Bad Kissingen
Freizeit

Drei Hotspots am Wildpark Klaushof

Der Wildpark Klaushof schaut in eine sichere Zukunft. Dafür sorgen zahlreiche Neuerungen und eine Kooperation mit der Universität Würzburg.
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Die Freunde des Wildparks Klaushof konnten zu ihrem zehnjährigen Bestehen mit Monika Koch ihr inzwischen 100. Mitglied begrüßen.Peter Rauch
Die Freunde des Wildparks Klaushof konnten zu ihrem zehnjährigen Bestehen mit Monika Koch ihr inzwischen 100. Mitglied begrüßen.Peter Rauch
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Mit nur einem Dutzend Besucher war die Mitgliederversammlung der Freunde des Wildparks Klaushof "sehr ausgemustert", wie es der Vorsitzende, Prof. Dr. Ekke Haupt, ausdrückte. Dabei hätten die Klaushof-Freunde doch in diesem Jahr sogar zwei besondere Jubiläen zu feiern, denn exakt zehn Jahre bestünde nun der Zusammenschluss und, nach längerem Warten, konnte der Vorsitzende nun mit Monika Koch auch das 100. Mitglied im Verein begrüßen.

Wie in der Vergangenheit war der Verein mit vielen Mitgliedern am Nikolaustag und an Ostern im Wildpark aktiv, hauptsächlich um Werbung für den Wildpark zu machen, aber auch um Gelder einzunehmen, die dem Wildpark wieder zu gute kommen. So wurden laut Dr. Gudrun Heil-Franke in den zehn Jahren seit Bestehen des Vereins rund 20. 000 Euro in verschiedene Vorhaben des Wildparks investiert. Sie nannte dabei unter anderem die Homepage, Skulpturen, Spielgeräte und zuletzt ein elektrobetriebenes Fahrzeug, für das der Verein mit über 5000 Euro rund ein Drittel der Kosten übernommen habe. Neben dem finanziellen Engagement sei aber auch der muskuläre Einsatz einiger engagierter Mitglieder nicht zu verachten gewesen.

Auch wenn der Verein nun das 100. Mitglied begrüßen konnte, solle weiter um Mitglieder geworben werden, so die Forderung eines Mitgliedes. Ob mit Flyern in der Fußgängerzone, oder direkt vor Ort im Park, darüber entsprang eine lebhafte Diskussion, die damit endete, dass beide Varianten im Auge behalten werden. Erwähnt wurde noch, dass der der Sitzung vorangegangene Sonntag nach dem Ostersonntag- und -montag das drittbeste Besuchserergebnis dieses Jahres gebracht habe.

Nach dieser doch recht kurzen Mitgliederversammlung, bei der auch ein guter bis sehr guter Kassenbestand vermeldet werden konnte, gab Forstamtsrat Axel Maunz einige Erläuterungen zum Wildpark. Er berichtete, dass das "Kurbähnle" wieder den Wildpark anfährt und auch das Restaurant Klaushof wird unter einem neuen Pächter am 15. November wieder eröffnet. Sehr erfreut zeigte er sich über das neue Elektrofahrzeug und ebenso stolz berichtete der Stadtförster davon, dass inzwischen 41 Bachelorarbeiten erstellt wurden. "Die Uni Würzburg ist neben dem Bund Naturschutz und den Freunden des Wildparks unser intensivster Cooperationspartner" , erklärte Maunz. Inzwischen liefe die zweite Promotionsstufe im Wildpark, was bedeute, dass die Studierenden sich nicht nur der Umweltbildung, sondern auch der Forschung widmen würden.

Als Neuerung für den Wildpark kämen im Lauef der kommenden Woche Birkwild aus einem Gehege in Hilpoltstein. Für diese Rauhfußhühner wurde bereits eine bestehende Voliere zu zwei Feuchtraumbiotopen umgebaut, die Besucher könnten über einen Steg die Tiere dann aus der Nähe betrachten.

Auch das geplante "Naturerlebniszentrum" sei auf sehr gutem Weg, wobei Maunz da noch keine genauen Angaben machen konnte, nur soviel: "Der Wildpark wächst damit in die nächste Generation hinein und damit ist die Einrichtung für längere Zeit gesichert."

Ein junges Luchsmännchen aus dem Nationalpark Edertal kam neu in den Wildpark Klaushof und die Stadt hat, weil der Park inzwischen auch als Umweltbildungseinrichtung zählt, drei Hotspots für Internetzugang am Bibergelände, im Eingangsbereich und im Grünen Klassenzimmer einrichten lassen. Dies allerdings steht etwas im Gegensatz zu einer Befragung, an der rund 1300 Personen telefonisch, vor Ort und online teilgenommen haben. Generell könne gesagt werden, dass die Besucher zufrieden mit dem Wildpark seien - eine virtuelle Realität würde größtenteils abgelehnt, berichtete Monika Koch, die an der Umfrage beteiligt war. Und Axel Maunz ergänzte: Fühlen, riechen, schmecken und auch mal anfassen würden viele Menschen dem Smartphone oder Tablett vorziehen.

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