Bad Kissingen
Verlegung

Bad Kissingen: Radweg kommt näher an Hochwasserdeich

Der Radweg vom Schweizerhaussteg zum Hallenbad geht durch einen Biergarten. Damit sich Gäste und Radler nicht in die Quere kommen, wird der Weg verlegt.
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Der Radweg zwischen Schweizerhaussteg und Hallenbad wird künftig um den Biergarten herum, anstatt durch ihn durch führen. Foto: Thomas Malz
Der Radweg zwischen Schweizerhaussteg und Hallenbad wird künftig um den Biergarten herum, anstatt durch ihn durch führen. Foto: Thomas Malz

Der Biergarten vom Hotel Bayerischer Hof ist nicht nur schön im Park und in unmittelbarer Nähe zu den Kuranlagen gelegen, sondern über Salinenpromenade und Radweg auch gut zu erreichen. Dabei hat dort aber gerade der Radweg in der Vergangenheit für Probleme gesorgt. Denn er führt direkt an der Essens- und Getränkeausgabe des Kiosks vorbei und trennt diesen Bereich von der Wiese, die mit Biertischen und -bänken zum Verweilen einlädt. Das heißt, wer sich am Kiosk etwas bestellt, in der Warteschlange steht oder zu seinem Sitzplatz geht, muss bislang aufpassen, dass er keinem Radfahrer in die Quere kommt.

"Das war keine gute Situation", sagt Stadtrat Richard Fix (Grüne). Er hatte sich deshalb dafür eingesetzt, den Radweg auf den Hochwasserdamm zum Fußgängerweg zu verlegen. "Bei einem Treffen im Januar mit Stadt und Staatsbad ist das besprochen worden", berichtet er. Mit seinem Vorschlag habe er sich nicht durchsetzen können.

Die Kurverwaltung will dennoch diese Konflikt- und Gefahrensituation beseitigen. Der Kompromiss: "Der Radweg wird um einige Meter in Richtung Hochwasserdamm versetzt", sagt Ines Hartmann, Pressesprecherin bei der Staatsbad GmbH. Der Weg soll um den Biergarten herumverlaufen, anstatt durch ihn hindurch zu führen. Wo die neue Trasse verlaufen wird, ist schon zu erahnen. Mitarbeiter der Kurgärtnerei haben diese Woche den Boden ausgebaggert. "Diese Baumaßnahme soll den Radverkehr vor dem Biergarten des Hotels entzerren, Gefahrenstellen reduzieren und eine bessere Übersichtlichkeit für die Radfahrer ermöglichen", erklärt sie. Die Arbeiten werden voraussichtlich zwei Wochen dauern. Es seien keine wesentlichen Beeinträchtigungen für den bestehenden Radweg zu erwarten. "Der Verkehr wird planmäßig einen Tag umgelenkt", sagt Hartmann. Zur Höhe der Baukosten konnte die Staatsbad GmbH bis Redaktionsschluss keine Angaben machen.

Richard Fix wäre die Lösung auf dem Hochwasserdeich zwar lieber gewesen, weil diese ohne zusätzliche Baukosten ausgekommen wäre. Dennoch begrüßt er den Kompromiss. Ähnlich sieht das auch Stefan Kuhn vom Fahrradverleih Quellenhof. "Von Radfahrerseite war diese Stelle nie prickelnd. Da gab es immer Berührungspunkte mit Fußgängern", sagt er. Gerade wenn dort Radgruppen unterwegs waren, war es sehr eng. "Es ist auf jeden Fall besser, wenn man den Radweg außen herum laufen lässt", findet er.

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