Nüdlingen
Gemeinderat

Bauplätze statt Gräber?

Die Haushaltsberatungen sind in der Schlussphase. Ein Grundstück zur Erweiterung des Friedhofs könnte nun stattdessen für Bauplätze genutzt werden.
Artikel drucken Artikel einbetten
Das Grundstück neben dem Friedhof (auf dem Foto ein Teilbereich) war einst als Erweiterung des Friedhofs vorgesehen. (Im Hintergrund ist der Friedhof zu sehen)           Nun gibt es andere Überlegungen. Foto: Arthur Stollberger
Das Grundstück neben dem Friedhof (auf dem Foto ein Teilbereich) war einst als Erweiterung des Friedhofs vorgesehen. (Im Hintergrund ist der Friedhof zu sehen) Nun gibt es andere Überlegungen. Foto: Arthur Stollberger
+1 Bild

Die Haushaltsberatungen des Nüdlinger Gemeinderates für das Jahr 2019 haben ihre Schlussphase erreicht. In der Sitzung am 7. Mai soll der Haushalt dann verabschiedet werden.

Im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung standen einerseits der Entwurf des Verwaltungs- und Vermögenshaushaltes durch den Geschäftsleiter Stefan Funk und andererseits die Beratung von Anträgen der Fraktionen.

Für die finanzielle Ausstattung des Festkomitees (1250 Jahre Nüdlingen und 50 Jahre Gebietsreform) wollte SPD-Fraktionsvorsitzender Volker Schäfer eine höhere Summe als die zunächst vorgesehenen Mittel von 1000 Euro beantragen. Nachdem Bürgermeister Harald Hofmann (CSU) darauf verwiesen hatte, dass er in der letzten Sitzung des Vereinsrings den Plan der Verwaltung vorgestellt habe, nach der Sommerpause einen Arbeitskreis zu begründen, der sich unter anderem mit der Ausstattung eines Festbudgets befassen solle, zog Volker Schäfer seinen Antrag zurück. Dieser verwies jedoch auf die Kommunalwahl 2020. Es sei daher erforderlich, dass die Haushaltsberatungen für 2020 bereits im Dezember 2019 oder im Januar 2020 abgeschlossen sein sollten.

Bei Stimmengleichheit von acht zu acht wurde der Antrag des Bürgerblocks abgelehnt, die Errichtung von Solaranlagen auf gemeindeeigenen Gebäuden zu prüfen. Theodor Hein zeigte sich enttäuscht.

Angesichts des Trends, dass Erdbestattungen zurückgehen, Urnenbestattungen aber immer stärker gewünscht werden, gab es zwei Fraktionsanträge, die sich mit der Bebauung der bisherigen Friedhofserweiterung befassten. Volker Schäfer (SPD) und Matthias Weber (Junge Liste) stellten Antrag auf Umwandlung der Fläche in Bauplätze. Dafür gab es mit 16 Ja-Stimmen große Zustimmung.

Einem Antrag des Bürgerblocks, der für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan (Seniorenwohnanlage) 11 500 Euro an Finanzmitteln für den Haushalt forderte, folgten 15 Ratsmitglieder und stimmten mit "Ja".

Ein weiterer Antrag des Bürgerblocks, der sich im Hinblick auf die Innenentwicklung für die Erstellung eines Leerstandskatasters aussprach, wurde mit 15:1 Stimmen befürwortet. Mit 3 : 13 Stimmen abgelehnt wurde dagegen der Antrag des Bürgerblocks auf Erstellung eines Solarkatasters.

Der Antrag der SPD-Fraktion, das Marketing für ein Nahwärmenetz mit 31 000 Euro voranzutreiben, fand mit 15 : 1 Stimmen eine klare Mehrheit.

Angenommen wurde der Antrag der SPD-Fraktion, für die Errichtung einer Kneipp-Anlage zwischen Schenkgasse und Kochgasse 70 000 Euro dafür vorzusehen.

Der Antrag des Bürgerblocks auf Errichtung von zwei (statt einer) Ladesäulen für E-Fahrzeuge wurde mit 10 : 6 Stimmen befürwortet.

Keine Mehrheit ergab sich für den Antrag des Bürgerblocks auf Errichtung einer Freiflächen-Photovoltaik-Anlage auf der ehemaligen Erdaushubdeponie. Es gab bei fünf Ja-Stimmen elf Nein-Stimmen.

Für den Finanzplan 2018 bis 2022, den die Verwaltung vorstellte, ergab sich eine klare Zustimmung.

Der Gemeinderat beschloss, dass die Anschreiben für die Machbarkeitsstudie Nahwärmenetz an die Grundstückseigentümer gesandt werden, deren Gebäude unmittelbar an der Hauptstrasse der beiden Varianten liegt. Es gab 15 Ja-Stimmen und eine Nein-Stimme.



was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren