Bad Kissingen
Kisssalis

Bad Kissinger Bauausschuss berät Bebauungsplan

Bei "Sonnenhotels" liegt die Planung des Thermen-Hotels im Zeitplan, die Bauarbeiten sollen im Sommer starten. Die Sauna-Erweiterung wird im Januar oder Februar eröffnet, die ehemalige Baumschule wurde "auf Vorrat" ersteigert.
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Auf seine Facebook-Seite hat Architekt Harald Dau bereits Ansichten vom Thermen-Hotel an der Kisssalis gestellt: Vorne sind die Spa-Suiten, als Erdhäuser mit eigener Sauna, zu erkennen, dahinter das eigentliche Hotel, im Hintergrund die Therme. Foto: Ralf Ruppert
Auf seine Facebook-Seite hat Architekt Harald Dau bereits Ansichten vom Thermen-Hotel an der Kisssalis gestellt: Vorne sind die Spa-Suiten, als Erdhäuser mit eigener Sauna, zu erkennen, dahinter das eigentliche Hotel, im Hintergrund die Therme. Foto: Ralf Ruppert
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Es tut sich viel rund um die Kisssalis-Therme: Bereits im Mai haben die Stadtwerke Bad Kissingen die ehemalige Baumschule Löblein ersteigert, aktuell wird die Kisssalis-Sauna erweitert, für Januar oder Februar ist die Eröffnung geplant, und im Dezember berät der Bauausschuss des Stadtrates über den vorhabenbezogenen Bebauungsplan für das Thermen-Hotel. "Der Plan ist soweit fertig, am Konzept und an den Kosten hat sich nichts geändert", sagt Andreas Dörschel, Geschäftsführer der "Sonnenhotels Deutschland", die das 13 650 Quadratmeter große Grundstück von den Stadtwerken gekauft haben.

Dörschel hofft, dass der Bebauungsplan bis März rechtskräftig ist und seine Gesellschaft dann den eigentlichen Bauantrag fürs Hotel einreichen kann. "Dann können wir im Sommer mit dem Bau beginnen, wir rechnen mit einer Bauzeit von zwei Jahren." Das Hotel könnte also im Sommer 2022 zusammen mit dem neuen Hallenbad (siehe Titelseite) eröffnen. "Wir finden es sehr positiv, dass es da ein zusätzliches Angebot gibt", kommentiert Dörschel die Hallenbad-Pläne der Stadtwerke.

23,6 Millionen Euro will "Sonnenhotels Deutschland" investieren: Geplant sind 130 Zimmer, darunter neun separate "Spa-Suiten" in Erdhäusern. Der Bauherr schafft zudem 180 Pkw-Stellplätze in einem Parkhaus. Auch Thermen-Besucher könnten tagsüber das Parkhaus nutzen, betont Dörschel, falls es auf den bisherigen Parkplätzen zu eng wird. Auch die Stadtwerke wollen weitere Stellplätze schaffen, indem der Wohnmobil-Stellplatz auf ein Grundstück südöstlich der Therme verlagert wird. "Die Bauleitplanung ist bis auf den Satzungsbeschluss abgeschlossen", teilt Rathaus-Sprecher Thomas Hack zu diesem Projekt mit.

In vollem Gang ist aktuell die Erweiterung der Sauna. Bereits im Jahr 2010 war die 2004 eröffnete Sauna zum ersten Mal vergrößert worden. "Wir haben die Therme immer weiter entwickelt", sagt Oberbürgermeister Kay Blankenburg (SPD). "Wir brauchen mehr Ruhe-Bereiche für erholungssuchende Menschen", begründet Stadtwerke-Geschäftsführer Manfred Zimmer die aktuelle Aufstockung.

Der Rohbau sei abgeschlossen, seit September sei das Gebäude dicht, die Fenster sind eingebaut. Die lautesten Arbeiten, die auch bei einigen Sauna-Gästen für Ärger gesorgt hätten, seien damit beendet. Jetzt laufe der Einbau der Lüftung und der Elektroinstallation, danach folgen die Böden: "Wir verbauen dort viel Holz, es wird eine Wohnzimmer-Atmosphäre geschaffen", berichtet Zimmer.

Ins Stocken geraten sei die Sauna-Erweiterung durch die angespannte Lage auf dem Bau: Die Suche nach Handwerkern verzögerte das Projekt. "Aber wir haben's im Griff", betont Zimmer. Bei den Kosten rechne er mit einer leichten Steigerung von den geplanten 1,6 Millionen Euro auf "knapp zwei Millionen Euro". In Absprache mit dem Hotel-Betreiber wollen die Stadtwerke außerdem zusätzliche Räume für Wellness-Anwendungen schaffen: Hotel-Gäste sollen am Ende des Bademantel-Gangs auf weiteren rund 500 Quadratmetern Massagen oder Beauty-Anwendungen genießen können.

Vorerst ohne konkreten Hintergedanken haben die Stadtwerke die ehemalige Baumschule Löblein ersteigert: Die Stadt Bad Kissingen hatte im Frühjahr wegen offener Forderungen die Zwangsversteigerung angestoßen. "Die Chance bietet sich vielleicht nicht noch einmal", sagt Zimmer auf Nachfrage zu dem Grundstück direkt unterhalb der Therme. Das Areal sei "auf Vorrat" ersteigert worden: "Wir müssen Vorsorge treffen für alles, was noch kommen könnte." Die aktuelle Planung der Wohnmobilstellplätze oder des Hotels blieben davon unberührt: "Vorerst passiert dort nichts", sagt Zimmer über die ehemalige Gärtnerei.

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