Bad Kissingen
Kultur

Chorkonzert mit jungen Chören aus dem Landkreis Bad Kissingen

Der Präsident des Fränkischen Sängerbundes war genauso begeistert wie das heftig applaudierende Publikum.
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Der Chor-Intakt durfte bei dem Konzert in Bad Kisingens Wandelhalle nicht fehlen. Klaus Werner
Der Chor-Intakt durfte bei dem Konzert in Bad Kisingens Wandelhalle nicht fehlen. Klaus Werner
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Gute Stimmung herrschte am Ende eine Chorkonzerts in der Bad Kissingen Wandelhalle - und das nicht nur bei den 150 Sängerinnen und Sängern der sechs beteiligten Chöre, sondern auch bei Ehrengast Prof. Dr. Friedhelm Brusniak. Der Präsident des Fränkischen Sängerbundes lobte: "Was hätte ich heute Abend versäumt, wenn ich der Einladung nicht nachgekommen wäre!"

In einem enthusiastischen Schlusswort nach zwei Stunden begeisternder Chormusik verwarf Prof. Dr. Brusniak sein vorbereitetes Redekonzept und schwelgte in höchsten Tönen von den gezeigten Leistungen: "Die jungen Chöre haben ihr Publikum, sie prägen die Musikkultur!" Und die Besucher in der sehr gut besuchten Wandelhalle stimmten ihm mit einem überschäumenden Applaus zu, so dass bei den Beteiligten und bei Siegfried Gottwald, der mit der Sängergruppe Bad Kissingen für die Organisation zuständig war, so manch versteckte Freudenträne floss. Z

um vierten Mal präsentierten sich junge Chöre aus dem Landkreis Bad Kissingen in der Wandelhalle, und zum wiederholten Mal stellten sie unter Beweis, dass Chorgesang mit modernen Melodien, peppigen Rhythmen und englischen Texten harmonieren und damit junge Menschen für das gemeinschaftliche Singen begeistern kann. Für Ilona Seufert, der galanten Moderatorin des Abends, sind gerade solche Gemeinschaftskonzerte eine tolle Gelegenheit, sich als Chor zu präsentieren, aber auch zu sehen, was andere können. Die Wechsel auf der Bühne nutzte sie, um Informationen zur Geschichte, zur Besetzung und zum Liedgut des jeweiligen Chors zu geben.

Den Anfang machte Chorisma, der Jugendchor der Kissinger Sängervereinigung. Unter der Leitung von Antje Kopp präsentierte die 18 Teenager unter anderem das mehrstimmige A-Cappella-Stück "Mambo" von Herbert Grönemeyer, das zärtliche "Wunder geschehn" und ein Medley, in dem nur wenige Sequenzen aus vielen musikalischen Ohrwürmern angesungen wurden.

Aus Oberthulba war "Bright Voices" mit 30 Sängerinnen und Sängern unter Leitung von Martin Rudolph gekommen. Sie präsentierten mit vollem Klangvolumen den Evergreen "Alt wie ein Baum", mit einem schönen Wechsel zwischen Männer- und Frauenstimmen das Stück "For the beauty of the earth" nach der Musik von John Rutter und ein gefühlvolles "Angels" von Robby Williams.

Die "Troubadours" aus Fuchsstadt existieren bereits seit 25 Jahren, und unter ihrer Leiterin Birgit Schultz präsentierten sie ausdrucksvoll Freddy Mercurys Stück "Don't stop me now" oder das gefühlvolle "You raise me up" oder das einfühlsame "When you believe" aus "The Prince of Egypt".

Mit "Die Schöne und das Biest" wurde das Musical-Genre vom "Samstags-Chor" aus Reichenbach fortgesetzt. Für ein Schmunzeln sorgte die Erklärung des Chornamens: "Der Probentag ist nicht der Sonntag", so Ilona Seufert in ihrer Moderation. Der Evergreen "The Sound of Silence" lebte von seiner melodiösen Rhythmik, die jazzige Ballade "Time after Time" von Cindy Lauper von der Dynamik und das harmonische "Too much heaven" von den Bee Gees vom schönen Wechsel-Gesang der 30 Sängerinnen und Sänger, die von Bernd Hammer mit akzentuierten Handbewegungen geführt wurden.

Aus den aktuellen Charts bedient sich "The Voices" aus Westheim, und diese moderne Ausrichtung wird mit Akustikgitarre und Cajon (Sitztrommel) untermalt. Verantwortlich sind Bianca Müller und Kerstin Metz, die mit Tim Bendzko ("Sag einfach ja") oder den Red Hot Chili Peppers ("Otherside") oder Alice Merton ("No roots") Lagerfeuer-Romantik in die Wandelhalle brachten und dafür mit kräftigem Beifall belohnt wurden.

Den Schlusspunkt setzte der "Chor In-Takt" aus Garitz unter der Leitung von Stefan Ammersbach. Als mehrstimmiges und anspruchsvolle Chorwerk präsentierten die 30 Sängerinnen und Sänger das Stück "Give us a little love" von Fallulah, das eindringlich-klare "Ich seh dich" von Oliver Gies und als Kontrapunkt Adeles Hit "Rollin in the deep".

Eng wurde es beim 26. Stück des Chorkonzerts, als zum Finale alle 150 Sängerinnen und Sänger auf der Bühne standen und gemeinsam mit dem Publikum "We are the world" von Michael Jackson und Lionel Richie intonierten, dessen letzten Töne im lautstarken Jubel untergingen.

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