Bad Kissingen
Sehenswürdigkeit

Eine Fahrt mit dem Bad Kissinger Dampferle begeistert jedes Kind

Wasser, Natur und nachhaltiges Leben sind zentrale Themen beim Kindergarten und der Kindertagesstätte Oberthulba. Deshalb gehört eine Fahrt mit dem Dampferle zum festen Jahresprogramm.
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Knapp 90 Kinder besuchen die Kindertagesstätte und den Kindergarten in Thulba. Für sie und ihre Eltern stand nun eine Bootsfahrt auf der Saale und ein Besuch des Bad Kissinger Wasserspielplatzes auf dem Programm. Peter Rauch
Knapp 90 Kinder besuchen die Kindertagesstätte und den Kindergarten in Thulba. Für sie und ihre Eltern stand nun eine Bootsfahrt auf der Saale und ein Besuch des Bad Kissinger Wasserspielplatzes auf dem Programm. Peter Rauch
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Eine Dampferle-Fahrt auf der Saale stand für die Kindertagesstätte Thulba Sankt Elisabeth an. Zahlreiche Eltern fanden sich daher mit ihren Sprösslingen an der Oberen Saline ein, um zu mit Erzieherin Michaela Kötzner und dem Kindergartenteam die Bootsfahrt in den Rosengarten zu unternehmen, von wo aus es dann weiterging zum Wasserspielplatz im Rosenviertel.

"Wasser, Natur und nachhaltiges Leben stehen bei unserem zertifizierten Kindergarten und der Kindertagesstätte ganz oben an", erläutert Frau Kötzner und so gehöre die Bootstour mit zum festen Jahresprogramm, denn "auch der Spaß am und mit dem Wasser gehört da mit dazu". Dass der Kindergarten Thulba mit seinen knapp 90 Kindern die ersten beiden Tagesfahrten am Samstagmorgen mit beiden Booten überhaupt unternehmen konnte, ist schon fast ein Glücksfall, war doch die in den zwanziger Jahren gebaute "Kissingen" für rund fünf Wochen außer Betrieb.

Der begann plangemäß mit beiden Booten kurz vor Ostern, aber dann ging bei der fast einhundert Jahre alten "Kissingen" ein Bauteil zwischen Motor und Getriebe kaputt. "Da wo beim Auto die Kupplung sitzt" erklärt der Bootsführer, sei etwas gebrochen gewesen. Nur dass das Kissinger Bötle halt keine Kupplung braucht, weil es nur einen Vorwärts- und einen Rückwärtsgang hat. Ein Hamburger Schiffsausrüster habe sich um das Problem gekümmert, das auch dadurch nicht leichter wurde, dass die Maschine vor rund 100 Jahren in England gebaut wurde. Jedenfalls, nach rund fünf Wochen war das handgefertigte Ersatzteil da, konnte eingebaut werden und nun laufen seit drei Wochen beide Dampferle wieder.

Probleme gibt es aber dennoch, aber die sind nicht neu: Seit der Reparatur und Überholung der ehemaligen Pumpanlage unterhalb des Gradierwerkes fließt über den dortigen Stichkanal kaum noch Wasser, das dortige Schleusentor bleibt geschlossen und immer mehr Schlamm, der durch die Ritzen im Tor dringt, setzt sich dort ab. Bei jedem Wendemanöver, das die beiden Boote an der oberen Anlegestelle ausführen müssen, wird dieser Schlamm wieder aufgewirbelt und mit dem Kühlwasser angesaugt. Die Folge ist, "dass wir nun alle vier Wochen die Filter aufwendig ausbauen und vom Schlamm reinigen müssen" sagt einer der beiden Kapitäne.

Während sich der Schlamm am Grund absetzt und die Saale dort zudem immer flacher werden lässt, gehen Äste, zum Teil ganze Bäume ungehindert übers Wehr und verfangen sich bald darauf an den Ufern der Saale. Auch so etwas habe es früher viel seltener gegeben, erklärt der Käpt'n "da wurde das Tor ab und an geöffnet und das angestaute Wasser hat dann Schlamm und Treibholz bis zum Wehr am E-Werk mitgenommen, wo es problemlos entnommen werden konnte.

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