Langenleiten
Fest

Das Haus für Alle in Langenleiten: Etwas Besonderes ist gewachsen

Das neue Dorfgemeinschaftshaus in Langenleiten wurde feierlich eröffnet. Möglich machte dies eine großzügige Stiftung von einer Million Euro. Aber das war nur der Beginn.
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Dem Stifterehepaar Helmut und Leonie Schmitt ist das neue  Dorfgemeinschaftshaus in Langenleiten zu verdanken. Foto: Marion Eckert
Dem Stifterehepaar Helmut und Leonie Schmitt ist das neue Dorfgemeinschaftshaus in Langenleiten zu verdanken. Foto: Marion Eckert
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Mit einem grandiosen Fest wurde das neue Dorfgemeinschaftshaus "Haus für Alle" feierlich eröffnet. Die gesamte Dorfbevölkerung, die vielen freiwilligen Helfer und natürlich das Stifterehepaar sowie zahlreiche Ehrengäste waren erschienen, um dieses außergewöhnliche Ereignis gebührend zu feiern.

Brigitte Schmidt übernahm die Begrüßung und Moderation des Abends in ihrer Funktion als Mitglied des Stiftungsvorstandes. Der erste Gruß galt natürlich dem Stifterehepaar Leonie und Helmut Schmitt, deren großzügiger Stiftung von einer Million Euro es zu verdanken sei, dass diese Haus entstehen konnte.  "Ja, wir haben es geschafft. Unser Haus für alle ist gebaut.  Es ist eingerichtet, es ist liebevoll geschmückt, es ist mit Leben gefüllt", freute sich Schmidt mit allen Langenleitern.  Sie bezeichnete es als ein "besonderes Haus", das auf drei Säulen ruhe, und meinte damit nicht nur die Ästhetik der Architektur und der Raumgestaltung und die moderne technische Ausstattung.

Für die kommenden Generationen

Die erste Säule, die den Bau erst möglich gemacht hat, sei die überaus großzügige Spende des Ehepaars Schmitt. Aber es sei nicht nur die Geldspende, die natürlich unabdingbar war, um das Haus überhaupt entstehen zu lassen, sondern die Intention, die hinter diesem Geschenk steht. Die Idee war, dass etwas Besonderes wachsen sollte, das alle im Dorf, Groß und Klein, Alt und Jung, miteinander verbindet. Etwas von Bestand, etwas, dass noch für die kommenden Generationen von Bedeutung sein sollte. Helmut Schmitt habe dies immer wieder betont, und der Stiftungsvorstand und Stiftungsrat haben sich dieser Idee ebenfalls verschrieben. Die zweite und sehr wichtige Säule, um das Haus groß genug für alle Bedürfnisse werden zu lassen, sei die finanzielle Förderung des Amtes für Ländliche Entwicklung, des Leader Förderprogramms und der Gemeinde. Und die dritte Säule, vielleicht die wichtigste, sei die Mitarbeit und Eigenleistung der vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer sowie Günter Schmitt als Bauleiter, dem es zu verdanken sei,  dass dieses Haus in einer Rekordzeit von fast einem Jahr gebaut wurde. So werde das Haus auch nachkommenden Generationen einen Ort zu bieten, an dem gefeiert und gelacht werden kann. Ein Haus, um zu diskutieren, Musik zu hören, Kunst zu genießen und einfach nur zusammen zu sein.

Buch den Stiftern gewidmet

Damit nicht vergessen werde, welche Arbeit und Mühe in diesem Haus steckt, wurde ein Buch erstellt, Leonie und Helmut Schmitt gewidmet, und allen, die daran mitgewirkt haben. Die Langenleitner Jugend hat am Eröffnungsabend ihr Versprechen eingelöst und den Service für die Gäste übernommen. Viel positive Rückmeldung hat die Jugend für ihr Vorhaben, auch bei künftigen Veranstaltungen zur Verfügung zu stehen, bereits erhalten. Die musikalische Unterhaltung des Abends übernahmen die Feuerbergmusikanten. Die kirchliche Segnung übernahm Dekan Andreas Krefft, der von einem Märchen und einem Wunder für Langenleiten sprach. Das Segensgebet umfasste den Segen für alle Menschen, die im neuen Haus ein- und ausgehen werden, sowie den gesamtem Ort Langenleiten. Bürgermeisterin Sonja Reubelt dankte ihrerseits dem Ehepaar Schmitt und allen, die das Entstehen des Hauses möglich gemacht haben. Insbesondere auch dem Amt für ländliche Entwicklung, das sich im Rahmen der Dorferneuerung an den Abrisskosten der alten Schule beteiligte. Von 173.000 Euro übernahm das Amt mit 107.000 Euro den größten Teil, den Rest zahlte die Gemeinde. Über das Dorferneuerungsbudget hinaus hat sich das Amt mit 150.000 Euro beteiligt, und im nächsten Jahr werde die Gestaltung der Außenanlage durch die Gemeinde und das Amt für ländliche Entwicklung übernommen. Die Gemeinde hat außerdem neben der Erbpacht des Grundstücks auch einen Beitrag von 20.000 Euro für den Bau zur Verfügung gestellt. Weitere 111.000 Euro werden über Leader-Mittel finanziert.

Scheck mitgebracht

Michael Manger, vom Amt für ländliche Entwicklung, hatte einen Scheck in Höhe von 120.000 Euro mitgebracht, es sei die erste Rate der finanziellen Beteiligung am Bau des Gebäudes. Insgesamt werde das Amt über 600.000 Euro in das Projekt in Langenleiten investieren. Landrat Thomas Habermann zollte den Langenleitnern seinen Respekt für diese Gemeinschaftsleistung.  "So stellt man sich Dorferneuerung vor", verwies er auf die gelungenen Investitionen der Mittel der Dorferneuerung und der EU-Leadermittel. Das Dorfgemeinschaftshaus ist für Landrat Habermann ein Vorzeigeprojekt.

Günther Schmitt gab einen Rückblick auf die einzelnen Bauphasen und Herausforderungen. Ihm dankte die Dorfgemeinschaft und Helferschar mit einem Präsentkorb, den Frank Hartmann und Ewald Wehner übergaben. Bevor das Essen aufgetischt wurde und die Musik spielte, oblag Helmut Schmitt das letzte Wort. "Macht was draus", habe er den Langenleitnern mit der Stiftung ans Herz gelegt. "Und ihr habt was draus gemacht", dankte er ihnen nun. "Es bereitet mit Freude zu sehen, wie gut es angenommen wird, und wie sich die Jugend einbringt." Die Mutter von Helmut Schmitt stammt aus Langenleiten, seine ersten Lebensjahre verbrachte er hier und diese Wurzeln seien nie abgerissen. Für die Jugend hatte er ein Geschenk mitgebracht, eine große handgefertigte Uhr für den neuen Jugendraum. Ein Feuerwerk, das ist große Freude nochmal auf ganz andere Weise zum Ausdruck brachte, beendete in den Abendstunden das außergewöhnliche Fest.

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