Bad Kissingen

Bad Kissingen: Münchner Straße noch drei Wochen gesperrt

Die Ertüchtigung der Busbucht in der Münchner Straße zieht sich bis ins neue Schuljahr, trotzdem gibt es keine Einschränkungen beim Busverkehr. In der Münnerstädter Straße wird die Sperrung der Bundesstraße genutzt.
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Noch rund drei Wochen ist der untere Teil der Münchner Straße in Bad Kissingen gesperrt.Ralf Ruppert
Noch rund drei Wochen ist der untere Teil der Münchner Straße in Bad Kissingen gesperrt.Ralf Ruppert
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An zwei Stellen im Straßennetz der Kernstadt wird aktuell gebaut: In der Münchner Straße verstärkt die Stadt nach der Erneuerung einer Busbucht im Dezember eine zweite Bucht, die Dauer-Baustelle Erhardstraße erstreckt sich seit einigen Tagen bis in die Mitte des Stadtringes. "Mit der Kanal-Baustelle sind wir jetzt mitten in der Kreuzung", berichtet Marcel Zimmermann von der Tiefbauabteilung der Stadt. Während in der Erhardstraße noch Monate gebaut wird, soll die Sperrung der Münchner Straße Mitte September aufgehoben werden.

"Unterhalb des Berliner Platzes ersetzen wir an einer weiteren Busbucht den Asphalt durch Beton", sagt Zimmermann. Die schweren Busse verschieben gerade bei Hitze seit Jahren den Fahrbahnbelag in der Münchner Straße. In den Rissen und Verdrückungen bildeten sich Pfützen. Deshalb ließ die Stadtverwaltung Ende 2018 an der ersten Busbucht aus Richtung Innenstadt den Asphalt ausbauen und eine mit Metall bewehrte Beton-Platte einbauen.

Die Tiefbauabteilung will mit diesem Provisorium die Zeit bis zu einer endgültigen Neugestaltung des Berliner Platzes überbrücken. Die erste Beton-Platte habe sich auch bewährt: "Die Druckbelastung der Busse verteilt sich", berichtet Zimmermann. Deshalb sollte eigentlich in den Sommerferien die zweite Busbucht ähnlich umgestaltet werden. "Die Ausschreibung hat gut gepasst", sagt der Mitarbeiter der Tiefbauabteilung, die Beton-Platte sei bereits in der vergangenen Woche gegossen worden. "Die muss jetzt noch einige Wochen aushärten, bevor sie befahrbar ist." Eine "Besenstrich"-Oberfläche sorge auch dafür, dass sie griffiger ist als eine übliche Beton-Fläche.

Im Randbereich muss zudem noch die Fahrbahn angeglichen werden, der Asphalt ist bereits geschnitten, allerdings werde der neue Asphalt vermutlich erst in der ersten Schulwoche eingebaut. Zimmermann hofft, dass die Straße dann im Laufe der zweiten Schulwoche freigegeben werden kann. Bis dahin dürfen Autofahrer aus der Von-Hessing-Straße kommend geradeaus bis zum Theaterplatz durch fahren.

Die Umleitung ist also ebenso von der Baustelle im Winter übernommen. Auch einzelne Haltestellen der Stadtbuslinie verschieben sich. Die Kosten für die Ertüchtigung der Bus-Bucht schätzt Zimmermann auf rund 75 000 Euro.

Bauamt für Kreuzung zuständig

In Verlängerung der Münchner Straße wurde die Erhardstraße bereits bis zur Bibrastraße erneuert. Die Stadtwerke legen im Untergrund neue Wasser-, Strom- und Gasleitungen, die Stadt ist für Kanal und Straße zuständig. Rund um die Kreuzung mit dem Stadtring werde beim Straßenbau lediglich der Leitungsgraben verfüllt: "Wir machen dort keinen Voll-Ausbau", stellt Zimmermann klar, denn: Rund 60 Meter zu beiden Seiten der Kreuzung sei das Staatliche Bauamt zuständig. Deshalb werde dort die Straße nur provisorisch geschlossen, bis endgültig entschieden sei, ob und wann die Kreuzung entweder erneuert oder zum Kreisverkehr umgebaut wird.

Der Verkehr wird derzeit mit einer Geschwindigkeitsbeschränkung auf zehn Stundenkilometer über den befestigten Randstreifen oberhalb der Kreuzung geleitet. Wenn die Baustelle in der Mitte der Kreuzung angekommen sein, werde es eine ähnliche Lösung auf der anderen Seite geben. Erneuert wird der Kanal bis nach der Einmündung der Zoller- und der Veit-Stoß-Straße.

Die Stadtverwaltung will außerdem die Sperrung der Bundesstraße bei Nüdlingen und den damit verbundenen geringeren Verkehr nutzen, um kleinere Schäden in der Münnerstädter Straße auszubessern. Laut Vertrag mit dem Staatlichen Bauamt ist die Stadt dort für den Straßenunterhalt zuständig. Die Schäden seien vor kurzem aufgenommen worden und würden in den kommenden Wochen bearbeitet. Dafür seien voraussichtlich nur halbseitige Sperrungen notwendig.

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