Aschach bei Bad Kissingen
Musik

Eine Serenade zum Jubiläum

Die Jagdhornbläser feiern ihr 55-jähriges Jubiläum mit einem Konzert auf Schloss Aschach. Als Gast mit dabei ist der amtierende Landessieger, die Bläsergruppe Schweinfurt.
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Parforcehorn- und Jagdhornbläser des Jägervereins Bad Kissingen sind regelmäßig bei der Hubertusmesse an der Talkirche.  Foto: Dieter Britz/Archiv
Parforcehorn- und Jagdhornbläser des Jägervereins Bad Kissingen sind regelmäßig bei der Hubertusmesse an der Talkirche. Foto: Dieter Britz/Archiv
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Mit einer Jagdhornserenade im Schlosshof auf Schloss Aschach begehen die Jagdhornbläser des Jägervereins Bad Kissingen e.V. ihr 55-jähriges Jubiläum am Sonntag, 21. Juli. Highlight der Veranstaltung ist ein Gemeinschaftschor mit dem amtierenden bayerischen Landessieger, der Bläsergruppe Schweinfurt.

Die Zuhörer erwarten zahlreiche Kompositionen für Fürst-Pless- sowie Parforcehörner, die aus den Hubertusmessen bekannt sind. "Auch Klassiker sind dabei, wie Der Jäger aus Kurpfalz oder Auf, auf zum fröhlichen Jagen", erklärt Florian Bauer, erster Hornmeister der Bläsergruppe Bad Kissingen, der auch durch das Programm führt.

Die Bläsergruppe Schweinfurt tritt als Gastgruppe auf und sorgt ebenfalls für einzigartigen Hörgenuss in Naturtönen. Ein gemeinsamer Ausklang mit Musikern und Zuhörern ist im gemütlichen Rahmen bei Wildspezialitäten vom Grill geplant. Außerdem gibt es Wissenswertes zur Geschichte und Tradition um Jagd und Natur.

"Das Jagdhornblasen ist für uns Bläser Pflege der jagdkulturellen Traditionen", erklärt Hornmeister Florian Bauer. Jagdhornblasen ist viel mehr als musikalische Begleitung von Veranstaltungen. Jagdhörner dienen zur Verständigung mit Jagdsignalen.

Sehr viel Geduld nötig

Im Oktober 1964 beschlossen die Jäger der Kreisgruppe Bad Kissingen, eine Jagdhornbläsergruppe zu gründen. Die Idee wurde damals begeistert aufgenommen. Zum ersten Treffen kamen 30 Interessierte.

"Viele kamen mit dem eigenen Instrument, doch vom Jagdhornblasen waren die meisten noch weit entfernt. Also stand erst einmal trockene Ausbildung auf dem Programm, wie Notenlesen. Als jeder dann auch noch leidvoll erfahren musste, dass ein Jagdhorn mit nur fünf Naturtönen sehr viel Übung, Tongefühl, Geduld und Ausdauer vom angehenden Bläser fordert, war die Begeisterung bei vielen schnell der Ernüchterung gewichen. Letztlich blieben 17 übrig, die bereit waren, geduldig zu üben und auch später ausdauernd zu proben, um sich auf hohem Ausbildungsniveau weiter zu entwickeln", erzählt Florian Bauer zu den Anfängen der Gruppe.

Den ersten Auftritt gab es im Februar 1965 "mit einem dünnen Repertoire-Polster" beim Jägerball in Bad Kissingen. Doch man übte fleißig weiter und im Mai 1966 stellte sich die Gruppe beim "Bayerischen Landesbläsertreffen" auf die Bühne - und wurde gleich mit der höchsten bayerischen Auszeichnung, der "Goldenen Hutnadel" belohnt.

1986 stellte sich die Gruppe dem ersten internationalen Wettbewerb. Aus 131 Bläsergruppen, davon elf aus Unterfranken, erhielten die Bläser aus der Kurstadt Gold - ihr größter Erfolg bisher. Insgesamt haben die Jagdhornbläser des Jägervereins Bad Kissingen an zehn Bläserwettbewerben teilgenommen. Davon wurden sie sieben Mal mit Gold und drei Mal mit Silber ausgezeichnet. Im nächsten Jahr ist wieder eine Wettbewerbsteilnahme geplant. Zur Zeit sind 33 Bläser aktiv - auch Damen sind dabei.

Die Jagdhornserenade auf Schloss Aschach im Schlosshof am Sonntag, 21. Juli, beginnt um 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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