Anne Cheseaux erwähnte Gespräche, die in den nächsten Wochen stattfinden werden. Ob es sich bei dem potenziellen Betreiber um eine Hotelkette handelt, ließ Frau Cheseaux ebenfalls im Dunkeln. Nur so viel: Eventuelle Wünsche eines Betreibers würden beim Bau berücksichtigt, vor allem im Inneren des Hotels in spe.
Erworben hat die Fürstenhof SA, eine Schweizer Gesellschaft, hinter der russische Investoren stehen, die ehemalige Diabetes-Klinik anno 2008. Noch im Oktober 2010 hatte Andrei Epifanow, einer der Mit-Investoren, betont, dass die Bauarbeiten schon im Herbst 2011 beginnen sollten. Eine Fertigstellung des Projekts sah er für das Jahr 2014. Nun ist es Herbst 2012.

Die Stadt geht aktuell davon aus, dass die Arbeiten vor Ort noch heuer beginnen, so Pressesprecher Thomas Hack. In dieser Richtung habe sich der Bauherr geäußert.


Genehmigung ein Anfang


Hack verwies auf das Stadtblatt vom Juni 2011 und einen dort abgedruckten Beitrag der Fürstenhof SA. Diesem ist zu entnehmen, dass die Baugenehmigung, die der Stadtrat im Herbst vergangenen Jahres erteilt hat, zwar ein wichtiger Meilenstein gewesen sei, aber lediglich der "Anfang der Phase der Detailplanung." Obwohl auf der Baustelle noch nichts zu sehen sei, werde am Projekt Fürstenhof intensiv gearbeitet, heißt es in dem Beitrag.
Zur Detailplanung gehört auch das Thema Immissionsschutz. Hack verweist auf allgemeine Auflagen zum Lärmschutz, die in der Baugenehmigung festgehalten sind. Doch die Stadt geht davon aus, dass der Bauwerber auch während der Saison bauen will. Dazu benötigt er aber eine Befreiung von der städtischen Immissionsschutzverordnung, die eigentlich keine Arbeiten während der Saison zulässt. Bei derartigen Großprojekten sei immer wieder einmal eine Ausnahmegenehmigung erteilt worden, sagt Hack, doch ein entsprechender Antrag der Fürstenhof SA sei noch nicht bei der Stadt eingegangen: "Das müsste jetzt zeitnah passieren."


Planung wie gehabt


Obwohl es bis jetzt nicht nach einem baldigen Baubeginn aussieht, hat sich an den architektonischen Plänen laut Anne Cheseaux nichts geändert. Geplant sind 200 Betten in 135 Zimmern. Unter anderem sollen diese in dem gläsernen Neubau Platz finden, aber auch im bestehenden Gebäude des Fürstenhofes. In letzterem und in der ehemaligen Villa sehen die Planungen eine Wellness- und Beauty-Abteilung vor. Das Café Schweizerhaus soll Tagungszentrum werden, geplant ist zudem eine Tiefgarage mit Ausfahrten zur Boxberger- und zur Bismarckstraße sowie zum Marbachweg. Zur Boxbergerstraße sollen drei dreigeschossige Neubauten mit Appartements entstehen. Die Rede ist von einer Investition von 50 Millionen Euro.