Bad Kissingen
Durchstich

Der Tunnel-Durchbruch in Bad Kissingen ist geschafft

Der unterirdische Maulwurf hat die 220 Meter unter der Von-Hessing-Straße geschafft und ist an der Zielgrube angekommen.
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Auf den Augenblick haben die Tunnelbauer seit dem 10. Oktober gewartet. Am Mittwoch Nachmittag erfolgte der Durchstich. Foto: Privat
Auf den Augenblick haben die Tunnelbauer seit dem 10. Oktober gewartet. Am Mittwoch Nachmittag erfolgte der Durchstich. Foto: Privat
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Am Mittwoch um 17.15 Uhr war der große Moment: Der unterirdische Bohr-Hammer-Bagger hatte sich durch die 220 Meter lange Strecke unter der Von-Hessing-Straße durchgearbeitet und klopfte an an der Betonverschalung der Zielgrube vor dem Kupsch-Markt. Eine Durchbruchöffnung war schnell geschaffen, ein wichtiges Etappenziel erreicht.

Am 10. Oktober hatte der Rohrvortrieb an der Amtsgerichtskreuzung begonnen; bis Weihnachten sollte die Kanalröhre eigentlich fertig gebohrt sein. Aber es gab ein paar Probleme mit Bodfendenkmälern, die die Arbeiten aufhielten, und Hausanschlüssen, die sie um über eine Woche verzögerten, weil damals die Baulöcher mit Beton aufgefüllt worden waren.

"Wir sind dadurch in Verzug geraten", sagt Hans-Ulrich Hoßfeld vom planenden Ingenieurbüro. Aber es sei schon ein so großer Zeitpuffer ein geplant worden, dass trotzdem zum ende der Sommerferien die letzten Handwerker von der Baustelle verschwunden sein sollen.

Wenn die neue Stahlbetonröhre mit ihren 140 cm Durchmesser vollständig verpresst ist, geht es unterirdisch von der Zielgrube in zwei Richtungen weiter: bis zur VR-Bank mit einem 50-Zentimeter-Bohrer, die dann noch i offener Bauweise bis zum Berliner Platz umrundet wird. Und bis zum Feuertürmle. Hier hätten die Fachleute auch gerne gebort, aber der Boden ist so felsig, dass sie lieber das alte Rohr ausgraben und die bereits angelegte Rinne nutzen.
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