Bad Kissingen
Nominierung

Bad Kissinger CSU geht mit Schneider an der Spitze in die Stadtratswahl

Die Kissinger CSU hat ihre Liste für die Stadtratswahl beschlossen. Auf dem ersten Platz steht der OB-Kandidat. Auf dem letzten die langjährige Stadträtin Karin Renner.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Kissinger CSU hat ihre Liste für die Stadtratswahl im März beschlossen.  Siegfried Farkas
Die Kissinger CSU hat ihre Liste für die Stadtratswahl im März beschlossen. Siegfried Farkas

Die Ortsverbände der CSU in Bad Kissingen haben jetzt bei einer Stadtversammlung ihren Kandidaten für die Stadtratswahl im März 2020 nominiert. Wie Steffen Hörtler, der Vorsitzende des Ortsverbands Bad Kissingen und der Stadtratsfraktion, berichtet, erfolgt die Aufstellung der Liste mit großer Mehrheit und Übereinstimmung. Die Versammlung habe die Liste ohne Veränderungen und "mit der geforderten beeindruckenden Mehrheit" beschlossen.

Für diese Geschlossenheit hatten Hörtlers Angaben zufolge zuvor CSU-Kreisvorsitzender Sandro Kirchner und Gerhard Schneider, der OB-Kandidat der Christsozialen, eindringlich geworben. Kirchner habe herausgestellt, wie wichtig große Geschlossenheit aller Mitglieder für den Erfolg der Partei sei. Und auch Schneider bat die Versammlung um ein eindeutiges und starkes Votum.

Eine starke Mannschaft sei sein ausdrücklicher Wunsch für den bevorstehenden Wahlkampf. Wie Steffen Hörtler im Namen aller vier Ortsverbände erklärte, hatten die Ortsverbände die Liste "in einer langen und fairen Diskussion" zusammengestellt.

Stadträte wieder auf der Liste

Auf der Liste der CSU für die Stadtratswahl stehen in dieser Reihenfolge Gerhard Schneider, Steffen Hörtler, Thomas Leiner, Dr. Gudrun Heil-Franke, Wolfgang Lutz, Nikola Renner, Dr. Alexander Siebel, Daniele Rauschenbach, Martina Greubel, Ulrich Wittfeld, Klaus Bollwein, Thomas Schlembach, Wolfgang Wöhning, Fritz Lang, Martina Lutz, Carsten Martin, Michael Rüth, Ralf Strauch, Alwin Minnich, Laura Reiter, Dorothea Deeg, Dr. Markus Albert, Prof. Winfried Perseke, Rebekka Wunderwald, Ludwig Büchner, Isabel Vorbeck, Johannes Messerschmitt, Jens Wunderwald und Karin Renner.

Auffallend ist, dass alle acht verbliebenen der ursprünglich zehn Stadtratsmitglieder der CSU - Bernhard Schlereth und Michael Heppes haben die Fraktion bekanntlich verlassen - wieder auf der Liste stehen. An der Platzierung kann man zumindest tendenziell ablesen, wen die CSU auf jeden Fall in den Stadtrat bringen möchte.

Gerhard Schneiders Risiko

Dass OB-Kandidat Gerhard Schneider auf Platz eins steht, soll sicherlich zusätzlich Stimmen für die Stadtratsliste bringen. Ein gewisses Risiko ist aber damit verbunden. Sollte Schneider nicht zum Oberbürgermeister gewählt werden, hätte er ein Problem mit dem Stadtratsmandat.

Nicht in den Stadtrat gewählt werden dürfen nämlich Beamte und leitende oder hauptberufliche Arbeitnehmer einer Kommune. Schneider ist geschäftsleitender Beamter der Stadt.

Wittfeld diesmal auch dabei

Dass sie sich zwar zurückziehen, gleichzeitig der Partei aber noch einmal helfen möchte, könnte der Grund sein, warum die langjährige Stadträtin Karin Renner diesmal nur auf Platz 30 kandidiert. 2014 stand sie noch auf der Drei.

Dafür rückt ihre Tochter Nicola Renner diesmal von Platz 30 der Liste auf die Sechs vor. Neu unter den ersten zehn auf der Liste zu finden sind außerdem Alexander Siebel und Daniele Rauschenbach.

Stadträtin Martina Greubel steht auf der Neun und damit einen Platz besser als 2014. Ihre Fraktionskollegen Klaus Bollwein und Thomas Schlembach kandidieren wieder auf den Listenplätzen elf und zwölf.

Ulrich Wittfeld ist diesmal ebenfalls auf der Liste zu finden. Er ist zwar auch diesmal, wie 2014 trotz Bewerbung nicht zum OB-Kandidaten der Kissinger Christsozialen gekürt worden. Sollte er von Platz zehn in den Stadtrat gewählt werden, müsste er im Falle eines erneuten Versuchs als OB-Kandidat 2026 aber nicht so aus dem Off antreten, wie heuer.Siegfried Farkas

Kommentare (1)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren