Burkardroth
Gemeinderat

Burkardrother Ortsteile behalten ihr Wahllokale

In der jüngsten Gemeinderatssitzung legte der Burkardrother Gemeinderat die Grundlagen für kommenden Wahlen. Es ging um die künftigen Wahlbezirke im Ort.
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Auch wenn immer mehr Wähler in Burkardroth per Briefwahl ihre Stimme abgeben, lehnte der Gemeinderat in seiner Sitzung eine Änderung der Wahlbezirke ab.  Foto: Archiv/Thomas Malz
Auch wenn immer mehr Wähler in Burkardroth per Briefwahl ihre Stimme abgeben, lehnte der Gemeinderat in seiner Sitzung eine Änderung der Wahlbezirke ab. Foto: Archiv/Thomas Malz

Bisher gab es in der Marktgemeinde Burkardroth zwölf Urnenwahlbezirke und zwei Briefwahlvorstände. Und das wird zunächst einmal auch so bleiben. Mit 6:10 Stimmen wurde eine Reduzierung der Urnenwahlbezirke auf drei sowie die gleichzeitige Aufstockung der Briefwahlvorstände abgelehnt.

In der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats unterbreitete Bürgermeister Waldemar Bug seinen Räten die Neuordnung der Wahlbezirke. Demnach sollten die Bürger nur noch in den drei Schulturnhallen in Burkardroth, Premich und Lauter zur Wahl gehen können. Als Grund für die Änderung gab der Bürgermeister den hohen Anteil der Briefwähler an.

Kommen in einem Wahlbezirk keine 50 Wähler zusammen (das Wahlgeheimnis kann nicht mehr gewahrt werden), werden diese Stimmen nicht gezählt. So musste der kleinste Ort der Marktgemeinde, Frauenroth, bereits bei der letzten Wahl nach Burkardroth fahren. Mit nur zwei Briefwahlvorständen sei eine Wahl auch nicht mehr machbar, weil mittlerweile fast die Hälfte der Wahlberechtigten die Briefwahl nutzten.

Marion Zehe sagte, Stangenroth als zweitgrößter Ort der Gemeinde komme mit Sicherheit nicht in die Verlegenheit, dass weniger als 50 Bürger zur Wahl gingen. Sie forderte deshalb, den Urnenwahlbezirk für Stangenroth zu behalten. Frank Voll (Premich) sprach von einer Einschränkung. "Das ist nicht bürgerfreundlich", sagte er und zeigte sich sicher, dass "dann mit Sicherheit weniger Leute wählen".

Die Jahresrechnung für das Haushaltsjahr 2017, vom Rechnungsprüfungsausschuss geprüft, stellte Kämmerer Heiko Schuhmann dem Gemeinderat vor. Im Ergebnis schloss der Verwaltungshaushalt mit einer Summe von 13,7 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt mit 3,45 Millionen Euro. Dem Vermögenshaushalt wurden 2,69 Millionen Euro zugeführt, das waren 763 000 Euro mehr als geplant. Der Gesamtüberschuss in Höhe von fast 597 000 Euro floss in die Rücklage.Die Marktgemeinde Burkardroth ist seit 2013 schuldenfrei.

Das Ratsgremium stellte die Jahresrechnung 2017 fest. Über- und außerplanmäßige Ausgaben wurden, soweit nicht bereits in früheren Beschlüssen erfolgt, nachträglich genehmigt und die Entlastung erteilt.

Die Belange der Marktgemeinde werden nicht beeinflusst, so gab das Gremium grünes Licht für die Erstaufforstung einer etwa 0,64 Hektar großen Fläche in der Gemarkung Zahlbach. Das Gebiet befindet sich in Stralsbach Richtung Waldfenster.

Dem Mountainbike-Projekt des Naturparks und Biosphärenreservates Bayerische Rhön hatte das Gremium bereits im Januar zugestimmt. Diskussionen hatte es zur Platzer Runde gegeben, weil dort Jagdgebiete betroffen waren. Dieser kritische Bereich wurde aus der Strecke genommen, sagte Bug.

Auch das Projekt Extratour zum Hochrhöner war bereits vor zwei Jahren vorgestellt worden. Die Ausweisung der zertifizierten Wanderstrecke zum Hochrhöner, von Waldfenster über die Platzer Kuppe, war zurückgestellt worden, soll aber im kommenden Jahr umgesetzt werden. 8000 Euro sollte die "Möblierung" des Wegs, Ausschilderung und Infotafeln, kosten. Jetzt soll zusätzlich eine Glasschmelze aus dem Mittelalter entsprechend dargestellt werden.

Dafür werden noch einmal 900 Euro angesetzt. Insgesamt wurden die Kosten der Marktgemeinde für den Wanderweg auf 10 000 Euro angehoben. Mit der gleichen Summe beteiligt sich der Naturpark/Biospärenreservat Rhön.

Weil es die letzte Sitzung war, ließ Bürgermeister Waldemar Bug das gemeindliche Jahr Revue passieren und ging auf die anstehenden Projekte im neuen Jahr ein.

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