Bad Kissingen
Stadtentwicklung

Bad Kissingen: Finanzielle Anreize für Haussanierer in der Altstadt

Die Verwaltung will mit finanziellen Anreizen Eigentümer überzeugen, in marode Häuser in Sanierungsgebieten zu investieren.
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Die Weidgasse mit ihren maroden Gebäuden ist Teil des Sanierungsgebietes. Die Stadt will über finanzielle Anreize versuchen, dass Eigentümer in solche Objekte investieren. Benedikt Borst
Die Weidgasse mit ihren maroden Gebäuden ist Teil des Sanierungsgebietes. Die Stadt will über finanzielle Anreize versuchen, dass Eigentümer in solche Objekte investieren. Benedikt Borst
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Wenn es nach der Verwaltung geht, sollen in den nächsten Jahren viele leerstehende und marode Gebäude aus dem Stadtbild verschwinden. Um das zu erreichen, hat der Stadtrat zwei Sanierungsgebiete für die Altstadt sowie den östlichen Umgriff ausgewiesen. Die sind seit kurzem rechtskräftig. "Wir wollen dafür sorgen, dass sich dort etwas entwickelt und dass das Stadtbild aufgewertet wird", sagt Oberbürgermeister Kay Blankenburg (SPD).

Die Sanierungsgebiete sollen finanzielle Anreize setzen, damit Hausbesitzer in ihre Immobilien investieren und diese modernisieren. "Alle Eigentümer haben die Möglichkeit, steuerliche Abschreibungen in Anspruch zu nehmen beziehungsweise einen Zuschuss aus dem kommunalen Förderprogramm zu erhalten", sagt Janine Friedrich, Mitarbeiterin in der Stadtplanung.

Förderung für künftige Projekte

Die wichtigsten Informationen hat die Stadt jetzt in einem Ratgeber für Eigentümer zusammengestellt und in den betroffenen Gebieten verteilt. Blankenburg betont, dass die Verwaltung zwar allgemeine Hinweise in Bezug auf die steuerlichen Möglichkeiten gibt, die aber entsprechende fachliche Auskünfte von einem Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer nicht ersetzen.

Friedrich weist darauf hin, dass nur Arbeiten bezuschussbar sind, die noch nicht begonnen wurden. Jeder, der ein Gebäude im Sanierungsgebiet besitzt, kann künftig einen Modernisierungsvertrag mit der Stadt schließen. Saniert er dann sein Gebäude im Einklang mit der städtischen Sanierungssatzung (die Arbeiten müssen stadtbildbewahrend sein), erhält er nach Ende der Arbeiten die entsprechenden Bescheinigungen, die er fürs Finanzamt braucht.

Geld für Kanalanschlüsse

"Abbruch, Neubauten und Luxussanierungen werden nicht gefördert. Abschreibungsfähig sind zum Beispiel Fassaden-, Dach-, Fenster- und Haustechnikerneuerungen", fasst Friedrich zusammen. Aber auch Baunebenkosten und Sondergebühren (etwa um ein Baugerüst aufzustellen) fallen darunter. Die Stadt bietet eine kostenlose Sanierungsberatung. Bei der anstehenden Altstadtsanierung werden viele Hauseigentümer ihre Kanalanschlüsse erneuern müssen. Auch diese Kosten können abgeschrieben werden, wenn die Eigentümer darüber hinaus weitere Sanierungen erledigen.

Das kommunale Förderprogramm bezuschusst bis zu einem Drittel der Sanierungskosten und maximal 10 000 Euro. Voraussetzung dafür ist, dass es sich um ein stadtbildprägendes Gebäude handelt.

Weitere Informationen gibt es im hier.

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