Münnerstadt

Der Grüne Markt am Münnerstädter Anger gedeiht

In Münnerstadt gibt es den Grünen Markt seit fast sieben Jahren. Nach der Winterpause stehen die Händler jetzt wieder freitags in der Stadtmitte am historischen Anger.
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Michael Peterhänsel baut früh ab 6.30 Uhr am Freitag den Obst-und Gemüsestand am Anger auf. Rund eineinhalb Stunden dauert es, bis alle Waren fürs Auge richtig präsentiert sind.  Fotos: Heike Beudert
Michael Peterhänsel baut früh ab 6.30 Uhr am Freitag den Obst-und Gemüsestand am Anger auf. Rund eineinhalb Stunden dauert es, bis alle Waren fürs Auge richtig präsentiert sind. Fotos: Heike Beudert
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Als Michael und Dieter Peterhänsel am Freitagmorgen gegen 6.30 Uhr den Münnerstädter Anger erreichten, lag schon ein dreistündiger Arbeitstag hinter ihnen. Um vier Uhr früh beginnt für die Gemüsehändler jetzt in der Vorsaison der Tag, im Sommer noch früher, so gegen drei. Denn ein Teil der Ware wird am morgen direkt bei den Bauern abgeholt.
Seit bald sieben Jahren steht der Marktstand der Hirschaider Händlerfamilie am Freitag am Anger und bietet frisches Obst und Gemüse an. Für die Familie Peterhänsel ist der Grüne Markt in Münnerstadt zu einer festen Anlaufstelle geworden.

Michael Peterhänsel spricht von einem treuen Kundenkreis, der regelmäßig zum Grünen Markt am Anger kommt. "Er ist von Jahr zu Jahr gewachsen". Es sei von Anfang an in Münnerstadt gut gelaufen. "Bis es sich aber wirklich lohnt, dauert schon ein bisschen", sagt Michael Peterhänsel, der Gemüsehändler schon in der sechsten Generation ist. Die Kupsch-Schließung merkt die Familie Peterhänsel bislang nicht. Man habe einen festen Kundenstand, auch wenn es in der Stadt keinen Lebensmittelmarkt mehr gibt. Sie sind also zufrieden, die Peterhänsels, nicht nur mit dem treuen Kundenstamm, sondern mit der Stadt. "Die Zusammenarbeit ist tadellos", betont Dieter Peterhänsel. Das sei nicht überall so. Spezielle Anliegen für Münnerstadt haben sie nicht, ein Wunsch fällt Dieter Peterhänsel dann aber doch ein: "Es soll so bleiben, wie es ist".

Barthelmes mit Entwicklung des Marktes zufrieden

Franz Barthelmes hat in Trossenfurt einen Gartenbaubetrieb und kommt jetzt nach der Winterpause ebenfalls wieder regelmäßig auf den Anger. Er zeigt sich mit der Entwicklung des Münnerstädter Marktes zufrieden. "Es gibt bessere, aber auch schlechtere Märkte", ist sein Kommentar. Es sei allgemein schwieriger auf dem Pflanzenmarkt geworden, weil die Supermärkte mit Niedrigpreisen locken. Hinzu komme in seiner Branche die Abhängigkeit vom Wetter. Am Freitag war dies kein Problem. Ein sonniger Frühlingstag zog die Besucher zahlreich an.

Vier Mal pro Woche ist Franz Barthelmes auf Märkten. Zwei Mal pro Woche baut er in Coburg seinen Stand auf, dann fährt er noch nach Sonneberg und freitags nach Münnerstadt. Im Städtchen hat er sogar entfernte verwandtschaftliche Bande. Das hat er aber erst festgestellt, seitdem er am Anger mit seinem Stand vertreten ist.
"Der Markt entwickelt sich nicht schlecht", stellt auch Michael Schauderna fest. Der Gewürzhändler aus Völkersleier ist mit seinem Verkaufswagen regelmäßig vor Ort und bietet selbst gemischte Gewürze und neuerdings Milchprodukte aus den Bergen an. Schauderna fehlt allerdings noch die Vielfalt am Markt. Seiner Meinung nach bräuchte es einen Metzger, Bäcker oder beides für einen stärkeren Marktcharakter.
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