Mitgenfeld
Weihe

Bürger- und Kriegerverein ist stolz auf die neue Fahne

Der Bürger- und Kriegerverein Mitgenfeld-Breitenbach lässt morgen seine neue Fahne weihen. Die Nachbildung der alten Fahne aus dem Jahr 1921 wurde in der Oberpfalz gefertigt und kommt bei Kirchenfesten, Festzügen und Beerdigungen zum Einsatz.
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Vorsitzender Christian Hüfner präsentiert die neue Fahne des Bürger- und Kriegervereins Mitgenfeld-Breitenbach. Foto: Ralf Ruppert
Vorsitzender Christian Hüfner präsentiert die neue Fahne des Bürger- und Kriegervereins Mitgenfeld-Breitenbach. Foto: Ralf Ruppert
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Vereinsfahnen passen nicht mehr in die Zeit? Das sieht Christian Hüfner, Vorsitzender des Bürger- und Kriegervereins Mitgenfeld-Breitenbach ganz anders: "Ein Verein hat seinen Stolz, da gehört die Fahne einfach dazu." Deshalb haben er und seine Vorstandskollegen auch 2010 in der Mitgliederversammlung vorgeschlagen, die alte Fahne mal wieder auf Vordermann zu bringen. Der Beschluss fiel damals einstimmig, die Restauratoren winkten allerdings ab. "Das hat keinen Wert mehr", hätten alle gesagt, berichtet Hüfner. Also ließ der Verein nun nach dem historischen Vorbild eine neue Fahne sticken. Morgen wird sie geweiht.

"Wir müssen unser Erbe pflegen", spielt Tradition für den 47-Jährigen Hüfner eine große Rolle. Auch wenn er selbst vom Röderhof zwischen Römershag und Riedenberg stammt, fühlt er sich längst voll und ganz als Mitgenfelder.
Seine Frau stammt aus dem Ort, die Familie hat sich ein Eigenheim in der Bergfeld-Siedlung gebaut. Seit 2006 leitet Hüfner nun den Bürger- und Kriegerverein. "Es muss ja irgendwie weitergehen", begründet er seinen Einsatz für den Traditionsverein. Dabei ist der Familienvater viel unterwegs, arbeitet als Ingenieur an der Hochschule in Nürnberg. Dort erhielt er von einem Kollegen auch den Hinweis auf die Behinderten-Werkstätten im ehemaligen Benediktiner-Kloster Michelfeld im oberpfälzischen Auerbach.

Jahreszahlen wurden übernommen

In kräftigen Farben erstrahlt nun die Replik der alten Fahne. Übernommen wurden auch die Jahreszahlen: 1921 dürfte das Original entstanden sein. "Gegründet 1908" steht zudem in der Mitte der Fahne. Da nur 13 Jahre zwischen den beiden Jahreszahlen liegen, sollte man meinen, die Zahl sei verbürgt. Aber: "1955 wurde hier das 100-jährige Bestehen gefeiert, wie die darauf gekommen sind, weiß heute aber keiner mehr", berichtet Hüfner schmunzelnd. Dann wäre der Kriegerverein einer der ältesten Vereine weit und breit. Wahrscheinlicher ist, dass 1955 zehn Jahre nach Ende des Weltkrieges das renovierte Kriegerdenkmal eingeweiht werden sollte - und dafür das Alter des Vereins etwas frisiert wurde.

Der langgediente Fahnenträger des Vereins ist 2. Vorsitzender Norbert Weißenberger. Zu Fronleichnam, Erntedank und Volkstrauertag kommt die Fahne aus dem Feuerwehrhaus. Zudem zu Festzügen in der Region und zur Beerdigung von Mitgliedern. Die alte Fahne wird vermutlich im Feuerwehrhaus bleiben. "Wir sind eng verbunden", beschreibt Hüfner die gute Zusammenarbeit zwischen Wehr und Bürgerverein.
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