Neue Besen kehren gut. Viele Jahre hat Hubertus Wehner, der frühere Leiter der Kurgärtnerei, das unbestrittene Sommer-Highlight organisiert. Jetzt haben diese Aufgabe Christa Reuß, Thomas Lutz und Bruno Heynen übernommen. Sie setzen einige Akzente, ohne auf Bewährtes zu verzichten.

Wie Lutz und Heynen am Mittwoch sagten, wird es neben der Homepage des Vereins der Freunde und Förderer des Rakocy-Festes (www.rakoczy-fest-badkissingen.de) eine weitere geben (rakoczyfest.com). Während die erste die traditionellen und geschichtlichen Aspekte in Vordergrund stellt, soll die "junge Schwester" vor allem aktuelle Daten und Neuigkeiten anbieten. Dazu gehören auch eine "Standort-Map" und zahlreiche aktuelle Informationen darüber, wo gerade was los ist.

Auch auf Facebook und Twitter ist das Fest präsent. Lutz hofft auf 500 bis 1000 Facebook-Freunde. Vier Stunden nach der Freischaltung waren es bereits 107. Vom Facebook-Auftritt und von Twitter erwartet er sich "ein kleines Lauffeuer". Die Besucher sollen die Seite aktiv mitgestalten können, so Lutz.

Außerdem wurden Bierdeckel produziert, die, zusammen mit Luftballons, die mit Helium gefüllt sind, an die Bad Kissinger Haushalte verteilt werden. Sie zeigen den Namensgeber des großen Festes und weisen auf die nagelneue Homepage hin.

Erstmals wird ein Fotowettbewerb ausgelobt (rakoczy-fest @ badkissingen.de). Dem Sieger winkt ein Überraschungspreis.

Weiteren Auftrieb erhoffen sich die Macher von der erstmals stattfindenden Medienwiese nördlich der Ludwigsbrücke. Dort unterhalten bekannte und renommierte Bands. Die Organisatoren hoffen, dass das Publikum sich nach den Konzerten in Richtung Innenstadt begibt und dort noch ausgiebig feiert.
Lutz und Heynen planen weiter: Im nächsten Jahr soll noch im Hotel Bristol eine "Medien-Lounge" hinzukommen.

Ausgedient hat - aus verschiedenen Gründen - der alte Pavillon aus Gusseisen in der Fußgängerzone. Er sei doch in die Jahre gekommen und biete außerdem zu wenig technische Möglichkeiten, sagte Lutz.
Daher werden Quellenkönigin Andrea I. (19), OB Kay Blankenburg (SPD) und Kurdirektor Gunter Sauer und Fürst Rakoczy das 62. Rakoczy-Fest am Freitag, 27. Juli, um 19 Uhr am Marktplatz auf einer Bühne eröffnen. Sie wird vom Freundeskreis mitfinanziert. Ausschank und Festbetrieb beginnen vielerorts aber schon früher.
Ein ganz besonderes Highlight wird am Sonntag, 29. Juli, der Festzug sein. 73 Gruppen, Wagen und andere Teilnehmer machen mit. Darunter auch die Saale-Zeitung, die 2012 ihr 165-Jähriges Bestehen feiern kann. Auf ihrem Wagen gibt sich Rosenkönigin Luisa Matthes (Bad Kissingen) die Ehre.

Lutz verteidigte den zwei Euro "teuren" Rakoczy-Pin, der drei Tage lang Eintritt gewährt in die allermeisten Veranstaltungsteile: Angesichts dessen, was geboten wird, müsste er das Zehnfache kosten, sagte Lutz.
Er sprach auch einen weiteren Aspekt an: Das Rakoczy-Fest ist nicht nur für die Gastronomie ein "warmer Regen". Das Hotel Frankenland hat nach seinen Angaben dank der Veranstaltung 650 Gäste gewonnen.

Jetzt muss noch das Wetter mitspielen. Für Freitag werden viel Sonne und Temperaturen bis 31 Grad erwartet. Dann wird es etwas kühler. Am Samstag kann es zu leichtem Regen kommen, am Sonntag sind bei bis zu 25 Grad Schauer möglich.

Beim Rakoczy-Fest am Wochenende 27. bis 29. Juli kommt es zu Beschränkungen und Sperrungen von Teilen der Innenstadt. Darauf hat die Stadt hingewiesen. Umleitungen und Parkmöglichkeiten seien gut sichtbar ausgeschildert, hieß es in einer Mitteilung.

Am Sonntag, 29. Juli, ist von 13 bis 17 Uhr wegen des Umzuges die Innenstadt gesperrt. Dazu werden mehr als 30 000 Besucher erwartet. Es könne daher auch auf den Umgehungsstraßen zu Behinderungen kommen.
Das Fest wird am Freitagnachmittag, 27. 7., am Marktplatz eröffnet. Die Möblierung dazu wird im Laufe des Tages aufgebaut. Daher ist am Samstag, 28. 7., dort auch kein Lieferverkehr möglich. ed