Bad Bocklet
Beschluss

Bockleter Kurpark bekommt Elektro-Ladesäulen

Die Gemeinde Bad Bocklet hat im Jahr 2016 drei Kredite wie geplant getilgt. In der Gemeinderatssitzung präsentierte der Kämmerer die Jahresrechnung.
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Am Kurpark in Bad Bocklet werden künftig zwei Elektro-Ladesäulen aufgestellt. Symbolfoto: Jan Woitas, dpa
Am Kurpark in Bad Bocklet werden künftig zwei Elektro-Ladesäulen aufgestellt. Symbolfoto: Jan Woitas, dpa
Kämmerer Patrick Könen gab darüber hinaus die Jahresrechnung 2016 bekannt. Dabei berichtete er, dass das Ergebnis der Jahresrechnung mit einem Überschuss von rund 1,2 Millionen Euro abschließt. Akkurat stellte er das Zahlenwerk vor und erläuterte dabei außerdem, dass im Haushaltsplan 2016 keine Kreditaufnahmen vorgesehen waren. "Drei Kredite wurden im Jahr 2016 planmäßig vollständig getilgt", freute sich der Kämmerer. Ordentlich Tilgungen wurden in Höhe von rund 363 000 Euro geleistet. Die Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt habe rund 821 000 Euro betragen. "Hierdurch ergab sich eine freie Finanzspanne in Höhe von 458 138 Euro", so Könen.

Im Vergleich zum Jahr 2015 habe sich der Schuldenstand im Jahr 2016 um rund 14 Prozent verringert und liegt nun bei rund 2,2 Millionen Euro. Das bedeutet, dass die Pro-Kopf-Verschuldung 477 Euro beträgt, man befinde sich damit unterhalb des Landesdurchschnitts. Die Allgemeine Rücklage bezifferte der Kämmerer auf rund 500 000 Euro. "Das ist ein sehr erfreuliches Ergebnis", konstatierte Bürgermeister Andreas Sandwall. Der Applaus aus den Reihen der Gemeinderäte zeigte, dass sie mit der Arbeit des Kämmerers und der finanziellen Entwicklung in der Marktgemeinde sehr zufrieden waren.


Förderbescheid über 50 000 Euro

In einem weiteren Punkt ging es um das Bundesförderprogramm Breitbandausbau. Hier galt es, ein Angebot zur Beratungsleistung auszuwählen. Brigitte Fell von der Verwaltung stellte die Möglichkeiten vor. Der Breitbandausbau in Bad Bocklet war im September 2016 erfolgt. Dabei wurde das Gemeindegebiet mit Glasfaserleitungen ausgebaut. "Im Erschließungsgebiet stehen Übertragungsraten von größtenteils 50 Mbit, mindestens jedoch 25 MBit zur Verfügung", so Fell. In Zukunft soll eine flächendeckende Breitbandversorgung von mindestens 50 MBit auch in derzeit noch unterversorgten Gebieten erreicht werden. Dabei biete das Breitbandförderprogramm des Bundes die Möglichkeit, die Ist-Versorgung im Rahmen einer erneuten Markterkundung zu überprüfen.

"Für die Erbringung dieser Planungs- und Beratungsleistungen an ein hierfür geeignetes Beratungsunternehmen haben wir einen Förderbescheid über 50 000 Euro erhalten", so Fell. Das neu aufgelegte Förderprogramm des Bundes habe grundsätzlich zwei Zielsetzungen, nämlich einerseits die Förderung von Beratungsleistungen und andererseits die Förderung des eigentlich Ausbaus. Dabei können beide Stufen einzeln beauftragt werden. In Stufe 1 wird die Ist-Situation der momentanen Versorgung aufgenommen sowie die in Frage kommenden Ausbauszenarien inklusive einer Kostenschätzung dargestellt.
Ebenso auf der Agenda steht die Erstellung eines Leerrohr-Masterplanes sowie die Ermittlung der Wirtschaftlichkeit. "Besonders diesen Leerrohr-Masterplan finde ich sehr wichtig: wenn Tiefbauarbeiten anstehen, dann kann man diese gleich mitverlegen lassen, ohne dass dabei ein großer Mehraufwand entsteht", sagte Geschäftsführer Thomas Beck, wobei ihm der Bürgermeister zustimmte. Wie Brigitte Fell erläuterte, habe man für die Stufe 1 mehrere Angebote eingeholt. Die Firma Dr. Joachim Först (Würzburg) hatte mit 16 125 Euro das günstigste Angebot vorgelegt und "verfügt zudem über ausgezeichnete Referenzen", so Fell. Sie erhielt einstimmig den Auftrag.


Elektroladesäulen am Kurgarten

"Wir sind stolz, dass wir die Förderung von Elektroladesäulen bekommen", freute sich Bürgermeister Sandwall. Die Investitionssumme für die Ladesäulen betrage 25 000 Euro, man könne mit 9800 Euro an Fördergelder rechnen. Thomas Beck stellte das Vorhaben vor: am Parkplatz am Kurgarten sollen in der Nähe des Kreisels zwei Ladesäulen errichtet werden, an denen insgesamt vier Autos geladen werden können. "Wir denken, dass der Parkplatz am Kurgarten hierfür am besten geeignet ist. Hier parken sehr viele Tagesgäste und Touristen. In der Nähe ist auch der Nettomarkt und die Besucher des Ärztehauses können ihre Fahrzeuge hier ebenso laden", erläuterte Beck.
"Es muss noch darüber gesprochen werden, ob für das Laden ein Geldbetrag verlangt werden soll oder nicht", so Sandwall. Darüber müsse man aber erst entscheiden, wenn das Konzept endgültig steht. Er hielt es zudem für sinnvoll, über eine Handyapp die Benutzer zu informieren, ob die Ladesäulen frei sind.
Thomas Beck erläuterte die Voraussetzungen dafür, dass man die Förderung erhält: so müsse man die Ladesäulen in jedem Fall für mindestens sechs Jahre installiert lassen, rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche müsse der Zugang hier gewährleistet sein. Zudem muss der Strom, der für das Laden der Pkw verwendet wird, aus erneuerbaren Energien stammen. "Die Stromladesäulen könnten auch touristisch von Vorteil sein", merkte Peter Holzheimer an.

Im Punkt "Verschiedenes" wurde angesprochen, dass bei zwei Spielplätzen der Gemeinde Bäume auf die Nachbargrundstücke wachsen. Um zu eruieren, ob die Anwohner sich davon gestört fühlen, will die Verwaltung gemeinsam mit Franz-Peter Ullmann von der Unteren Naturschutzbehörde die Nachbarn befragen, ob die Bäume weg sollen.

Die Gemeinderäte wurden darüber hinaus informiert, dass man die Brücke in Nickersfelden für Fahrzeuge ab 2,20 m beschränken will. In der Straße "Hohner Weg" soll die Garage erweitert werden. Einstimmig stimmte der Gemeinderat dem Bauantrag zu unter der Auflage, dass hierfür die erforderlichen Unterschriften der Nachbarn vorliegen müssen.
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