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Bad Kissingen
Heimatliebe

Ein Kalender als Hommage an Bad Kissingen

Die besondere Ausstrahlung der Kurstadt kommt in den Kalendern des gebürtigen Kissingers Benjamin Kiesel zum Ausdruck.
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Stimmungsvolles Licht über Bad Kissingen: Im Vordergrund das Luitpoldbad, das jetzt eine Behörde ist, am Himmel ein Heißluft-Ballon. Benjamin Kiesel
Stimmungsvolles Licht über Bad Kissingen: Im Vordergrund das Luitpoldbad, das jetzt eine Behörde ist, am Himmel ein Heißluft-Ballon. Benjamin Kiesel
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Benjamin Kiesel ist gebürtiger Bad Kissinger und will nicht einstimmen in den Chor der ewigen Meckerer. "Man sollte sich die schönen Seiten von Bad Kissingen ins Gedächtnis rufen", sagt er. Der selbstständige Webdesigner hat einen Kalender mit eigenen Bildern, die rund um Bad Kissingen entstanden sind, herausgegeben. Auch das Layout hat der 35-Jährige selbst entworfen. Es ist die Ausstrahlung der Kurstadt Bad Kissingens, die es ihm angetan hat.

Menschen sind auf den Bildern nicht zu sehen. Der Grund: "Ich hätte die Genehmigungen der Fotografierten gebraucht und wollte lieber auf Nummer sicher gehen." Kiesel hat in Gießen Wirtschaftswissenschaften studiert und legte seinen Schwerpunkt auf Wirtschaftsinformatik. Anschließend war er unter anderem in der Öffentlichkeitsarbeit tätig. Als er 2016 wieder in seine Heimatstadt Bad Kissingen zurückkehrte, machte er sich mit seiner eigenen Werbeagentur selbstständig. Dafür benötigt er auch die Fotografie.

"Das Fotografieren habe ich mir selbst beigebracht. Ich habe vor ungefähr zwei Jahren damit angefangen, weil ich Werbeaufnahmen benötigte." Schon für das Jahr 2018 hat Benjamin Kiesel einen Kalender produziert. Dieser enthielt jedoch nur vereinzelt Bilder von Bad Kissingen, die meisten waren von der Rhön. "Den habe ich hauptsächlich an Kunden und Freunde verschenkt. Er diente eher als Marketingmaßnahme." Da der Kalender gut an kam, entschloss er sich, das Projekt zu wiederholen, aber neu zu gestalten.

"Damit habe ich etwas für Kissingen gemacht", sagt er. Denn er wolle erreichen, dass die Leute einen Blick für die Schönheit der Kurstadt bekommen. "Die meisten Jugendlichen sind immer recht negativ gegenüber Kissingen eingestellt, weil hier nichts los ist. Aber wenn man sich mal richtig umschaut, entwickelt sie sich doch zu einer sehr schönen Stadt, in der man gerne lebt. Es dauert halt einen Moment, bis man dies zu schätzen weiß", erklärt Benjamin Kiesel.

Einen Lieblingsplatz in der Kurstadt hat er nicht, meint er erst, um aber nach kurzer Überlegung anzufügen: "Naja, vielleicht das Sisi-Denkmal. Vor allem der Ausblick von dort oben ist wunderschön." Durch die Kalender habe er die Möglichkeit, einfach mal raus zu gehen und die Stadt in ihrer Vielfalt zu entdecken.

Die Nachfrage ist groß, vor allem beim lokalen Gewerbe. Benjamin Kiesel verkauft die Kalender mit den darauf gedruckten Logos der Unternehmen, die diese dann meistens an Kunden verschenken. Auch in Kissinger Buchhandlungen ist der Kalender zu finden.

Eigentlich wollte Kiesel nur noch den Kalender für 2019 entwickeln. Aber da hat er längst noch nicht alle schönen Motive von Bad Kissingen untergebracht. Der Gradierbau fehlt zum Beispiel.Und so wird es bestimmt danach noch weitere Kalender geben, sagt er und lacht.

Die Bilder des Kalenders hat er mit einer normalen Kamera und einer Drohne gemacht. Für einige Drohnenflüge benötigte er die Außnahme-Genehmigung der Regierung von Mittelfranken - da hat das Luftamt Nordbayern seinen Sitz - und musste Rücksprache mit der Polizei halten. Die Arbeitszeit zur Fertigstellung des Kalenders betrug insgesamt rund drei Wochen, jedoch auf das ganze Jahr verteilt. Das Projekt empfand Kiesel eher als sein Hobby. "Dabei konnte ich entspannen."

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