Bad Brückenau
Schule

Zurück in die Schule

Ehemalige Absolventen des Gymnasiums kommen an ihre alte "Wirkungsstätte" zurück, um den Oberstufenschülern Einblicke in ihre Berufe zu geben.
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Die Referenten Philipp Vorndran, Hans-Otto Bott und  Markus Hänlein (wirtschaftswissenschaftlicher Bereich)  waren  im Franz-Miltenberger-Gymnasium Bad Brückenau um den Oberstufenschülern Einblicke in ihre Berufe zu geben.  Foto: Dirk Hönerlage
Die Referenten Philipp Vorndran, Hans-Otto Bott und Markus Hänlein (wirtschaftswissenschaftlicher Bereich) waren im Franz-Miltenberger-Gymnasium Bad Brückenau um den Oberstufenschülern Einblicke in ihre Berufe zu geben. Foto: Dirk Hönerlage

An einem Samstagmorgen herrscht quirliges Treiben im Franz-Miltenberger-Gymnasium - das ist ein eher seltenes Bild. Die Schüler der Oberstufe lauschen 30 bislang unbekannten Lehrenden gespannt, machen sich Notizen, stellen Nachfragen, wollen Zusammenhänge erfassen.

Diese "Lehrenden" sind ehemalige Absolventen des Gymnasiums, heute als Ingenieure, Ärzte, Juristen und anderes tätig. Sie hatten sich bereit erklärt, der nächsten beziehungsweise übernächsten Generation Einblick in verschiedene Berufsfelder zu ermöglichen - Informationen aus erster Hand zu vermitteln, damit die jetzigen Schüler Impulse für die eigene Berufs- und Studienwahl erhalten. Dabei hatten die Gäste insgesamt rund 500 Jahre Berufserfahrung (und noch viel mehr Lebenserfahrung) im Gepäck - geballtes Wissen also, das sie den Jüngeren gerne zukommen ließen.

"Unsere Schüler freuen sich über dieses Angebot und erkennen sehr wohl, welchen Einsatz die Berufstätigen an ihrem freien Wochenende extra für sie erbringen", sagt Peter Gottwalt, Oberstufenkoordinator und einer der Organisatoren dieser "Berufsberatung durch Ehemalige".

Die thematische Vielfalt in Vortrag und Gespräch, die sich generationenübergreifend hier verband, und das offensichtliche Vergnügen, mit dem die Ex-Pennäler in ihre alte Wirkungsstätte zurückkehrten, sich dort mit Schülern und ehemaligen Lehrern austauschten, hatte etwas von einem "Familientreffen" und füllte den häufig strapazierten Begriff der Schulfamilie mit Leben, wie Dirk Hönerlage, ebenfalls mit der Vorbereitung der Veranstaltung betraut, feststellte. Die Tatsache, dass der gemeinsame "Urahn", das Franz-Miltenberger-Gymnasium, in diesem Jahr seinen 95. Geburtstag begeht, ließ dann den Blick sogar kurz nach vorne schweifen: In fünf Jahren könnten alle diesmal Anwesenden, also auch die heutigen Noch-Schüler, als Ehemalige bei der großen Jahrhundertfeier dabei sein.

Diese Berufsberatung durch Ehemalige am FMG findet alle zwei Jahre statt und erfreut sich großer Beliebtheit. "Alle Ehemaligen haben jetzt schon gerne zugesagt, das nächste Mal wieder dabei zu sein", teilt Hönerlage mit.

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