Burkardroth
Kommunalpolitik

Beißende Gerüche im Markt Burkardroth

Abwasser und dessen Aufbereitung treibt derzeit den Marktgemeinderat um. In der jüngsten Sitzung kamen aber auch andere Themen zur Sprache.
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In Premich sorgt die Kläranlage derzeit für Geruchsbelästigung. Foto: Johannes Schlereth
In Premich sorgt die Kläranlage derzeit für Geruchsbelästigung. Foto: Johannes Schlereth

Im Markt Burkardroth sorgt derzeit das Abwasser für Probleme. Das gilt nicht nur für den Ortsteil Stralsbach, sondern auch für Premich. Dort sorgt die Kläranlage für Geruchsbelästigung. Die Ursache ist eine nicht richtig arbeitende Belüftung. "Wir können die Situation so nicht belassen", sagte Bürgermeister Waldemar Bug (ödp) bei der jüngsten Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause. "Wir müssen tätig werden und Abhilfe schaffen."

Der Premicher Gemeinderat Frank Voll forderte, so schnell wie möglich zu handeln: "Es ist nicht wie in Stralsbach. Hier wissen wir, wo das Problem liegt." Die Geruchsbelästigung sei immens. Abhilfe gegen den Gestank sollen neue Lüfter in der Premicher Kläranlage schaffen. Dafür sollen vier generalüberholte Wendelbelüfter eingebaut werden. "Die Kosten dafür liegen bei circa 30.000 Euro", informierte Bug das Gremium. Dabei handele es sich um eine kurzfristige Lösung.

Premich: Lüfter sollen helfen

Denn langfristig soll die Kläranlage erneuert werden.Geschehen soll das laut dem Rathauschef in den nächsten Jahren. "Das Landratsamt hat uns das hinter die Ohren geschrieben", sagte Bug. Dennoch müsse die Gemeindeverwaltung handeln. Daher entschloss sich der Gemeinderat einstimmig dazu, der Verwaltung den Kauf und Einbau der Lüfter zu genehmigen, und die dafür notwendigen Gelder aus dem Haushalt freizugeben.

Zur Sprache kam im Gremium außerdem die Änderung des Bebauungsplans "Brennofen" in Wollbach. "Dafür haben wir 25 Behörden und Träger öffentlicher Belange angeschrieben", teilte Bug mit. Darunter beispielsweise das Wasserwirtschaftsamt, das Amt für ländliche Entwicklung oder die Kreisbrandinspektion des Landkreises Bad Kissingen. "Acht haben der Planung bereits zugesagt, von neun anderen kam keine Rückmeldung." Bedenken kamen dagegen von acht Ämtern und Behörden. Bei dem Großteil handelte es sich um redaktionelle Anpassungen im Plan.

Änderungen im Bebauungsplan

Malte Feltel, vom Ingenieurbüro Stubenrauch, erläuterte Bedenken, Hinweise und Anregungen vor dem Gremium. Das Amt für ländliche Entwicklung forderte etwa, dass der Markt Burkardroth seine Bemühungen zur Revitalisierung des Altorts weiter intensivieren solle. "Dazu ist anzumerken, dass es sich beim "Brennofen" nicht um eine Neuerfindung handelt", sagte Bug. Denn der Bebauungsplan hat seine Wurzeln im Jahr 2006. "Durch die Änderung eines schon bestehenden Bebauungsplans werden ja keine neuen Flächen in Anspruch genommen", merkte Bug an. "Außerdem haben wir ein Konzept zur Innenentwicklung, dass gut angenommen wird." Über 60 Förderanträge von Bauherren seien seit 2013 gestellt worden. Das Gremium war der Meinung, dass damit der Revitalisierung Genüge getan sei. Grünes Licht gab der Gemeinderat drei Bauanträgen und einem Tekturplan.

Ein Thema in der Sitzung vor der Sommerpause war ebenfalls die Außenstelle der Volkshochschule in Burkardroth. Dort gibt es eine personelle Veränderung. "Stilla Wehner, die die VHS bisher mit Herzblut betreut hat, scheidet aus Altersgründen aus", informierte der Bürgermeister. "Ihre Aufgaben übernimmt jetzt Veronika Roth, die bereits an Bord ist." Beschlossen wurde außerdem der Kooperationsvertrag zwischen der VHS Hammelburg und der VHS Bad Kissingen, zu der die Burkardrother Außenstelle gehört. "Um Fördergelder zu erhalten ist eine gewisse Größe notwendig", erklärte Bug. Im Rahmen der Kooperation müssen jedoch auch Organisationskosten gedeckt werden. Im Markt Burkardroth beträgt die jährliche Summe etwa 3700 Euro, informierte der Bürgermeister.

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