Bad Kissingen
Engagement

Dank an die Blutspender

Das Rote Kreuz ehrt Spender, die ihren Lebenssaft mindestens 50-mal zur Verfügung gestellt haben.
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Kreisvorsitzender Dr. Alexander Siebel dankt Horst Manger, der schon 200-mal Blut gespendet hat.
Kreisvorsitzender Dr. Alexander Siebel dankt Horst Manger, der schon 200-mal Blut gespendet hat.
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Die Rotkreuzhelfer nennen ihn Horst. Der Vornamen reicht. Wer in der Region 200 Mal Blut gespendet hat, gehört fast schon zum Inventar des BRK. 1982 hat Horst Manger aus Großwenkheim, einer spontanen Eingebung folgend, in Bad Neustadt erstmals Blut gespendet, "hat seinen Lebenssaft zu Markte getragen", wie Dr. Alexander Siebel den Gemeinsinn des 56-jährigen Kaufmanns beschreibt. Als Arzt, der "auf der anderen Seite der Nadel" steht, weiß der Kreisvorsitzende des Roten Kreuzes Bad Kissingen, wie oft die lebensrettende Infusion für Schwerkranke gebraucht wird. Dr. Siebel dankt im Namen der Gesellschaft allen, die, ohne einen Vorteil für sich zu haben, Blut spenden.

Horst Manger sieht das eher pragmatisch: "Das alte Zeug muss raus, beim Auto machst du ja auch Ölwechsel", witzelt er. Wann immer in der Region eine Aufforderung zum Blutspenden veröffentlicht ist und die acht Wochen Frist seit der letzten Entnahme verstrichen sind, nimmt er sich die Zeit. "Immer aus dem linken Arm, damit ich bei der anschließenden Brotzeit nicht gehandicapt bin." Es hat sich viel verändert, berichtet er. Heute geht das ruckzuck: Ist genug Blut geflossen, ertönen leise Glockenklänge. Früher dauerte alles länger, da hat man sich schon mal in die Rotkreuzschwester verguckt, erinnert sich Manger. Aber es ist nichts draus geworden, lacht der Mann, der im wahrsten Sinne des Wortes eine "soziale Ader" hat. Es geht sehr persönlich zu, bei der kleinen Feier im Rotkreuzhaus in der Hartmannstraße, bei der 67 Damen und Herren die Ehrennadel für 50 und mehr Blutspenden von Ehrenamtsleiter Robert Weber ans Revers geheftet wird. Dazu überreicht Kreisgeschäftsführer Michael Raut eine kleine Aufmerksamkeit, und aus der Hand des Kreisvorsitzenden Dr. Alexander Siebel gibt es Urkunde und anerkennenden Händedruck. Die Vertreter des Gemeinwohls, Bürgermeister oder Stellvertreter aus den Heimatgemeinden der Spender, haben auch noch eine kleine Anerkennung der Gemeinden dabei. Der Kreisvorsitzende dankt allen Spendern, lobt den Gemeinsinn, der gerade in dieser Zeit gefragt ist und erinnert an das Motto der Kampagne: "Gemeinsam gegen Gleichgültigkeit".

3500 Blutspenden

Bereichsleiter Robert Weber berichtet von 42 Terminen mit 3500 Blutspenden im vergangenen Jahr, bei denen 278 Personen erstmals Blut gespendet haben. Dafür haben 331 Mitglieder des BRK über 1700 ehrenamtliche Stunden eingebracht. Beim gemeinsamen Abendessen - die Küche hatte leckeren Schweinebraten mit Kartoffelsalat aufgetischt - wurde noch so manche Anekdote zum Besten gegeben. So erinnert sich Sparkassendirektor Roland Friedrich, der auch schon 75 Mal Blut gespendet hat, an gemeinsames Blutspenden mit seiner Frau, als die kleine Tochter beim Wettbewerb, wessen Blutbeutel zuerst gefüllt war, ihn angefeuert habe: "Schneller Papa, du schaffst das!"

Ehrennadeln verliehen

100 Blutspenden: Elisabeth Goetz (Nüdlingen), Ulrike Metz (Burkardroth), Werner Zufrass (Bad Kissingen), Gustav Amthor, Jürgen Elbert, Erich Götz, Stefan Schmitt, Manfred Werner (alle Bad Bocklet), Klaus Schlereth, Jürgen Schmitt, Manfred Schultheis (alle Burkardroth), Ewald Baumeister (Münnerstadt), Rudolf Rottmann (Nüdlingen).

125: Huberta Schall, Rainer Hauck (beide Bad Kissingen), Johannes Halbig (Sulzthal), Werner Heinecke (Maßbach), Harald Pfaff (Oerlenbach), Bernhard Schroll (Burkardroth).

150: Fridolin Bauer (Münnerstadt), Bernd Schätzlein (Bad Kissingen).

175: Klaus Kiesel (Bad Bocklet), Reinhold Kiesel (Nüdlingen).

200: Horst Manger (Münnerstadt).

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