Oerlenbach
Bundespolizei

Ein Job zum Abheben

102 Polizeikommissaranwärter haben jetzt einen ganz speziellen Teil ihrer Ausbildung in Oerlenbach absolviert. Sie gingen mit den Hubschraubern in die Luft.
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Die Studierenden am Bundespolizeiaus- und -fortbildungszentrum Oerlenbach werden in die Technik des Hubschraubers, hier der AS332 L1, eingeführt.  Foto: Anna Wentrock
Die Studierenden am Bundespolizeiaus- und -fortbildungszentrum Oerlenbach werden in die Technik des Hubschraubers, hier der AS332 L1, eingeführt. Foto: Anna Wentrock
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Das Dröhnen der Hubschrauber hat so manchen Bewohner der Gemeinde Oerlenbach zum Himmel blicken lassen und viele wussten gleich: Am Bundespolizeiaus- und -fortbildungszentrum wird wieder mit den Helikoptern geübt.

Die Polizeikommissaranwärter des diesjährigen Studienjahrgangs der Bundespolizei befinden sich aktuell in der Basisausbildung, welche vier Monate dauert. Am Mittwoch und Donnerstag durchliefen sie einen besonderen Bestandteil davon: Die Hubschrauberausbildung.

Sie bestand aus zwei theoretischen und einem praktischen Teil. Zunächst wurde Grundlegendes über den Hubschrauber erläutert und anschließend der besprochene Inhalt nochmals vor Ort am Hubschrauber erklärt. Sebastian Binsteiner, Polizeihauptkommisar und stellvertretender Praktikaleiter, berichtet: "Sie lernen unter anderem den Umgang mit diesem wichtigen Einsatzmittel, die Sicherheitsvorschriften und die Leistungsfähigkeit des Hubschraubers."

Danach durften die Studierenden an einem zehnminütigen Einweisungsflug teilnehmen, wofür sie in Gruppen aufgeteilt wurden. In dem Helikopter finden rund 20 Personen Platz. "Während dem Flug wird die Kommunikation, das Einhalten der Sicherheit und eventuelle Notfallmaßnahmen trainiert", meint Binsteiner.

Begeisterung

Das Interesse sei sowohl bei den männlichen als auch den über 30 Prozent weiblichen Studierenden sehr hoch: "Es ist für diese jungen Leute eine neue Erfahrung, die sie woanders nicht erleben können." Auch bei einer Veranstaltung über die Hubschrauber, die während der Freizeit stattfand, war die Beteiligung hoch.

So auch bei Maximilian Bauer aus Aschach, einem der 102 Studierenden. Da er schon einige Vorkenntnisse im Fliegen besitzt, brauchte er keine Überwindung, um in den Helikopter zu steigen. "Ich habe meinen Flugschein im Segelflugzeug und Ultraleicht."

Trotzdem findet er die Hubschrauberausbildung sehr informativ. "Man lernt immer wieder dazu. Zum Beispiel, wie die Wartung eines Hubschraubers abläuft und wie man zum Flugdienst kommt. Das war sehr interessant." Er findet es auch gut, dass die Vorschriften oft angesprochen wurden: "Fliegen ist sehr stark mit Sicherheit verbunden".

Für Fahndungen

Da die Studierenden später Führungspositionen beziehen würden, müssten sie auch lernen, wie man die Rotorflugzeuge richtig einsetzt. Nico Rogge, Sachbearbeiter der Öffentlichkeitsarbeit, erläutert: "Zum Beispiel werden die Hubschrauber für Fahndungen und Zugriffsmaßnahmen verwendet."

Binsteiner hängt an: "Die Bundespolizei unterstützt damit außerdem den Rettungsdienst. Wir helfen ihnen vor allem im Gebirge."

Durch die Ausbildung solle auch die Wichtigkeit der Piloten verdeutlicht werden. Daneben wird aufgezeigt, dass nach der Polizeiausbildung und zusätzlichen Aus- und Weiterbildungen für die jetzigen Anwärter die Möglichkeit besteht, beim Flugdienst zu arbeiten.



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