Bad Kissingen
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Einmal der Schützenkönig sein

Die Königlich privilegierten Freihandschützen 1458 Bad Kissingen kürten ihr neues Königshaus.
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Auf dem Foto sind (von links): Günter Fröhlich (Schützenmeister), Julian Leuchs (Jugendkönig), Thomas Geiberger (Schützenkönig), Gerald Kelz (1. Ritter) und Andreas Täuber (2. Ritter).  Foto: Angela Wachenbrönner
Auf dem Foto sind (von links): Günter Fröhlich (Schützenmeister), Julian Leuchs (Jugendkönig), Thomas Geiberger (Schützenkönig), Gerald Kelz (1. Ritter) und Andreas Täuber (2. Ritter). Foto: Angela Wachenbrönner
Der alljährliche Höhepunkt im Veranstaltungsreigen der Königlich privilegierten Freihandschützen 1458 Bad Kissingen ist zweifellos das Königsschießen. Waren mit dem Erwerb der Königswürde in ganz früherer Zeit verschiedene Privilegien verbunden - wie zum Beispiel Befreiung von der Steuerpflicht - so hat ein Schützenkönig in der heutigen Zeit eher Belastungen zu tragen. Er lädt zusammen mit seinen beiden Rittern alle Teilnehmer am Königsschießen zu "Speis und Trank" ein und bereichert die Königskette durch Hinzufügen einer weiteren Silbermedaille. Das ganze Jahr hindurch repräsentiert er seinen Verein bei Veranstaltungen und Festumzügen. Doch trotz aller dieser Belastungen hat es in jedem Jahr einen Schützenkönig gegeben. Es gilt als Höhepunkt im Leben eines jeden Schützen, wenigstens einmal die Ehre zu haben, Schützenkönig zu sein.
Aus Traditionsbewusstsein wird bei den Kissinger Schützen das Königsschießen auf einen Holzadler ausgetragen. Der in mühsamer Arbeit aus 25 Einzelteilen gefertigt und mit Holzdübeln verbundene "Adler" wird nach einem genau vorgegebenen Ablauf "zerlegt". Jeder Teilnehmer gibt reihum mit dem Kleinkalibergewehr einen Schuss auf das jeweils freigegebene Adlerteil ab. Für größere Trophäen werden Anstecknadeln für die Schützentracht ausgegeben.
Zuerst werden alle "Federn", dann die "Flügel", "Schwanz", "Krone", "Kopf", "Apfel", "Zepter" und "Füße" zum Abschuss freigegeben. Bis zu diesem Zeitpunkt ist der "Rumpf" mit einer Schutzplatte abgedeckt, die nun abgenommen wird. Der Schütze, welcher das letzte Holzteil abschießt, ist Schützenkönig, die Schützen der beiden letzten Trophäen sind seine beiden Ritter. Kurz bevor das letzte Holzteil fällt, steigt die Spannung dramatisch an. Sehr oft wackelt das letzte Holzteil schon lange bevor es herunterfällt - so auch am letzten Wochenende.
Mit einem präzisen Schuss holte sich Thomas Geiberger die Königswürde, ihm zur Seite stehen als 1. Ritter Gerald Kelz und als 2. Ritter Andreas Täuber. Gleichzeitig wurde das Jugendkönigshaus ausgeschossen. Hier gelang es Julian Leuchs mit dem Luftgewehr Jugendkönig zu werden. Schützenmeister Günter Fröhlich gratulierte und übergab die Pokale und Orden.
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