Bad Kissingen
Übergabe

Behördenservice aus der Steckdose

In der Kurstadt gibt es jetzt auch die erste Ladestation für Elektrofahrzeuge einer staatlichen Behörde.
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AELF-Mitarbeiterin Theresia Dietz nutzte für ihr Auto die von Behördenleiter Klaus Klingert (Mitte) und Verwaltungsleiter Alexander Grom in Betrieb genommene Ladestation. Sigismund von Dobschütz
AELF-Mitarbeiterin Theresia Dietz nutzte für ihr Auto die von Behördenleiter Klaus Klingert (Mitte) und Verwaltungsleiter Alexander Grom in Betrieb genommene Ladestation. Sigismund von Dobschütz
Nach ersten Ladestationen für Elektrofahrzeuge in Hotels und Kliniken sowie öffentlichen Anlagen der Bad Kissinger Stadtwerke gibt es in der Kurstadt jetzt auch die erste Ladestation einer staatlichen Behörde. Die in dieser Woche in der Georg-Heim-Straße auf dem Parkplatz der Bad Kissinger Außenstelle des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF, Bad Neustadt) in Betrieb genommene Standardversion ist sogar die erste ihrer Serie in Unterfranken. In Kürze soll eine weitere am generalsanierten Behördenzentrum Luitpoldbad im Kurpark folgen.
Anlass für den bayernweiten Ausbau des behördlichen Ladenetzes für Elektrofahrzeuge ist ein Ministerratsbeschluss vom April des Jahres. Demnach sollen in nächster Zeit "189 Ladesäulen an ausgewählten Behördenstandorten die Elektrofahrzeuge noch attraktiver machen", wie Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann betont. In absehbarer Zeit können dann in allen 71 bayerischen Landkreisen und 25 kreisfreien Städten Behördenbesucher ihr Fahrzeug kostenfrei aufladen. Für den Aufbau des Ladenetzes werden 3,8 Millionen Euro bereitgestellt.
"Mit unserer Station sind wir die Pioniere in Unterfranken", freut sich AELF-Behördenleiter Klaus Klingert. Denn diese und folgende Ladestationen seien nicht nur ein moderner Service für Behördenbesucher, sondern "eine interessante, thematische Ergänzung" für das Aufgabenspektrum seines Amtes: Angegliedert an das Bad Neustädter Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten ist nämlich das Fachzentrum für Diversifizierung und Strukturentwicklung. Zu dessen Beratungsleistung gehört neben der Abwicklung der Leader-Förderprogramme und der Unterstützung von Landwirten in alternativen Einkommensmöglichkeiten auch die Energieberatung. "Elektromobilität passt da gut ins Konzept."
Um ein flächendeckendes, behördliches Ladenetz zu erreichen, ist bereits seit 2015 bei allen Neubauten oder Sanierungsmaßnahmen von Behörden mindestens eine Ladesäule vorgeschrieben. "Mit der Verdichtung des behördlichen Ladenetzes soll die Gesamtladeinfrastruktur in Bayern verbessert werden", so Staatsminister Herrmann. "Damit setzen wir zusätzliche Impulse für die Elektromobilität."
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