Nüdlingen
Jubiläumsfest

Ein ganzer Ort feiert Feuerwehrjubiläum

Die Freiwillige Feuerwehr Nüdlingen feierte drei Tage lang ihr 150-jähriges Bestehen mit Musik und einem großen Festzug.
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Die zwei Altbürgermeister  Adalbert Kiesel (links) und Günter Kiesel nahmen beim Festzug zum 150-jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Nüdlingen zusammen in der Kutsche Platz.Arthur Stollberger
Die zwei Altbürgermeister Adalbert Kiesel (links) und Günter Kiesel nahmen beim Festzug zum 150-jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Nüdlingen zusammen in der Kutsche Platz.Arthur Stollberger
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Das Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Nüdlingen wurde groß gefeiert. Auf der Bühne im Festzelt hoben zahlreiche Redner die große Bedeutung der Ehrenamtlichkeit der örtlichen Selbsthilfeeinrichtung hervor. Stefan Eichholz, der Vorsitzende der Nüdlinger Feuerwehr, begrüßte zu Beginn des Festes neben den Feuerwehrkameraden zahlreiche prominente Ehrengäste, die gemeinsam mit den Nüdlingern feierten.

Eine besondere Rolle spielte Renate Nägle als Schirmherrin. In ihrem Grußwort stellte sie die jahrzehntelange enge freundschaftliche Verbundenheit ihrer Familie mit der Nüdlinger Feuerwehr heraus, die mit ihrem Vater Werner Kessel 1989 begonnen hat. Renate Nägle stellte die vorbildliche Haltung der Nüdlinger Wehr heraus, auf die sich die Ortsbevölkerung verlassen könne. Grußworte sprachen auch Pfarrer Dominik Kesina, 1. Bürgermeister Harald Hofmann, Landtagsabgeordneter Sandro Kirchner und Kreisbrandinspektor Ronald Geis.

In seinem Grußwort erinnerte 1. Bürgermeister Harald Hofmann an die Anfangszeit der Nüdlinger Wehr im Jahre 1869, als 40 Bürger nach der schlimmen Brandkatastrophe im Jahre 1867 "ihre" freiwillige Feuerwehr gründeten. "Sie taten dies aus dem Gedanken heraus, Leib und Leben zu retten, sowie Hab und Gut zu schützen", betonte das Gemeindeoberhaupt. Staatliche Unterstützung habe es damals noch keine gegeben. Feuer und Katastrophen waren eben Schicksal.

Immer um technischen Fortschritt bemüht

Von Anfang an sei die Nüdlinger Wehr um technischen Fortschritt bemüht gewesen. Anfangs stand lediglich eine Handdruckspritze zur Verfügung, doch bereits vier Jahre später konnte eine zweite, fahrbare, angeschafft werden und in den Jahren 1883/84 kam eine dritte Saug- und Druckspritze hinzu. Ende des 1.Weltkrieges verfügte man bereits über eine mechanische Schubleiter und eine Motorspritze.

Ein neues Gerätehaus mit Schlauchtrockenturm wurde 1954 eingeweiht. Im Jahre 1963 folgte die Stationierung des kreiseigenen TLF 16/25 und der Bau eines Löschweihers. Das Löschfahrzeug LF 8 wurde 1971 beschafft und 1989 wurde ein neues TLF 16/25 mit der Ausrüstung für Technische Hilfeleistung gekauft. Die Einweihung des erweiterten Gerätehauses in der Ortsmitte erfolgte 1994, ein Jahr später kam die Anschaffung eines Mannschaftstransportwagens. Ergänzt wurde die Ausstattung 1998 mit dem Kauf des LF 8/6. In den Jahren 2004 - 2008 erfolgte die Anschaffung von 30 Meldeempfängern und die Umstellung auf stille Alarmierung. Einen neuen, effektiveren Rettungssatz für Technische Hilfe bei Verkehrsunfällen beschaffte die Wehr im Jahre 2008.

Großer Festumzug

Beim Festzug schlängelten sich laut Kommandant Alexander Frey 40 Gruppen am Zug den Wurmerich hinunter und durch den Ort. Darunter waren 23 Feuerwehren und die örtlichen Vereine mit ihren Fahnenabordnungen. Herausragend waren die blumengeschmückten "Obstler", die Trachtengruppe des Heimatvereins, die Präsentation der Kleintierzüchter und die Abordnung der Feuerwehr aus der Partnerstadt Saint Marcel.

Den Abschluss des Jubelfests bildete am Montag ein erstmals durchgeführtes Altaktiventreffen. Wer Lust auf ein Stück Torte oder Plootz hatte, wurde bestens bedient. Nachdem am Samstag die Hot Oven & The Briketts und am Sonntag die Swinging Schnitthappys für musikalische Unterhaltung gesorgt hatte, spielten am Montagabend die Rhöner Rebellen. Auf die Frage nach dem Resümé des Festes, drückten alle ihre Begeisterung über den Erfolg aus, der trotz zeitweiliger enormer Hitze beträchtlich gewesen sein dürfte.

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