Bad Kissingen
Massnahme

Ehrenplatz für Patron der Kirche

Die Renovierung der St. Michaelkirche in Albertshausen ist abgeschlossen. Den Gläubigen gefällt die lichte Großzügigkeit.
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Bei der Renovierung haben Kirchenpfleger Werner Schießer (links) und Küster Günther Wolf tatkräftig mit Hand angelegt.  Foto: Werner Vogel
Bei der Renovierung haben Kirchenpfleger Werner Schießer (links) und Küster Günther Wolf tatkräftig mit Hand angelegt. Foto: Werner Vogel
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Die Sonne scheint durch die Glaselemente am Altarraum und unterstreicht die überraschende Helle des Kirchenraums. Kirchenpfleger Werner Schießer fasst den Eindruck der Gläubigen nach der Renovierung zusammen: "Alles wirkt heller und größer als vorher im doch in die Jahre gekommenen Gotteshaus." Vor wenigen Tagen war das Provisorium im Pfarrsaal Geschichte, feierte Pfarrer Edwin Ziegler mit der Kirchengemeinde Albertshausen erstmals wieder Gottesdienst in der renovierten Kirche.
Nach jahrelangen Planungen konnten die im Juni 2017 begonnenen Arbeiten noch vor Weihnachten abgeschlossen werden. Pfarrer Ziegler bedankte sich bei den vielen Helfern. Auch Pfarrgemeinderatsvorsitzender Albin Markert lobte alle Beteiligten, Thorsten Karsten vom Diözesanbauamt, dem Architekturbüro Hessdörfer und Seifert, Kirchenpfleger Werner Schießer, Küster Günther Wolf und den vielen ehrenamtlichen Helfern: "Die Kirche und was darin steht, kann sich sehen lassen."


Intensive Zusammenarbeit

Der langjährige Kirchenpfleger Werner Schießer sprach von der intensiven Zusammenarbeit mit dem Bauamt der Diözese und den Abstimmungen mit den Denkmalamt, Fachbehörden und beteiligten Firmen. "Nicht alle unsere Wünsche konnten erfüllt werden, aber wir haben immer gute Kompromisse gefunden".
Die Kirche war 1757 auf den Grundmauern einer Vorgängerkirche errichtet, 1967 um einen modernen Anbau erweitert und 1988 letztmals farblich erneuert worden. Bei der jetzigen Generalsanierung wurden Wände und Decken aufwendig renoviert, der Steinfußboden abgeschliffen und neu versiegelt, die Bänke gereinigt und aufpoliert. Die Heizung wurde erneuert, und auch die Orgel ist abgebaut, gereinigt und wieder eingebaut worden. Umfangreiche Elektroinstallationen waren erforderlich. Eine neue Beleuchtung sorgt für angenehmes Licht.
Die schlichten Lampen erleuchten nicht nur den Kirchenraum, sie tauchen auch die Decke mit den neu efassten Stuckumrahmungen in schönes Licht. Dass Gottes Wort auch verstanden wird, dafür sorgt die neue Lautsprecheranlage. Zum schönen Lichteinfall tragen auch neuverglaste Türen, gereinigte und sanierte Fenster und Lichtbänder bei. Augenfällig ist auch die neue Platzierung der Heiligenfiguren, die aufgefrischt und teils neu vergoldet worden sind.
"Jetzt hat auch der Kirchenpatron, Erzengel Michael, seinen Ehrenplatz", freut sich Küster Günther Wolf. Das Lieblingsstück der Albertshäuser, eine ausdrucksstarke Schnitzarbeit des Bildhauers Joseph Kirchner aus Eiche, schmückte einst die Bildeiche des Dorfes,(dort hängt jetzt eine Replik) wurde in den 1970er Jahren gestohlen, Jahre später in Fulda wieder aufgefunden und war zuletzt unauffällig an der Seitenwand aufgehängt.
Kirchenpfleger Schießer und Küster Wolf haben viel geleistet während der Bauphase: Günther Wolf bescheiden: "Ich hab halt jeden Tag auf- und zugeschlossen." Werner Schießer, stets als Ansprechpartner gefordert: "Jemand muss sich halt drum kümmern." Beide haben die Hoffnung, dass die erheblichen Investitionen im sechsstelligen Bereich, die Kirchenstiftung Albertshausen und die Diözese, aber auch Stadt- und Landkreis Bad Kissingen, Landesamt für Denkmalpflege, Unterfränkische Kulturstiftung und Jagdgenossen erbracht haben, Früchte tragen und das christliche Leben fördern. "Ich gebe die Hoffnung nicht auf, aber manchmal denk ich, die Jungen brauchen anscheinend keinen Herrgott mehr", meint Günther Wolf.


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