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Bad Kissingen
Landesausstellung

Bad Kissingen ist Ankerpunkt bei "Main und Meer"

Bad Kissingen ist ein "Ankerpunkt" der Landesausstellung "Main und Meer" in Schweinfurt. Allerdings startet im Staatsbad die Präsentation erst mit Verzögerung.
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Salz gibt es nicht nur im Meer, sondern auch in Bad Kissingen. Hier wurde es seit dem 16. Jahrhundert in der einst riesigen Saline gewonnen.  Foto: Edgar Bartl
Salz gibt es nicht nur im Meer, sondern auch in Bad Kissingen. Hier wurde es seit dem 16. Jahrhundert in der einst riesigen Saline gewonnen. Foto: Edgar Bartl
Die Eröffnung der Bayerischen Landesausstellung "Main und Meer" in der Schweinfurter Kunsthalle war Chefsache: Gekommen war viel Prominenz mit Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) an der Spitze. Sie ließen "die Veranstaltungswelle anrollen" (O-Ton Faltblatt). Ein paar Tropfen davon schwappen demnächst bis nach Bad Kissingen.

Denn das Staatsbad ist einer von drei "Ankerpunkten". Die sollen auf die Präsentation im nahen Schweinfurt aufmerksam machen, sagte Angelika Schreiber von der Veranstalterin, dem Haus der Bayerischen Geschichte in Augsburg. (HdBG) Die wissenschaftliche Mitarbeiterin hat "Main und Meer" mitkonzipiert. Ein Teil davon befasst sich mit Bad Kissingen, das "von der Historie her ein toller Ort" sei.

Hochwasser als Unheilsbringer

Außerdem wolle man mit den "Ankerpunkten" - neben Bad Kissingen noch Homburg am Main und Volkach - darauf aufmerksam machen, dass es viele schöne und interessante Dinge außerhalb Schweinfurts gebe.

Der "Ankerpunkt" Bad Kissingen ist mit "Salzwasser gibt es nicht nur am Meer" überschrieben. Hier wird Sole seit dem 16. Jahrhundert in der Saline konzentriert. Außerdem geht es, sagt Angelika Schreiber, um das Hochwasser 1909 als "Unheilsbringer" und um die Wandelhalle. Dort, am Gradierbau und im Rosengarten werden "historische Fernrohre" aufgestellt.

Das, so Bad Kissingens Kulturreferent Peter Weidisch, seien 2,40 Meter hohe Stelen, die einen "Durchblick auf Bilder" ermöglichen. Allerdings können Interessenten noch nicht in ein Fernglas schauen, sondern vorerst nur in die berühmte Röhre.

Denn die Stelen wurden erst vor wenigen Tagen geliefert. Sie sind noch sicher verpackt. Es mussten und müssen zunächst noch die Fundamente gegossen werden. Erst dann werden die Stelen postiert. Voraussichtlich, so Peter Weidisch, in der Woche nach Pfingsten. Das Fernrohr in der Wandelhalle hat noch deutlich mehr Verspätung. Es werde im Rahmen eines Pressetermins vorgestellt: am 27. Juni. Also in gut sechseinhalb Wochen.

Virtuelle Rekonstruktion

Dafür wird hier aber auch einiges geboten: Unter anderem wird es eine virtuelle Konstruktion des eisernen Brunnenpavillons geben, sagt Peter Weidisch. Das von ihm geleitete Stadtarchiv und das Haus der Bayeri-schen Geschichte haben diesen Ankerpunkt gemeinsam erarbeitet. Dazu gibt es nicht nur Info-Texte, sondern auch Vergleiche zwischen gestern und heute.

Außerdem locken Ausstellung und "Ankerpunkt" mit Vergünstigungen: Inhaber der Bad Kissinger Kurkarte bekommen in Schweinfurt Rabatt. Wer ein Ticket von "Main und Meer" hat, spart beim Besuch des Bad Kissinger Bismarck-Museums.

Es gibt aber noch eine Verbindung: Der Bad Kissinger Kabarettstar Michl Müller wirbt für "Main und Meer". Für den "Dreggsagg" gehört der Main zur Familie "wie Opa, Oma, Hund und Katz'". Allerdings findet er es etwas seltsam, dass die Idee zu dieser Landesausstellung aus Altbayern kommt.

Das schadet der Präsentation nicht. Angelika Schreiber erwartet mehr als 100.000 Besucher: "Wir hoffen, dass es sechsstellig wird." Schon im Vorfeld habe es große Resonanz gegeben.

Riesen-Reblaus und Mini-U-Boot

Geboten wird in der Kunsthalle eine Reise in den Wasserwelten des Mains. Dort, so das Haus der Bayerischen Geschichte, treffe Natur auf Kultur. Die Ausstellung biete Aktiv- und Versuchsstationen, zeige eine Riesenreblaus und ein Mini-U-Boot.

In Bad Kissingen sind am Samstag und Sonntag, 21. und 22. September, Sonderführungen durch das Museum Obere Saline (Thema: Salz und Salzgewinnung) sowie Schausieden.

Außerdem ist in Bad Kissingen der "Salzweg" zu sehen. Er verläuft an der Saale entlang und zeigt die historischen Stätten der Salzgewinnung von der Oberen Saline bis zum Gradierbau.

Wer Veranstalter sind das Haus der Bayerischen Geschichte in Augsburg und die Stadt Schweinfurt.

Wo Die Landesausstellung "Main und Meer" findet in der Kulturhalle Schweinfurt, dem früheren Ernst-Sachs-Bad, in der Rüfferstraße 4 statt. Damit verbunden sind zahllose Veranstaltungen jeglicher Art in Schweinfurt und an einer Mainbühne. Die Programmübersicht hat knapp 100 Seiten.

Wann Geöffnet ist "Main und Meer" bis zum 13. Oktober täglich von 9 bis 18 Uhr
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Was Die Ausstellung bietet Kreuzfahrten durch die wechselhafte Geschichte des 530 Kilometer langen bayerisch-fränkischen Gewässers, das an die Meere angeschlossen ist.

Wie viel Erwachsene zahlen acht Euro Eintritt, Jugendliche nur zwei. Es gibt Ermäßigungen, Familienkarten und Führungen auch für Schulklassen (Buchung unter 0821/ 4505 7457 zum Ortstarif).

Mehr Informationen beim Haus der Bayerischen Geschichte und unter www.mainundmeer.de.
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