Bad Bocklet
Frisch saniert

Ein leuchtendes Gotteshaus in Bad Bocklet

Die St.-Laurentius-Kirche in Bad Bocklet erstrahlt in neuem Glanz. Die Innenrenovierung wurde zum Abschluss gebracht.
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Das  neu renovierte Gotteshaus in Bad Bocklet  präsentiert sich in frischen Farben.  Am Sonntag fand der erste Gottesdienst in festlichem Rahmen statt. Foto: Björn Hein
Das neu renovierte Gotteshaus in Bad Bocklet präsentiert sich in frischen Farben. Am Sonntag fand der erste Gottesdienst in festlichem Rahmen statt. Foto: Björn Hein
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In feierlichem Zug ging es am Sonntag, begleitet von der Musikkapelle Bad Bocklet, zur St.-Laurentius-Kirche. Dort fand der erste Gottesdienst nach der Sanierung statt. Sowohl die Freiwillige Feuerwehr Bad Bocklet, als auch die politischen Würdenträger marschierten mit. Der Gottesdienst war sehr feierlich, er wurde von Pfarrer Michael Kubatko gehalten, der von Diakon Franz Hey und von Diakon a. D. Arno Wehner unterstützt wurde. Organist Florian Strobel freute sich, dass bei der Renovierungsmaßnahme auch die Orgel mitberücksichtigt wurde und griff kräftig in die Tasten. An der feierlichen musikalischen Untermalung war ebenso der Chor der Bockleter Singfoniker unter der Leitung von Martina Faber beteiligt. Und auch die Musikanten aus der Marktgemeinde verzauberten unter der Leitung von Alexander Wachsmann mit ihren symphonischen Klängen.

"Während andernorts Kirchen geschlossen oder verkauft werden, wurde unsere Kirche von April bis Ende Oktober aufwändig saniert und renoviert. Heute haben wie unsere neu gestaltete Kirche wieder in Besitz nehmen können und füllten sie gleich wieder mit Leben. Ein Zeichen der Hoffnung", fand Pfarrgemeinderatsvorsitzender Bernd-Theo Hansen. Ganz begeistert lobte er das offene und lichtdurchflutete Gotteshaus, das einladend und gewinnend wirkte. "Ich fühle mich wohl, endlich wieder den Gottesdienst mitfeiern zu können (...) Freuen wir uns über mehr Licht, mehr Klang, mehr Raum", war er hocherfreut.


Weiß, lachsrosa und blau

Die Säulen des Kirchenschiffs erstrahlen nun wieder in frischem Weiß, die Wände ziert ein lachsfarbender Rosaton, und die Decke erstrahlt in blau. Die Strahler an den Wänden links und rechts des Hauptaltars leuchten das Innere der Kirche noch besser aus als früher. Aufgefrischt wurde auch das rund 200 Quadratmeter große Altarbild des Künstlers Curd Lessig. "Unsere Kirche hat ein anderes Gesicht bekommen. Sie ist weiter geworden und strebt zugleich nach oben", betonte Hansen. Er bedankte sich herzlich bei den Reinigungskräften, die ehrenamtlich unermüdlich im Einsatz waren. Er dankte ebenso den anderen freiwilligen Helfern, den Spendern, der Gemeinde Bad Bocklet und dem Bistum Würzburg. "Einen Mann aus unserer Mitte möchte ich jedoch nennen, der im Besonderen dieses Projekt vorbereitet, begleitet und mitgetragen hat, und dem es eine Herzensangelegenheit ist, unserem Kirchenpfleger Siegbert Holzheimer. Siegbert, Du verdienst ganz besonderen Dank", lobte Hansen die unermüdliche Tätigkeit des Kirchenpflegers, die Kirchenbesucher applaudierten.

Pfarrer Michael Kubatko bedankte sich ebenso für das große Engagement, das bei der Renovierung des Gotteshauses an den Tag gelegt worden war. Architekt Siegmar Mahlmeister sprach davon, dass bereits 2008 bekannt war, dass die Kirche renoviert werden muss. Die finanziellen Mittel wurden allerdings erst 2016 zugesagt, so dass man im Januar 2017 mit der Detailplanung beginnen konnte. Das bischöfliche Ordinariat hatte einen großzügigen Zuschuss gewährt, auch die Marktgemeinde hatte sich an der Maßnahme finanziell beteiligt. Durch den geleisteten großen Eigenanteil konnte man Geld einsparen, hier sei die Hilfe aus dem Ort sehr beeindruckend gewesen. Viele freiwillige Helfer aus der Gemeinde hätten mit angepackt, was sich sehr positiv auf die Kosten auswirkte. Auch die Orgel wurde auf die aktuelle Technik umgestellt. Durch die neue Heizung, die eingebaut wurde, sei es zudem leichter, den Innenraum der Kirche auf eine angenehme Temperatur zu bringen.


Viele rührige Hände

Kirchenpfleger Siegbert Holzheimer bedankte sich bei allen Helfern, die zum Gelingen des Projektes beigetragen haben. Bürgermeister Andreas Sandwall erinnerte an die vielen Hochzeiten, Taufen und andere fröhliche Anlässe, die hier in der Kirche schon gefeiert wurden. "Die Kirche gehört auch als geschichtliches Bauwerk einfach zum Dorf", sagte er. Viele haben bei der Renovierung ihren guten Willen gezeigt und mitgeholfen, dass die Kirche nun in neuem Glanz erstrahlen kann. "Es ist wirklich beeindruckend, was hier geleistet wurde", lobte er. Gleichzeitig dankte er dem fachkundigen Architekten Siegmar Mahlmeister, dem die Renovierung der Kirche ebenfalls eine Herzensangelegenheit war. Auch Landrat Thomas Bold freute sich, dass das Werk nun vollendet werden konnte und bedankte sich bei den zahlreichen Helfern, die dies erst ermöglicht haben.

Während der Renovierungsarbeiten wurden die Gottesdienste in der alten Kirche "St. Mauritius" gleich nebenan gehalten. Die jetzt neu renovierte Kirche "St. Laurentius" wurde in den 1950er Jahren gebaut und am 20. September 1959 von Bischof Josef Stangl eingeweiht. Die Altarfront schmückt ein Gemälde von Curd Lessig. Als beherrschenden Mittelpunkt ist hier Christus dargestellt, von dem sich die Gnadenflut ergießt.
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