Bad Kissingen
Theater

Eine himmlische Komödie

Felix Mitterers Stück "Krach im Hause Gott" steht beim Theaterring im Kurtheater auf dem Programm. Es steht in der Tradition von Goethes "Faust" und Oskar Panizzas "Liebeskonzil".
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Bernhard Bettermann (links) spielt den Satan in Felix Mitterers Stück "Krach im Hause Gott" beim Theaterring im Kurtheater. Mit dabei sind Mimi Fiedler als Muttergottes, Jörg Reimers als Gott, Tim Bettermann als Sohn und Sebastian Sash als Geist. Foto: Oliver Paul
Bernhard Bettermann (links) spielt den Satan in Felix Mitterers Stück "Krach im Hause Gott" beim Theaterring im Kurtheater. Mit dabei sind Mimi Fiedler als Muttergottes, Jörg Reimers als Gott, Tim Bettermann als Sohn und Sebastian Sash als Geist. Foto: Oliver Paul
Am Donnerstag, 3. Dezember, steht Felix Mitterers Stück "Krach im Hause Gott" beim Theaterring der Stadt Bad Kissingen im Kurtheater auf dem Programm.
Eigentlich erinnert dieses Stück an das Skandaldrama des einzigen Kissinger Autors mit mehr als regionalem Bekanntheitsgrad. Denn in Oskar Panizzas "Liebeskonzil" aus dem Jahr 1894, das seinem Autor ein Jahr Haft wegen Blasphemie eintrug, geht es auch um einen Blick ins "Haus Gott". Wie auch in Goethes "Faust", auf den sich Panizza
ja explizit bezog.
Felix Mitterer muss wegen seiner "himmlischen Komödie" wohl nicht einsitzen. Der 1948 in Tirol geborene Mitterer wurde in Deutschland 1991 mit "Die Piefke-Saga" bekannt, mit der er das schwierige Verhältnis zwischen Österreichern und Deutschen aufs Korn nahm. Nicht von ungefähr ist er einer der wichtigsten Dramatiker Österreichs und Verfasser der österreichischen Tatort-Krimis.


Es geht um Gott und die Welt

In "Krach im Hause Gott" werden Satan, Muttergottes, Sohn und Heiliger Geist von Gott Vater, einem ausgebrannten, genervten Konzernchef, zu seinem Plan gehört, seine Schöpfung zu vernichten, weil er ihrer überdrüssig geworden ist.
Satan und der Sohn reden auf ihn ein, dass der Mensch als Ebenbild Gottes wohl kaum für sein Wesen verantwortlich gemacht werden kann. Mit der Ankunft der Muttergottes ändert sich alles in diesem festgefahrenen Streit.


Komödiantisches Mysterium

Regisseur Nikolaus Büchel, der dieses "komödiantische Mysterium" für die Münchner Theatergastspiele Kempf inszeniert hat, meint zu Mitterers Drama: "Was ist das nur für ein Stück? Fünf Personen - und alles drinnen. Gott und die Welt, sozusagen. Mann und Frau sowieso... Es gibt ausreichend zu lachen. Und wie es sich für das Theater gehört, bleibt einem das Lachen manchmal im Halse stecken."
Man darf gespannt sein, wie Mitterer sich mit komödiantischen Mitteln dem Stoff von Goethe und Panizza nähert. Vergnüglich wird es wohl allemal bei diesem ausgefuchsten Autor.
Wie im "Faust" hat die dankbarste Rolle auch hier der Satan, den Bernhard Bettermann, ausgewiesener Bühnenschauspieler und TV-Star, spielt. Die Muttergottes spielt Mimi Fiedler. Jörg Reimers, der ebenfalls aus namhaften TV-Serien, Fernseh- und Kinofilmen bekannt ist, spielt Gott.


Eintrittskarten

Karten gibt es in der Tourist-Information Arkadenbau im Kurgarten, und im Alten Rathaus, unter Tel.: 0971/ 804 84 44 und der E-Mail-Adresse: kissingen-ticket@badkissingen.de. red
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