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Bad Kissingen
Abfallwirtschaft

Deponie für Privatleute zu, Grüngut anliefern möglich

Das Landratsamt benötigte mehrere Tage für eine Entscheidung, jetzt steht es fest: Deponie und Wertstoffhöfe bleiben vorerst geschlossen, aber bei den Grüngut-Sammelstellen gibt es eine Lockerung.
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Grüngut kann an mehreren Stellen abgegeben werden. Archiv
Grüngut kann an mehreren Stellen abgegeben werden. Archiv

Das Landratsamt benötigte mehrere Tage für eine Entscheidung, jetzt steht es fest: Deponie und Wertstoffhöfe bleiben vorerst geschlossen, aber bei den Grüngut-Sammelstellen gibt es eine Lockerung: In dringenden Fällen dürfen Heckenschnitt und Zweige dort abgelagert werden. Die Bürger sollten aber überlegen, ob die Fahrt wirklich notwendig ist, und am besten alleine kommen, heißt es auf Nachfrage aus dem Landratsamt.

Das Kommunalunternehmen des Landkreises lässt alle Wertstoffhöfe im Landkreis Bad Kissingen für die Zeit der Ausgangsbeschränkungen geschlossen. "Dies gilt ebenfalls für Privatanlieferungen zum Abfallwirtschaftszentrum Wirmsthal und betrifft alle Abfallarten wie Sperrmüll, Restmüll, Baumischabfälle und Wertstoffe", heißt es in einer Mitteilung. Deshalb sollten zum Beispiel "Entrümpelungsaktionen" verschoben werden. Giftmobiltermine an den Wertstoffhöfen sind bis auf Weiteres ausgesetzt.

Die Müllabfuhr als öffentliche Daseinsvorsorge bleibe dagegen in Betrieb. Auch Containeranlieferungen von Gewerbebetrieben werden nach telefonischer Absprache am Abfallwirtschaftszentrum Wirmsthal (Tel.: 09704/912 30 oder -12 oder -20) angenommen.

Ein Hin und Her gab es bezüglich der Grüngut-Häckselplätze in Bad Bocklet, Burkardroth, Elfershausen, Maßbach, Motten, Nüdlingen, Oberleichtersbach, Oberthulba, Oerlenbach und Wartmannsroth: In der vergangenen Woche hieß es noch, dass Privatleute dort wegen der Ausgangsbeschränkungen nicht anliefern dürfen. Es gab sogar Gerüchte über Anzeigen. Auch das Landratsamt bestätigte am Donnerstag noch mindestens eine Anzeige, konnte aber auf Nachfrage keine Details nennen, obwohl eigentlich alle Anzeigen nach dem Infektionsschutz-Gesetz dem Landratsamt gemeldet werden müssen. Die drei Polizeiinspektionen im Landkreis schlossen auf Nachfrage jeweils Anzeigen in ihrem Zuständigkeitsbereich aus. "Die Polizei würde in solchen Fällen gar nicht sofort kassieren, sondern Anzeige an das Landratsamt Bad Kissingen vorlegen", betont außerdem der Hammelburger Polizei-Chef Christian Pörtner.

Ab sofort könne "grundsätzlich zu den üblichen Öffnungszeiten Material angeliefert werden", teilt das Landratsamt jetzt mit, aber: "Wie bei allen Dingen ist momentan auch hier abzuwägen, ob der Gang zum Häckselplatz unbedingt notwendig ist." Zudem wird auf den Mindest-Abstand von eineinhalb Metern verwiesen. Alle weiteren Fragen beantworte das Kommunalunternehmen für Abfallwirtschaft, Kontaktdaten unter www.abfall-scout.de.

Das Vorgehen an den Grüngut-Sammelstellen und viele weitere Details sollen demnächst auch besser abgestimmt werden: "Wir setzen uns mit der Polizei zusammen", kündigt Jürgen Metz vom Büro des Landrats an. Dann sollen auch Themen besprochen werden, zu denen es immer wieder Anfragen gebe. Das Holzmachen sei beispielsweise mit Personen aus dem eigenen Haushalt oder einer Begleitperson und natürlich der üblichen Vorsichtsmaßnahmen erlaubt. Bei Ausflügen bittet das Landratsamt, vor allem Spaziergänge im näheren Umfeld zu machen: "Ausflüge in die Rhön, bei denen man sich mit anderen trifft, sind so nicht im Sinne der Verordnung", stellt Metz klar.

Und beim aktuell anfallenden Grüngut rät Dieter Büttner, Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege, auch außerhalb der Corona-Beschränkungen zur Verwertung auf dem eigenen Grundstück: Kleinere Zweige sollten kompostiert werden, größere könnten gelagert und später als Brennholz verwendet werden.