Bad Kissingen
Statistik

Der Arbeitsmarkt der Region Main-Rhön hält Kurs

Die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt der Region Main-Rhön setzte sich im Verlauf des ersten Halbjahres 2019 fort.
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Grafik: Klaus Heim
Grafik: Klaus Heim

Die Arbeitslosenquote blieb im Mai auf dem niedrigen Niveau von 2,9 Prozent konstant. "Der Arbeitsmarkt zeigte sich weiterhin robust. Die niedrige Arbeitslosigkeit, trotz der auslaufenden Frühjahrsbelebung, bestätigte die bereits seit längerer Zeit zu beobachtende positive Entwicklung auf dem regionalen Arbeitsmarkt", stellt Thomas Stelzer, der Leiter der Schweinfurter Agentur für Arbeit, in einer Pressemitteilung fest.

122 Personen weniger

In diesem Monat waren 7129 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 122 Personen weniger als im Vormonat. Im Mai konnten die Jüngeren (15 bis unter 25 Jahre) mit einem Minus von 67 Personen (9,1 Prozent) besonders stark am Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat profitieren.

Im Vergleich zum Vorjahr liegt das Niveau der Arbeitslosigkeit höher. Damals wurden 572 Arbeitslose weniger gezählt, und die Arbeitslosenquote lag bei 2,6 Prozent. Allerdings sank in diesem Zeitraum die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 116 Personen (15,9 Prozent) auf 1.695 Personen. "Aufgrund der guten Konjunktur konnten viele Menschen eine Beschäftigung aufnehmen, die ansonsten möglicherweise in die Langzeitarbeitslosigkeit geraten wären", erklärt Stelzer.

Gerade bei einem guten Arbeitsmarkt gibt es Monat für Monat viel Bewegung. Dies spiegelte sich im Zugang aus Beschäftigung und im besonderen Maße bei den Arbeitsaufnahmen wider. Im Mai überwogen die Abmeldungen in Erwerbstätigkeit mit 874 Personen den Zugängen aus Erwerbstätigkeit mit 813 Personen.

Die Zahl der Betriebe, welche für ihre Arbeitnehmer Kurzarbeit angemeldet hatten, blieb im Vergleich zum Vormonat mit 23 Betrieben nahezu unverändert. Im Vormonat waren es 24 Betriebe. Die Anzahl der betroffenen Personen sank um 120 Personen auf 480. Vor einem Jahr waren die Zahlen niedriger. Im Mai 2018 waren es acht Betriebe mit 52 Beschäftigten für die Kurzarbeit angemeldet wurde.

4,1 Prozent Unterbeschäftigung

Die Arbeitsmarktstatistik erfasst zudem die Unterbeschäftigung. Diese beinhaltet neben den arbeitslosen Menschen beispielsweise auch Personen in Weiterbildungen sowie Selbstständige, die mit einem Gründungszuschuss gefördert werden und daher nicht als arbeitslos gelten. Sie vermittelt damit einen umfassenderen Einblick über die Lage auf dem Arbeitsmarkt. 10 303 Menschen waren im Mai von Unterbeschäftigung betroffen. Hier gab es im Vergleich zum Vormonat ein Minus von 289 Personen. Die Unterbeschäftigungsquote war mit 4,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte niedriger und im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Prozentpunkte höher.

Viele Menschen mit Fluchthintergrund befinden sich in Sprach- und Integrationskursen. Die Teilnehmerzahlen sind im Vergleich zum Vorjahresmonat, um 363 Personen auf 615 Personen, zurückgegangen. Im Mai wurden in der Region Main-Rhön 601 arbeitslose Menschen mit Fluchthintergrund gezählt. Das waren 8,4 Prozent aller Arbeitslosen. Im April bewegten sich die Zahlen auf dem gleichen Niveau.

"Trotz der guten Lage auf dem regionalen Arbeitsmarkt, zeigte sich die Arbeitskräftenachfrage im ganzen Agenturbezirk im Berichtsmonat verhaltener", teilt Stelzer mit. Seit Jahresbeginn wurden 4343 Stellenzugänge verzeichnet, dies waren 505 Stellen (10,4 Prozent) weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Im Mai nahmen die Vermittlungsfachkräfte im gemeinsamen Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit und der Jobcenter 685 neue Stellenangebote entgegen. Das waren 164 Stellenzugänge oder 19,3 Prozent weniger als im April.

Der Bestand an offenen Stellen mit 4998 bewegte sich mit einem leichten Rückgang von 274 Stellen (Minus 5,2 Prozent) gegenüber dem Vorjahresmonat weiterhin auf einem hohen Niveau.

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