Ebenhausen
Musik

Der Taktstock in neuer Hand

Leicht war es nicht für die Blaskapelle Ebenhausen, einen neuen Dirigenten zu finden. Doch die Suche über eine Fachzeitschrift brachte die Lösung: Der neue Dirigent ist Alexander Kneuer.
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Neuer Dirigent der Blaskapelle Ebenhausen ist Alexander Kneuer aus Arnstein. Das Bild zeigt ihn bei einer Probe mit dem Orchester. Foto: Stefan Geiger
Neuer Dirigent der Blaskapelle Ebenhausen ist Alexander Kneuer aus Arnstein. Das Bild zeigt ihn bei einer Probe mit dem Orchester. Foto: Stefan Geiger
Von Martin Mühleck zu Alexander Kneuer hat der Dirigentenstab bei der Blaskapelle Ebenhausen gewechselt. Seit Oktober leitet der Musiklehrer aus Arnstein das Orchester, das sich derzeit auf Auftritte in der Adventszeit vorbereitet.

Schon zu Jahresbeginn hatte Martin Mühleck seinen Rücktritt angekündigt. Abschluss für ihn war offiziell das Waldfest des TSV Ebenhausen. Akribisch ging der Vorstand um Matthias Dees die Nachfolge an. Gespräche im Umkreis blieben ohne Ergebnis. In einer Fachzeitschrift für Blasmusik schaltete der Verein eine Anzeige, die auf Resonanz stieß. "Wir prüften die Offerten. Mit Alexander Kneuer kamen wir rasch überein. Nach einem Probedirigieren war alles klar. Unser Musikprojekt erstreckt sich über ein Jahr und findet mit einem Konzert seinen Abschluss", fasst Dees zusammen.

Er unterrichtet in Hammelburg

"Ich bin hier freundlich und offen aufgenommen worden", wertet der neue Dirigent im Gespräch, "das Miteinander ist angenehm, die Musiker ziehen gut mit, es macht uns allen Spaß." Kneuer studierte in Nürnberg und Wiesbaden Musik und unterrichtet seit 2008 am Frobenius-Gymnasium in Hammelburg. Bereits mit elf Jahren lernte er Trompete, bis heute sein Lieblingsinstrument. An der Uni kam noch Klavier hinzu. Im Kreis Main-Spessart ist er Vorsitzender des Nordbayerischen Musikbundes.

Mit der Probenbeteiligung ist er sehr zufrieden. Studium und Beruf lassen keinen 100-prozentigen Besuch zu. "Aber es ist schön, dass diesmal wieder 30 Aktive gekommen waren", ergänzt der 44-Jährige. Besten Kontakt hat er zu seinem Vorgänger, der seinen Wunsch, sich musikalisch weiterzubilden, konsequent verfolgt: Er lernt Posaune, nachdem er sich bisher dem Tenorhorn gewidmet hatte. Außerdem erklärte sich Martin Mühleck bereit, bei kirchlichen Anlässen und Ständchen die Kapelle zu leiten. "Das ist eine gute Konstellation", bestätigt Vorsitzender Dees, "wir können zuversichtlich nach vorne blicken und den Erfolgskurs der letzten Jahre fortsetzen". Durchwegs angetan vom neuen Dirigenten sind die Aktiven. Joachim Bauer und Christian Dees bringen es auf den Punkt: "Er findet den richtigen Weg: Wenn es sein muss hart, wenn es läuft, dann zart."
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