Rottershausen

Bunter Abend in Rottershausen: Piraten und Pointen fürs Publikum

Beim Bunten Abend in Rottershausen haben Komiker und Tänzer die Gäste begeistert.
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Piratinnen eröffneten den Bunten Abend des Sportvereins Eintracht  Rannungen. Schon sie konnten die Zuschauer in der Turnhalle begeistern.  Foto: Dieter Britz
Piratinnen eröffneten den Bunten Abend des Sportvereins Eintracht Rannungen. Schon sie konnten die Zuschauer in der Turnhalle begeistern. Foto: Dieter Britz
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Mal wirbelten kesse Piratinnen und feurige Spanier über die Bühne in der Turnhalle, mal wünschte sich eine junge Dame ganz dringend "wenn ich doch schon 18 wär´". Beim Bunten Abend des FC Einigkeit Rottershausen wurde den Gästen in der ausverkauften Halle ein unterhaltsames und originelles, über vierstündiges Programm geboten.

Durch den Abend führte auch dieses Jahr gekonnt der FCE-Vorsitzende Hergen Vollert, der sich mit Jochen Röder einen ebenbürtigen Assistenten ausgesucht hatte. Melissa Seufert und Christoph Herbst zeichneten für die Organisation des Programms verantwortlich. Nicht zu vergessen: Alexander Walter mit seiner Orgel sorgte auch dieses Jahr musikalische für närrische Stimmung. Besonders bemerkenswert ist, dass sehr viele junge Mitwirkende auf der Bühne standen, ob in den Tanzgruppen, als Büttenredner oder bei den Sketchen.

Akrobatik auf der Bühne

Die stilecht gekleideten und mit Säbeln bewaffneten Piratinnen, die mit ihrem Tanz den Bunten Abend eröffneten, zeigten akrobatische Leistungen und begeisterten das Publikum. Trainiert wurden sie von Tschulia Seufert und Miriam Krampert. Die zehn Mädchen der Garde waren ebenso perfekt mit ihrem ansprechenden Tanz. Trainiert wurde diese Gruppe von Annabell Seufert.

"Die Vorzeigekinder", eine Familie mit Eltern und vier aufmüpfigen Kindern, zeigten, wie es zugeht und wie es zugehen sollte. Sarah Seufert und Simone Herbst hatten diesen Sketch mit den sechs Kindern einstudiert. An John Travolta und den Liebesfilm "Grease" aus dem Jahr 1978 erinnerten die perfekt ausstaffierten Buben und Mädchen in der gleichnamigen Nummer. Auch die Frisuren und die schwarzen Sonnenbrillen waren stilecht. Trainerinnen waren Vanessa Schmitt, Katrin Stefan und Ulrike Kiesel. Als Bauern kamen Nico Wilm und Georg Walter daher. Keine Frage, die zwei Bauern hatten die Lacher auf ihrer Seite. Als echte Nachwuchstalente erwiesen sich eineinhalb Dutzend Buben und Mädchen bei ihrem Tanz "Mädchen gegen Jungs". Trainerinnen waren Cindy Gessner, Silke Gröbner, Cornelia Werner-Hofmann und Claudia Erhard. Was soll ich werden, wenn ich groß bin? Diese wichtige Frage diskutierten in dem Sketch "Berufswunsch" Linda Simon, Hannah Simon und Kimberley Herrrlein. Die eine wird Lehrerin, weil sie da nur 180 Arbeitstage hat und sich frühzeitig pensionieren lassen kann. Die andere will Feuerwehrkommandantin werden, weil man da Überstunden nur bei den Proben macht.

Ihre Eltern mag sie trotzdem

Ein Höhepunkt war der Sketch "wenn ich doch schon 18 wär´" von Antonia Gröbner, die besonders viel Beifall erntete. Sie hat es sehr schwer, denn ihre Eltern haben für ihre hochmodischen Jeans, die mit den vielen Rissen und Löchern, rein gar nichts übrig. In viele Filme darf sie erst ab 18, wenn Besuch da ist und es nett wird, dann muss sie ins Bett. "Solche Oldies sollte man verstecken, trotzdem mag ich meine Eltern sehr", sagt sie. Und wenn sie erst 18 ist, dann trägt sie die neueste Mode, geht mit den tollsten Männern aus und schläft bis nachmittags um drei.

Die 16 jungen Roboter-Teens führten mit Akrobatik und futuristischer Musik die Zuschauer ins Jahr 2095. Einstudiert haben diese Nummer Sonja Wetterich, Anna-Lena Erhard und Florentine Erhard. Bastian Werner erwies sich als wahrer Fußballexperte bei seiner Lesung aus Jogi Löws Buch "Der Ball, das unbekannte Wesen". Er weiß zum Beispiel über den Ball "das Leder außen ist vonnöten, sonst ging die Luft drinnen flöten" oder "wär das Leder außen eckig, dem armen Spieler ging es dreckig". Nach Spanien ging es in der gleichnamigen Show. Diese Gruppe mit 16 jungen Damen und Herren tanzte zu spanischen Rhythmen und wurde vom Publikum mit viel "olé olé " angefeuert. Das "heiße Thema Eheberatung" (so Hergen Vollert) brachten Micha Stahl-Emmer, Volker Stahl und Elisabeth Stahl auf die Bühne. Das Ehepaar Meier kam extra von auswärts, aus Rannungen, zu Doktor Fasel. Der wollte wissen: "Wo liegt das Problem?" Prompt deuteten Herr und Frau Meier jeweils auf den anderen. "Irgendwann, wenn er schläft, dann drück ich ihm das Kissen aufs Gesicht", kündigte sie an und er wusste "ohne sie hätte ich die Probleme gar nicht". Angesichts der Reaktionen im Publikum hatten es die drei auf der Bühne gelegentlich schwer, ernst zu bleiben und lachten selbst mit. Beim Sketch "Klavierspielen" fielen zum großen Vergnügen der Zuschauer die Hosen der elf Mitspieler. Schwungvolle Tänze gab es in der Show "90er" (Trainerin Vanessa Schmitt). Für besondere Effekte sorgten hier die farbigen Leuchtdioden an den Schuhen der jungen Damen. Luca Wilm, Jannik Göller, Moritz Stahl und Elias Stahl boten in ihrer "late night show" einen satirischen Wochenrückblick. Als Überraschungsgast kam Gaby Kanz, ein Urgestein der Bunten Abende, mit Rollator auf die Bühne und erzählte von einer Polizeikontrolle. Den abschließenden "Eklat in der Bar" gab es nur auf der Bühne beim Auftritt des Männerballetts. Diese Nummer wurde von Lena Schmück, Alexander Hofmann und Martin Herbst einstudiert.

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