Bad Kissingen

Ein Hotelier schießt quer gegen in Bad Kissingen

Nein, er habe nichts gegen Bad Kissingen, "ganz im Gegenteil". Dennoch: Mit zwei geharnischten Briefen an Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) kritisiert Hubertus Holzbock dessen Entscheidung, nach der Bayern sich für die Steigenberger-Nachfolge finanziell außergewöhnlich stark engagieren werde.
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Die Zukunft des Steigenberger-Areals ist noch ungewiss. Foto: Edgar Bartl
Die Zukunft des Steigenberger-Areals ist noch ungewiss. Foto: Edgar Bartl
Holzbock ist Eigentümer eines Fünf-Sterne-Hotels im 321 Kilometer entfernten Bad Wörishofen und gehört dem Vorstand des bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes an.

Das Engagement Bayerns "bringt den ganzen Markt durcheinander", befürchtet er unter Hinweis auf das "Millionen-Desaster" mit dem Hotel am Obersalzberg . Es gebe eine Wettbewerbsverzerrung zu Lasten anderer Häuser und Dumpingpreise. Steuergeld werde verschwendet.
Denn auch bei Verpachtung würden die Einnahmen nur einen Bruchteil der notwendigen Finanzierung darstellen.

Wenn Bad Kissingen ein Fünf-Sterne-Haus - Bedarf gebe es höchstens an 30 Tagen im Jahr - brauche, dann benötige es zunächst einen Gästekreis, der bereit sei, ein Fünf-Sterne-Hotel zu bezahlen: "Wenn das nicht der Fall ist, braucht Bad Kissingen kein Fünf-Sterne-Hotel, schon gar nicht auf Kosten des Freistaats."

Heinz Stempfle, der Vorsitzende des Kurvereins Bad Kissingen sagte, er finde es richtig, dass der Freistaat Eigentümer des Kurhausbads bleibe und es auf seine Kosten renovieren wolle. Dennoch könne er nur davor warnen, dass Bayern die komplette Finanzierung übernimmt. Denn es gehe auch um Steuergelder, so Stempfle.

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