Bad Kissingen
Engagement

Ehrenamt macht das Leben menschlicher

Langjährige Mitglieder der BRK-Bereitschaft Bad Kissingen wurden in der Jahreshauptversammlung geehrt.
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Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Kissinger Rotkreuz-Bereitschaft zeichnete Bereitschaftsleiter Robert Weber  langjährige Mitglieder aus. Auf unserem Foto (von links): Ralf Peter Beck, Elisabeth Metz, Franz Zehkorn, Helma Weber, Marika Hahn, Agnes Brath und Robert Weber. Peter Rauch
Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Kissinger Rotkreuz-Bereitschaft zeichnete Bereitschaftsleiter Robert Weber langjährige Mitglieder aus. Auf unserem Foto (von links): Ralf Peter Beck, Elisabeth Metz, Franz Zehkorn, Helma Weber, Marika Hahn, Agnes Brath und Robert Weber. Peter Rauch

Ein beeindruckendes Zahlenwerk gab Bereitschaftsleiter Robert Weber anlässlich des Jahresberichtes der Sanitätsbereitschaft Bad Kissingen ab: Nicht nur dass die BRK-Sanitätsbereitschaft im vergangenen Jahr um sieben Mitglieder auf nunmehr 162 Aktive gestiegen sei, auch die ehrenamtlich geleisteten Dienststunden sind bemerkenswert. Dem Mitgliederstamm gehören 61 Frauen und 101 Männer mit einem Altersdurchschnitt von 43 Jahren an. In der Altersgruppe der 16- bis 26-Jährigen sind es 29 Helferinnen und Helfer, Nachwuchs kommt hier vom Jugendrotkreuz, und in der Altersgruppe der über 27-jährigen sind es insgesamt 133 Helferinnen und Helfer.

Diese Gemeinschaft hat im vergangenen Jahr insgesamt 25 970 ehrenamtliche Stunden geleistet. So wurden bei den montäglichen Aus-/Fortbildungsabenden 921 Stunden geleistet. Mit knapp 100 Stunden schlug das jährlich stattfindende Behindertentreffen zu Buche, 876 Stunden wurden aufgewendet, um an den insgesamt 24 Blutspendeterminen 2589 Spender, unter ihnen 198 Erstspender, zu betreuen und zu versorgen. Mitglied Dieter Roth unterstütze den Kreisverband mit 746 Stunden in organisatorischer Arbeit und Vorbereitungen zu den insgesamt 77 Spendeterminen im gesamten Landkreis.

Ehrenamtlich wurden auch 109 Sanitätsdienste mit rund 100 Erste Hilfe-Leistungen durchgeführt und dafür 1469 Stunden aufgewendet. Die Schnelleinsatzgruppe , die rund um die Uhr zur Versorgung der Bad Kissinger Bevölkerung abrufbereit ist, leistete bei elf Einsätzen und Übungen 141 Ehrenamtsstunden und in der Breitenausbildung, also den Erste-Hilfe-Kursen wurden von den Aktiven nochmals 560 Stunden aufgewendet. 13 voll ausgebildete Mitglieder unterstützen als ehrenamtliche Rettungsdiensthelfer bzw. Rettungssanitäter den öffentlich-rechtlichen Rettungsdienst in Bad Kissingen und fuhren dort ehrenamtlich im Rettungswagen mit, was der Statistik 2109 Stunden einbrachte. Zusätzlich besetzten noch neun Frauen und Männer der Bereitschaft die Funktion als Einsatzleiter Rettungsdienst/Organisatorischer Leiter und erbrachten hier 5900 Bereitschafts-/Einsatzstunden.

Neu: Hausnotruf

Die "Helfer vor Ort Gruppe Burkardroth", ein 100 prozentiger Ableger der Kissinger Bereitschaft leistete unter Verantwortung von Manuel Vorndran 5298 Stunden und bei 149 Einsätzen hervorragende und qualifizierte Hilfe bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Viele dieser HvO-ler sind hauptamtlich im Rettungsdienst tätig, den Dienst als Helfer vor Ort versehen aber alle rein ehrenamtlich. Der Hintergrunddienst "Hausnotruf", den das Rote Kreuz Bad Kissingen am 8. Januar 2018 übernahm und somit eines der jüngsten "Kinder" der Kissinger Bereitschaft ist, brachte in innerhalb eines Jahres auf die stolze Zahl über 6000 Bereitschaftsstunden und 70 Einsätze. Auch die Motorradstreife, zu der drei Mitglieder gehören, brachte einige Stunden ein, sind diese Aktiven jedoch nur an den Sommerwochenenden auf den beiden Autobahnen A7 und A71 im Einsatz. Aber auch das Jugendrotkreuz steuerte rund 800 meist Ausbildungsstunden zur Bilanz bei. Keine Übungsstunden, nur einen Teil der einzelnen Auftritte bilanzierte Alexander Wachsmann, der Leiter des Kissinger Rot-Kreuz-Orchesters.

Ehrenamt schließt Lücken

Schatzmeister Michael Rendl, der für den verhinderten Kreisvorsitzenden Dr. Alexander Siebel ans Podium trat, stellte fest, dass Rotkreuz nicht nur Hauptamt, sondern auch viel geopferte Freizeit der Ehrenamtlichen bedeute. Aber: "Das Ehrenamt schließt Lücken und macht das Leben menschlicher". Kreisbereitschaftsleiter Alexander Kretz machte deutlich, dass dies nur durch eine gezielte Nachwuchswerbung möglich sei und erster Polizeihauptkommissar Christian Pörtner, der für das gesamte Blaulichtmilieu die Grußworte überbrachte, sprach von einer beeindruckenden Leistung. "Die Zusammenarbeit innerhalb der Blaulichtfamilie im Landkreis Bad Kissingen braucht sich wirklich nicht verstecken", so sein Kommentar.

Ehrungen für Ehrenamtliche

Abschließend ehrte Bereitschaftsleiter Robert Weber langjährige Ehrenamtliche der Bereitschaft Bad Kissingen, so Heinz Joachim Beck für 40 Dienstjahre, Marika Hahn und Elisabeth Metz für 55 und Franz Zehkorn für 65 Dienstjahre. Als Franz Zehkorn zu Beginn der Fünfziger Jahre als Sanitäter hier anfing, führte der Weg des "Sankas" nicht als erstes zur Unfallstelle, sondern Herr Zehkorn musste sich als erstes noch seinen Beifahrer unter den anderen Freiwilligen von daheim abholen, erst dann ging es zur Einsatzstelle...", so die kleine von Robert Weber erzählte Anekdote. Die DRK-Ehrennadel erhielt Helma Weber und die Familie Agnes und Ralph Brath erhielt wegen besonderer Förderung des hiesigen Roten Kreuzes die Henry Dunant Medaillie aus Silber, wobei Dr. Brath wegen eines Einsatzes als Notarzt die Versammlung kurzfristig verlassen musste.

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