Bad Kissingen
Feierstunde

Einführung nach 340 Tagen im Amt

Harald Bötsch, zuletzt Schulleiter der Anton-Kliegl-Volksschule in Bad Kissingen und Verbundkoordinator, wurde offiziell in sein Amt als Schulrat eingeführt
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Nach 340 Tagen im Amt als Schulrat  wurde dieser Akt nun feierlich im großen Sitzungssaal des Landratsamtes auch nach außen hin offiziell begangen. Bereits im April wurde Harald Bötsch ans Schulamt abgeordnet, im Juli 2017  offiziell als Schulrat bestätigt.  Peter Rauch
Nach 340 Tagen im Amt als Schulrat wurde dieser Akt nun feierlich im großen Sitzungssaal des Landratsamtes auch nach außen hin offiziell begangen. Bereits im April wurde Harald Bötsch ans Schulamt abgeordnet, im Juli 2017 offiziell als Schulrat bestätigt. Peter Rauch
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Harald Bötsch, zuletzt Schulleiter der Anton-Kliegl-Volksschule in Bad Kissingen und mit den Aufgaben eines Verbundkoordinators mit den Schulen in Oberthulba, Burkardroth und Bad Bocklet betraut, wurde bereits im April 2017 die Dienststelle eines weiteren Schulrates am Schulamt Bad Kissingen zugewiesen. "Durch nicht zu verhindernde Terminverschiebungen ist nun etwas Zeit ins Land gegangen, daher möchte ich betonen, dass Sie bereits seit April 2017 die Aufgabe eines weiteren Schulrates am Schulamt Bad Kissingen wahrnehmen und auch mit der entsprechenden Amtsbezeichnung offiziell in die Aufgabe eingewiesen wurden", betonte Abteilungsdirektor Gustav Eirich, Leiter der Schulabteilung der Regierung von Unterfranken, der nun im Rahmen einer Fachtagung vor Kollegen im Landratsamt Bad Kissingen die Festrede hielt.

Mit Herrn Bötsch (als Schulrat) fiel die Entscheidung des Kultusministeriums auf einen erfahrenen Rektor einer großen Mittelschule, der in beinahe 25 Jahren als Schulleiter sein großes Führungs- und Innovationspotenzial unter Beweis gestellt habe. Wie immer bei der Einführung eines neuen Schulrates sei dies auch verbunden mit der Vorstellung der jeweiligen Persönlichkeit und ihrem beruflichen Werdegang.

Harald Bötsch ist gebürtiger Unterfranke, der stark in seiner Heimat, der Rhön verwurzelt ist. Genauer gesagt erblickte er 1955 in Nüdlingen das Licht der Welt - und blieb seinem Geburtsort bis heute als Wohnort treu. Die Grundschulzeit verbrachte der heutige Schulrat an seiner späteren Arbeitsstätte der Volksschule Nüdlingen, besuchte für ein Jahr das Humanistische Gymnasium in Münnerstadt und wechselte dann an das Neusprachliche Gymnasium in Bad Kissingen, wo er sein Abitur ablegte. Hier entstand auch der Wunsch, Volksschullehrer zu werden und es entwickelte sich die Sportbegeisterung, die sich wie ein roter Faden durch die Vita von Harald Bötsch zieht.

An der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg nahm er sein Lehramtsstudium auf, legte seinen Vorbereitungsdienst erfreulich heimatnah an der Anton-Kliegl-Schule in Bad Kissingen und danach an der Verbandsschule Münnerstadt ab. Der erste Einsatzort nach der erfolgreich abgelegten zweiten Lehramtsprüfung führte den heimatverbunden Junglehrer zurück an die Grund- und Hauptschule Nüdlingen. 1983 wurde er der Volksschule Burkardroth-Premich zugewiesen und kam bereits 1984 wieder zurück an die Volksschule Nüdlingen.

Neben Handball erwarb er im Rahmen eines Weiterbildungslehrganges in Berchtesgaden die Berechtigung zur Leitung einer Interessengruppe "Rodeln", gründete eine eigene Rodel-Schülermannschaft und war mit dem Team so erfolgreich dass er sogar am Landesfinale im Rodeln auf der Olympiabahn in Berchtesgaden teilnehmen durfte. Im August 1992 ging es wieder nach Burkardroth-Premich, wo er zum Schulleiter ernannt und zum Hauptlehrer befördert wurde. Nur vier Jahre später, im August 1996 wurde Bötsch zum Rektor an der Grund- und Hauptschule, der jetzigen Mittelschule Nüdlingen ernannt. Als Grund- und Mittelschule 2010 unter eine gemeinsame Schulleitung gestellt wurden, wurde Herr Bötsch die Leitung beider Schulen übertragen. Ein Amt, das er bis zum Sommer 2012 innehatte. Dann wurde er nach Bad Kissingen versetzt, und dort offiziell, nachdem er zwei Monate lang "Teilabordnung" war, zum Schulleiter bestellt. Bereits zu diesem Zeitpunkt waren Schulamt und Regierung auf die besonderen Fähigkeiten des Pädagogen aufmerksam geworden, denn "wer mit Erfolg eine so große Schule leitet, ist wie geschaffen für die Tätigkeit eines Schulrates", so Abteilungsleiter Gustav Eirich. So sei es nur folgerichtig gewesen, dass die Bewerbung um die Stelle eines weiteren Schulrates am Staatlichen Schulamt Bad Kissingen erfolgreich war und Harald Bötsch nun offiziell in sein neues Amt eingeführt wurde. Als "SCHUL-RAT" könne er viel dazu beitragen, dass Schulen ihr eigenes Profil entwickeln und damit die Qualität von Unterricht und Erziehung signifikant steigern.

Etwas kürzer in seinen Worten hielt sich Landrat Thomas Bold als er scherzhaft feststellte: " Man könnte meinen, er (der neue Schulrat) ist nie aus der Schule herausgekommen". Dies sei jedoch auch sehr positiv, da man so gut wie alle Schülereltern meist schon persönlich kenne. Wichtig sei auch das Ehrenamt als ehemaliger Gemeinderat, da man da hautnah erfahre, wie Entscheidungen getroffen werden.

Als Sportreporter eines Radiosenders skizzierte Personalratsvorsitzender Wolfgang Wittmann zusammen mit Rektor Karl-Heinz Deublein die ersten Arbeiten von "Coach" Harald Bötsch. Dieser griff am Ende selbst zum Mikrofon, um über seine ersten 340 Tage im Amt zu berichten. "Der heutige Zeitpunkt meiner Amtseinführung wird für meine persönliche Laufbahn-Vita ein besonderer sein, weil ja bereits die ersten 100 Tage im neuen Amt um das 3,4-fache überschritten sind". Man könne ohne weiteres behaupten "meine Bewährungszeit habe ich bereits heil überstanden, drei Schulleiterkolleginnen bzw. -kollegen verabschiedet, zwei neue eingeführt und mit allen Schulleiterinnen und Schulleitern Mitarbeitergespräche geführt. Zwar könne er nicht versprechen, dass sich im schulischen Alltag in naher Zukunft etwas ändern wird, versprechen könne er aber schon heute, das Angebot, bei kreativen Lösungsansätzen an den Schulen unterstützend mitzuwirken und allen Beteiligten gegenüber größtes Verständnis für die täglichen Sorgen und Nöte entgegenzubringen.


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