Bad Kissingen
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Bad Kissinger Alpenverein veranstaltete einen Gletscher-Grundkurs

Der Kissinger Alpenverein veranstaltete einen Gletscher-Grundkurs.
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Die  Kursteilnehmer im steilen Gletschereis.  Heinz Steidle
Die Kursteilnehmer im steilen Gletschereis. Heinz Steidle
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Schon früh um 3 Uhr starteten sechs Teilnehmer eines Gletscher-Grundkurses der Sektion Bad Kissingen im Deutschen Alpenverein, um mit ihren Tourenleitern Lukas Keller und Andi Grau bei herrlichem Wetter und milden Temperaturen über die Großglockner-Hochalpenstrasse zur Franz-Josef-Höhe, hoch über der Pasterze zu gehen.

Schon um halb Elf begann der Aufstieg zur Oberwalder Hütte, der Unterkunft für die folgenden Tage. Kurz vor dem Gletscher gab es bereits die erste Einweisung in die Handhabung von Karte und Höhenmesser. Dann wurde angeseilt und die Teilnehmer durften in zwei Seilschaften gleich die Führerrolle übernehmen.

Der Schlussanstieg durch die ausgeaperte Steilflanke des Gletschers forderte volle Konzentration. Um 13.30 Uhr wurde die Oberwalder Hütte auf 2973 Metern erreicht. Nach kurzer Rast ging es trotz starken Windes auf eine kleinen Akklimatisationstour zum Eiswandbichl auf 3200 Metern.

Am Abend fand dann die Vorbesprechung für den nächsten Tag statt. Geplant wurde eine Tour zum Großen Bärenkopf (3250 Meter). Dieses Pläne wurden jedoch am 2. Tag vom Wetter mit starken Windböen um die 50 km/h durchkreuzt. Statt der Tour wurden die Ausbildungsinhalte wie Spaltenbergung, Gehen mit Steigeisen in steilem Gelände, Klettern im Steileis mit zwei Eispickeln vermittelt und zu guter Letzt wurden noch Rutsch- und Fallversuche in einer Schneeflanke mit allen Variationen geübt.

Am 3.Tag meinte es der Wettergott gut mit den Bergsteigern, sodass die geplante Tour zum großen Bärenkopf doch stattfinden konnte. Auch dabei wurden die Kursteilnehmer morgens gleich gefordert und durften ihren zuvor geplanten Weg zur Keilscharte suchen und anschließend zum ausgesetzten Gipfel des Großen Bärenkopfes auf 3396 Metern klettern, der sich mit einer großen Windfahne zeigte. Nach knapp vier Stunden erreichten alle den Gipfel.

Der 4. und auch schon der letzte Tag begannen mit dem Zustieg zu einer großen Spalte auf dem Oberen Pasterzenboden, die einen imposanten Einblick in das Innere des Gletschers bot.

Letztes Ziel war der mittlere Burgstall. Von dem hat man einen Ausblick auf die komplette Nordseite der Glocknergruppe und die Pasterze, den längsten Gletscher Österreichs. Ein kurzer Gegenanstieg führte zurück zur Hütte. Die Rucksäcke wurden geholt und die Tourenleiter besprachen noch kurz den Kurs mit den Teilnehmern, bevor es auf die Heimreise ging. Heinz Steidle

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