Oberleichtersbach
Sitzung

Breitenbach: Warnung vor der giftigen Raupe

Vorsicht vor dem Eichenprozessionsspinner, mahnt die Oberleichtersbacher Gemeinde bei ihrer Sitzung. Außerdem ging es um einen möglichen Solarpark.
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Sind erst einmal solche Gespinste da, hilft nur noch absaugen. Eine Berührung mit den Gifthaaren der Raupe kann unter anderem zu juckenden und entzündlichen Hautausschlägen führen. Foto: Josef Hofbauer Archiv
Sind erst einmal solche Gespinste da, hilft nur noch absaugen. Eine Berührung mit den Gifthaaren der Raupe kann unter anderem zu juckenden und entzündlichen Hautausschlägen führen. Foto: Josef Hofbauer Archiv
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Martin Bichler, Geschäftsführer der Firma Energiebauern GmbH aus Sielenbach stellte den Oberleichtersbacher Gemeinderäten bei der letzten Sitzung das Projekt "Solarpark Unterleichtersbach" vor. An der Bernbrunner Straße im Ortsteil Unterleichtersbach liege ein geeignetes Gelände für einen etwa acht Hektar großen Solarpark zur Erzeugung elektrischer Energie. Bei einer erforderlichen Investition in Höhe von etwa drei Millionen Euro soll die Anlage jährlich 4,5 Megawatt Strom erzeugen, der ins öffentliche Netz eingespeist werden soll.

Das erforderliche Gelände soll für maximal 30 Jahre von den Eigentümern gepachtet werden. Wird die Anlage nach Ablauf der Zeit nicht mehr genutzt, wird sie vom Betreiber wieder abgebaut. Investor und Betreiber wäre die Firma Energiebauern GmbH, die auch entsprechende Gewerbesteuern an die Gemeinde abführen würde. Der Gemeinderat müsste mit der Zustimmung dieses Projekts einen entsprechenden Bebauungsplan aufstellen lassen. Zunächst sollen Meinungen aus der Bevölkerung dazu eingeholt werden.


NP3 - "ohne uns"

Nach ausgiebiger Diskussion beschloss der Gemeinderat mit drei Gegenstimmen, nicht mit in die Konzeptphase zu einem möglichen Nationalpark "Rhön" einzutreten. Noch lägen zu viele widersprüchliche Informationen zu diesem Thema vor und es seien auch nicht alle Fragen eindeutig beantwortet. Sollte sich allerdings die Gebietskulisse in Richtung Oberleichtersbach verschieben, werde man neu über dieses Thema beraten.

Mit einer Gegenstimme verabschiedete der Gemeinderat die Satzung zur Änderung der Satzung für die öffentliche Wasserversorgungseinrichtung der Gemeinde Oberleichtersbach. Diese Änderung war aus Datenschutzgründen nach dem Einbau von über Funk fernablesbaren Wasserzählern notwendig geworden.


Neubau in "Eller IV"

Dem Antrag auf Verlängerung der Baugenehmigung zum Umbau der bestehenden Werkstatt zum Carport in der Gemarkung Breitenbach, Ringstraße 11 von Regina und Stefan Kleinhenz um weitere zwei Jahre gaben die Räte einstimmig statt. Die Vorlage im Genehmigungsfreistellungsverfahren zum Neubau eines Wohnhauses in der Walter-Müller-Straße 6 im Baugebiet "Eller IV" von Edmund Hahn wurde zur Kenntnis genommen.

Dem Antrag auf Beschaffung von Material und Gerät für die Feuerwehren der Großgemeinde stimmten die Gemeinderäte einstimmig zu. Dafür kommen Kosten in Höhe von 15 976 Euro auf die Gemeinde zu. Ebenso einstimmig beschlossen die Räte einen Förderantrag zur Beschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges für die Freiwillige Feuerwehr Breitenbach-Mitgenfeld zu stellen. Es soll ein Mannschaftstransportwagen angeschafft und in Breitenbach stationiert werden. Das erst im vergangenen Jahr neu angeschaffte Tragkraftspritzenfahrzeug soll in Mitgenfeld stationiert werden. Dazu muss es aber zuvor mit Atemschutzausrüstung ausgestattet werden.

Als Träger öffentlicher Belange stimmte die Gemeinde dem Bebauungsplan "Heppengraben" der Nachbargemeinde Schondra zu.

Bürgermeister Dieter Muth informierte die Gemeinderäte, dass in der Steinertsstraße im Ortsteil Breitenbach mehrere Nester mit Raupen des giftigen und hochgefährlichen Eichenprozessionsspinners entdeckt wurden. Erste Maßnahmen zur Beseitigung der Nester wurden bereits durchgeführt. Er bittet die Bevölkerung um erhöhte Aufmerksamkeit. Entdecke jemand ein solches Nest, sollte er nicht selbst tätig werden, sondern umgehend die Gemeinde oder die Verwaltungsgemeinschaft Bad Brückenau verständigen. Eine Berührung mit den Gifthaaren der Raupe kann zu juckenden Hautausschlägen, Entzündungen der Augenbindehaut sowie zu Reizungen in Hals und Rachen führen.
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