworben. Voraussetzung waren Orchestererfahrung und wie es in der Ausschreibung hieß "ein künstlerisch hohes Niveau, das den technisch anspruchsvollen Stücken gerecht wird". 103 Laienmusikerinnen und -Musiker wurden ausgewählt und spielten mit 64 Profis der Bamberger zusammen. Juwelen klassischer Musik hatte Chefdirigent Jakub Hrusa für das Konzert ausgewählt. Antonin Dvoraks Slawischer Tanz Nr. 8, "Morgenstimmung", "Solveigs Lied" und "In der Halle des Bergkönigs" aus der Peer Gynt Suite von Edvard Grieg sowie Brahms' "Ungarischer Tanz Nr. 5" lagen auf dem Notenpult. Carolin war beeindruckt von den drei intensiven Proben und berichtete: "Da geht es zur Sache. Technisches Können, Sicherheit und Rhythmusgefühl sind selbstverständliche Voraussetzung, aber "am exakten Zusammenspiel und klanglicher Homogenität der Musiker wurde so lange gefeilt, bis der Dirigent seine Handschrift bei der Interpretation der Werke erkennen konnte".

Intensive Vorbereitung

Gut, dass sich die dreifache Mutter in den Sommerferien täglich intensiv vorbereitet hatte, um Technik und Intonation der oft sehr hoch gelegenen Flötenstimme nicht nur fehlerfrei, sondern vor allem mit einem elegant-weichen Ausdruck spielen zu können. "Da musste ich mir sogar neue Hilfsgriffe aneignen" blickt die Flötistin zurück. Aber es hat sich gelohnt, strahlt sie: Der Dirigent - er forderte viel - war sehr zufrieden mit der Qualität der Laienmusiker, und das Publikum feierte das große Orchester stürmisch. "Es war ein einzigartiges Erlebnis, das bleibt ewig in Erinnerung."



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