Bad Kissingen

Brunnen wieder mit "Mütze"

Der Springbrunnen läuft noch immer nicht. Wie im zum Beginn der Saison im Rosengarten verzögern nun auch hier bestellte aber noch nicht gelieferte Ersatzteile die Inbetriebnahme.
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Sieht aus wie Raumschiff Orion, ist aber der "verkappte" Springbrunnen am Marienplatz. Wegen nicht gelieferter Ersatzteile musste die Stadt die Sanierung unterbrechen. Foto: Thomas Mäuser
Sieht aus wie Raumschiff Orion, ist aber der "verkappte" Springbrunnen am Marienplatz. Wegen nicht gelieferter Ersatzteile musste die Stadt die Sanierung unterbrechen. Foto: Thomas Mäuser
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Eigentlich sollte er schon Mitte Juli wieder springen, der Brunnen auf dem Marieneplatz. Doch nach einiger Zeit des Bauens trägt der Brunnen nun wieder seine "Wintermütze", er ist abgedeckt. Die Sanierungsarbeiten konnten nicht fortgeführt werden, weil nach Angaben der Stadt bisher einige Teile nicht geliefert worden sind.

Wie die Verwaltung schon im Mai wissen ließ, bedurfte der Springbrunnen aufwändiger Instandsetzungsarbeiten.
Die Rede war von defekten Leitungen und einer ebenso maroden Pumpe. Auch die Rohre und die Düsen waren in schlechtem Zustand Teilweise waren die Schäden so groß, dass nur eine Kompletterneuerung verschiedener Bauteile in Frage kam.


Technik nach draußen verlegt

Außerdem verlangt die Gesetzeslage, dass Pumpe und sonstige Technikteile nicht wie bisher im Brunnen selbst sondern außerhalb untergebracht werden müssen. Das Selbe galt übrigens auch für die Wasserspiele im Rosengarten.

So ließ die Stadt außerhalb des 1959 gebauten Brunnens einen Schacht ausheben, in dem Technik und Pumpe Platz finden, die Ausschreibung für die technische Ausrüstung war nach dem Pfingstfest hinausgegangen. Außerdem hat die Stadt ein neues Beleuchtungssystem und eine neue elektronische Steuerung bestellt. Letztere regelt den Betrieb bei extremen Windverhältnissen.


Beschaffung problematisch

Während der Bauarbeiten war der Brunnen natürlich offen, zumal Bohrungen in Brunnenbecken und -schale für die neuen Leitungen nötig waren. Als sich abzeichnete, dass der Brunnen bis zum Rakoczyfest nicht fertig werden würde, bekam er wieder seine Abdeckhaube. Um Unfälle zu vermeiden, so der Pressesprecher der Stadt, Thomas Hack.Warum es mit der Sanierung nicht weiterging, begründet Hack mit dem Ausbleiben bestellter Ersatzteile für die Brunnentechnik. "Ähnlich wie beim Rosengartenbrunnen haben wir erkennnen müssen, dass die Beschaffung von Teilen etwas problematisch ist", sagt Hack.

Dennoch hofft die Stadt, den Marienbrunnen heuer doch noch sprudeln lassen zu können. "Wir gehen von einer Inbetriebnahme im September aus", sagt Hack, "aber wir sind nicht Herr des Handelns."
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