Bad Kissingen
Empfehlung

Die Kübel bleiben in der Schönbornstraße in Bad Kissingen

Die Mehrheit der Räte sprach sich am Dienstag für einen Erhalt der sieben Pflanzringe in der Schöbornstraße in Bad Kissingen aus. Das Bauamt hatte in seinem Beschlussvorschlag den Rückbau empfohlen.
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Die Pflanzkübel in der Schönbornstraße bleiben auf Wunsch des Bauausschusses erhalten. Foto: Thomas Mäuser
Die Pflanzkübel in der Schönbornstraße bleiben auf Wunsch des Bauausschusses erhalten. Foto: Thomas Mäuser
Bürgermeister Dr.Peter Deeg (CSU) lag mit seiner Prognose daneben: Es gab keine längere Diskussion. Grünen Stadtrat Richard Fix freute sich zu früh, und das Bauamt fiel mit seinem Beschlussvorschlag auf die Nase. Mit sechs zu fünf Stimmen sprach sich der Bauausschuss am Dienstag dafür aus, dass die Pflanzkübel in der Schönbornstraße erhalten bleiben.

Zuvor hatte Thomas Hornung vom Tiefbauamt erläutert, dass die sieben übrig gebliebenen der einst zwölf Pflanzringe nicht zum Nulltarif da stehen. Demnach belaufen sich die Unterhaltskosten für Bewässerung, Unterpflanzung sowie Instandsetzung der Holzbeplankung jährlich auf 7000 Euro.

Immer wieder beschädigt

Nachdem die Pflanzkübel immer wieder durch hängenbleibende Autos beschädigt werden, sah Hornung zwei Alternativen. So könnten die bestehenden Betoneinfassungen mit einem Durchmesser von 2,20 Metern durch rechteckige Pflanzgefäße ersetzt werden. Diese würden in der vorgeschlagenen Form bei einer Länge von 2,70 Metern nur 1,70 Meter in den Straßenraum ragen. Die Gesamtkosten für die Herstellung der Kübel würde sich laut Hornung auf 28.000 Euro belaufen, also 4000 Euro pro Baum. An den jährlichen Unterhaltskosten würde sich nichts ändern, sie lägen nach wie vor bei rund 7000 Euro. Der Leiter des Tiefbauamtes empfahl, die Auswechslung der Kübel, so sie gewollt ist, im Finanzhaushalt 2014 abzubilden.

Radikale Lösung?

Die radikale Lösung wäre der komplette Rückbau, der rund 5000 Euro kosten würde. Die Bäume könnten für Ausgleichsmaßnahmen zum Beispiel im Zuge des Radwegebaus nach Arnshausen, genutzt werden. "Die Bäume kämen ins Grüne, da, wo sie hingehören", meinte Hornung.

Der Beschlussvorschlag, den das städtische Bauamt vorlegte, sah denn auch den Abbau der Kübel vor. "Ersatzlos?", fragte Stadtrat Richard Fix und fuhr fort, dass er das schon vor drei oder gar vier Jahren vorgeschlagen habe. "Ich bin absolut dafür", betonte Fix, und eine Reihe weiterer Stadträte signalisierte Zustimmung.
Doch dabei handelte es sich nicht um die Mehrheit. Je drei Stadtäte von CSU und SPD sprachen sich für die Beibehaltung der Pflanzkübel aus. Eine erwartete Diskussion war ausgeblieben.
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