Bad Kissingen
Schule

Ein neuer Abschnitt

Abschlussfeier für den Berufsnachwuchs im Einzelhandel mit Übergabe der Zeugnisse für die erfolgreichen Absolventen.
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Die Prüflinge (hinten von links) Jonas Zinnheimer (Aldi Bad Kissingen), Paul Springer (Expert Bad Kissingen), Dennis Braun (Norma Maßbach), Vorne (von links) Julia Schröder (Expert Bad Kissingen), Isabell Keßler (Edelsteinstudio Bad Kissingen), Jessica Sawas (Netto-Marken-Discout Bad Bocklet) sowie Emil Müller, Anton Schick, Karin Maywald und Ralf Ludewig.  Foto: Klaus Werner
Die Prüflinge (hinten von links) Jonas Zinnheimer (Aldi Bad Kissingen), Paul Springer (Expert Bad Kissingen), Dennis Braun (Norma Maßbach), Vorne (von links) Julia Schröder (Expert Bad Kissingen), Isabell Keßler (Edelsteinstudio Bad Kissingen), Jessica Sawas (Netto-Marken-Discout Bad Bocklet) sowie Emil Müller, Anton Schick, Karin Maywald und Ralf Ludewig. Foto: Klaus Werner

"Unsere Abschlussfeier für den Berufsnachwuchs im Einzelhandel ist einmalig in Bayern", meinte Ralf Ludewig als Bezirksvorsitzender des Handelsverbandes Bayern und betonte damit auch die Wertschätzung für den Nachwuchs, der dank seines fachlichen Könnens hoffentlich bald zur Belebung der Innenstädte beitragen werde.

Im Sparkassen-Pavillon waren 23 Einzelhandelskaufleute und 25 Verkäufer/innen eingeladen worden, doch einige konnten zu dieser vom Jazz-Trio Maryland musikalisch umrahmten Abschlussfeier nicht kommen: "Ein neuer Arbeitsplatz oder die Arbeitszeiten im Einzelhandel bis 20 Uhr", nannte Ludewig als Grund. Er begrüßte aber nicht nur die ehemaligen Auszubildenden, die nach zwei- oder dreijähriger Lehre ihre Abschlussprüfung bestanden hätten, sondern auch die Eltern, die Lehrkräfte und die Vertreter von Ausbildungsbetrieben. Die politischen Ebenen waren mit stellvertretendem Landrat Emil Müller und Bürgermeister Anton Schick vertreten, was in den Augen von Ralf Ludewig für die Bedeutung der beruflichen Bildung spricht. Als bekennender Marathonläufer versteckte er in einer persönlichen Lauf-Geschichte seine Botschaft: "Setzen Sie sich Ziele, die sie nicht kurzfristig, sondern über eine längere Distanz schaffen wollen und hören Sie auf Ihren Körper."

Emil Müller bestätigte den Absolventen, dass sie in ihrer Branche mit dem Internet einen großen Konkurrenten haben, der aber nicht die gleiche Beratungsqualität wie in einem Fachgeschäft bieten kann. Er wünschte dem beruflichen Nachwuchs, dass sie sich auch in Zukunft weiterentwickeln, Chancen ergreifen und gesellschaftlich engagieren. Bürgermeister Anton Schick überbrachte die Glückwünsche der Stadt zur bestandenen Prüfung und betonte, dass dies ein besonderer Tag sei und man auf das Erreichte stolz sein können, aber auch Dankbarkeit empfinden sollte.

"Gleich ist es soweit - mit dem Abschlusszeugnis entlassen wird sie in ihre berufliche Zukunft", so Oberstudiendirektorin Karin Maywald als Leiterin der Staatlichen Berufsschule. Sie gratulierte zu diesem Erfolg und hatte noch einen pädagogischen Ratschlag für die ehemaligen Schülerinnen und Schüler: "Die Freiheit, die sie jetzt empfinden, beinhaltet den Zwang, sich entscheiden zu müssen - und in der Folge bedeutet mehr Freiheit auch mehr Verantwortung für sein Handeln." Man kann es sich einfach machen und im gleichen Betrieb bleiben, man kann sich aber auch zu neuen Ufern aufmachen. Egal, für was man sich entscheide, so die Schulleiterin, "im Namen der Lehrkräfte wünsche ich ihnen ein glückliches Händchen bei allen Entscheidungen und eine gute Erinnerung an die Berufsschulzeit." Diese hatten die Schülersprecher Etienne Riedl und Nico Hirsch, die von zwei oder drei schönen Jahren sprachen und bekannten: "Die einen hätten mehr Bücher notwendig gehabt, die anderen ein Kopfkissen." Sie bedankten sich bei allen, die zur bestandenen Prüfung beigetragen hätten und forderten ihre Mit-Absolventen zur Weiterbildung auf: "Beim Handelsfachwirt sehen wir uns wieder." In den Händen von Oberstudienrätin Barbara Schulz-Maisch lag die Auszeichnung mit einem Staatspreis für Schülerinnen und Schülern, die in ihren Abschlusszeugnissen eine Durchschnittsnote von 1,5 und besser hatten - und nicht nur diesen bestätigte sie: "Jede, jeder von ihnen hat sich Stück für Stück weiterentwickelt, teils auf hohem Niveau." Zum Abschluss erhielten die Absolventen aus den Händen ihrer Klassenleiter die Abschlusszeugnisse überreicht.

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