Bad Kissingen
Gesundheitstage

Besucher strömten in die Bad Kissinger Wandelhalle

Das mäßige Wetter am Sonntag war gut für die Veranstaltung: Es trieb die Besucher zu den Vorträgen und in die Bad Kissinger Wandelhalle. Der Förderverein zeigt sich insgesamt zufrieden.
Artikel drucken Artikel einbetten
Was genau bei einer Hüftoperation geschieht, konnten die Besucher am Stand des Orthopädischen Krankenhauses Schloss Werneck bei einer Simulation verfolgen.  Foto: Klaus Werner
Was genau bei einer Hüftoperation geschieht, konnten die Besucher am Stand des Orthopädischen Krankenhauses Schloss Werneck bei einer Simulation verfolgen. Foto: Klaus Werner
+6 Bilder
Eva Maria Roer, die Vorsitzende des Fördervereins Gesundheitswesen, und Projektleiterin Luzia Metz können mit den 16. Bad Kissinger Gesundheitstagen zufrieden sein; die meisten Aussteller und Besucher waren es auch. Der Besuch war "sicher nicht schlechter als 2012", sagte Eva Maria Roer. Die "magische Zahl" von 20 000 Besuchern sei wohl wieder erreicht worden.
Der Freitag sei zäh verlaufen, am Samstag sei es "besser" gewesen, und am Sonntagmittag war kaum ein Durchkommen.

Im kommenden Jahr soll die Kooperation mit dem bayeri schen Gesundheitsministerium fortgesetzt werden. Es soll auch wieder Vorträge in der Wandelhalle geben. Das störe die Aussteller nicht und sei technisch problemlos machbar.

Geboten wurden Informationen von A wie Arthrose bis Z wie Zahnbehandlung. Deshalb waren Dieter und Edeltraud Paul aus Fuchsstadt gekommen. Er braucht ein Implantat. Die Beratung nannte Dieter Paul gut. Er lobte die Veranstaltung. Auch Margot Schmitt aus Werneck hat einen positiven Eindruck gewonnen. Sie wollte sich über Asthma, Diabetes und Rückenschmerzen kundig machen.

Zufriedenheit auch bei den Ausstellern. Erstmals hatte das Burnout-Mobil der "Parkklinik Heiligenfeld" an der Wandelhalle gestoppt. Nach Angaben von Corinna Schumann war die Resonanz positiv, man sei sehr zufrieden. Das Thema sei brisant. Viele hätten wissen wollen, was man vorbeugend gegen eine Depression, die Burnout-Folgeerkrankung, machen kann.


Verhaltener Start

Den wohl größten Stand hatte die Deutsche Rentenversicherung (DRV) Bund. Hier präsentierten sich die drei DRV-Häuser und ihre drei Kooperationspartner im Kreis. Hier hatte Verwaltungsdirektor Horst Schünzel nach 30 Jahren seinen letzten Arbeitstag. Er wird am Montag in den Ruhestand verabschiedet. Auch er zeigte sich insgesamt nicht unzufrieden. Der Besuch sei verhalten angelaufen und habe sich dann jedoch stabilisiert.

Über den guten Zulauf freute sich Carolin Köth (Deegenberg-klinik). Sie beantwortete Fragen zum Haus und seinen Behandlungsmöglichkeiten. Ärztlicher Direktor Peter Deeg beteiligte sich derweil an einer ordentlich besuchten Podiumsdiskussion.

Der Golfclub Bad Kissingen nutzte die Gelegenheit, sich bekannter zu machen und Mitglieder zu werben. Es sei "ein Sport für jedermann", sagte Tatjana Kos. Man wolle herunter von der "elitären" Schiene.


Berührungsängste?

Mehr Interesse hätten sich Annedore Kunz (Hospizverein) und Michael Becher (Selbsthilfegruppe multiple Sklerose) gewünscht. Sie und ihre Mitstreiter anderer Selbsthilfegruppen führten im Gang zum Rossini-Saal ein Stiefmütterchendasein. Zwar wurde Informationsmaterial mitgenommen, doch hätten viele wohl "Berührungsängste".

Auf großes Interesse stieß eine Hüft-OP-Simulation durch Christian Hendrich (Orthopädische Klinik Schloss Werneck). Bei einem solchen mininal-invasiven Eingriff wird das neue Gelenk zementfrei eingesetzt. Der Operateur trägt einen "Astronautenhelm". Dadurch sei die Infektionsgefahr minimal. Die in Werneck sei die geringste in Bayern, sagte der Professor.
Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren