Er bedauere die Vielzahl von Gerüchten und falschen Behauptungen, die in diesen Tagen im Zusammenhang mit der beabsichtigten Kündigung von Kultur- und Veranstaltungsmanagerin Jutta Dieing in der Stadt kursieren, sagte Kurdirektor Gunter Sauer auf Nachfrage. Auf die Frage, welche Behauptungen er meine, wollte er allerdings keine Auskunft geben.
Sauer verwies darauf, dass er in seinem laufenden Personalverfahren keine Aussagen machen dürfe. Deshalb könne er auch keine Gründe dafür nennen, warum die von ihm am Montag letzter Woche angekündigte Presseerklärung immer noch nicht erschienen ist. Auf einen neuen Termin wollte er sich nicht festlegen: "Es wird in absehbarer Zeit eine Erklärung geben." Sauer ließ damit durchblicken, dass es offenbar noch Formulierungsschwierigkeiten gibt: "Wir streben eine einvernehmliche Lösung an", sagte er. Und da scheint man sich auf Arbeitgeberseite noch nicht einig zu sein.
Denn Gunter Sauer weist wohl zu Recht darauf hin, dass er nicht alleine das Kündigungsverfahren in die Wege geleitet hat und jetzt auch nicht allein betreibt: "Da hat es schon vor einiger Zeit einen einschlägigen Beschluss der Gesellschafterversammlung gegeben." In dieser Versammlung sitzen der Freistaat Bayern mit 60 Prozent und die Stadt Bad Kissingen mit 40 Prozent - noch: Die Stadt wird demnächst um acht Prozent aufstocken.
Wer denn künftig das Kulturprogramm der Staatsbad GmbH zusammenstellen und neue Konzepte entwickeln soll, wenn die Gesellschafterversammlung die Kündigung von Jutta Dieing beschlossen hat? "Im Kulturangebot der Staatsbad GmbH wird es keine Einschränkungen geben, weder in der Qualität und Güte, noch im Variantenreichtum", versicherte der Kurdirektor. Er habe da im Konkreten ganz klare Vorstellungen. Wozu die Kündigung dann eigentlich erforderlich sei, wollte Sauer nicht erklären. Und er wollte auch keinen Hinweis darauf geben, wer künftig, falls eine einvernehmliche Trennung zustande kommt, die Arbeit von Jutta Dieing machen soll: "Da sage ich nichts. Das ist eine nicht öffentliche Personalangelegenheit."