Bad Brückenau
Bilanz

Wohl der Bürger hat Priorität

Die 70. Sitzung der Legislaturperiode war gleichzeitig die letzte des Bad Brückenauer Stadtrates in diesem Jahr und Gelegenheit für einen Rückblick.
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Umgestaltet werden sollen im kommenden Jahr der Bad Brückenauer Busbahnhof und die angrenzenden Pkw-Parkplätze.    Rolf Pralle
Umgestaltet werden sollen im kommenden Jahr der Bad Brückenauer Busbahnhof und die angrenzenden Pkw-Parkplätze. Rolf Pralle
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"Ich bin mir bewusst, dass alle Projekte nur gemeinsam bewältigt werden konnten", bilanzierte Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks (CSU) mit Dank an ihre Gremiumskollegen, die bei der Sitzung in der Georgi-Kurhalle vollzählig vertreten waren. Vorher hatte sie noch einmal stichwortartig die laufenden oder bereits abgeschlossenen Baumaßnahmen in der Stadt Revue passieren lassen. Kindergärten, Parkplatz Waldenfels, Mittelschule, Rhönexpress-Bahnradweg, Verlegung der Bushaltestelle in der Ernst-Putz-Straße und Mehrzweckplatz Römershag fielen hier als Stichworte.

Erleichtert zeigte sich die Rathauschefin über die Fertigstellung der Kissinger Straße. Hier soll es zu gegebener Zeit noch einen offiziellen Eröffnungstermin mit politischer Prominenz und einer kleinen Feier geben.

Generalsanierung von Therme und Halle

In ihrem Ausblick auf 2019 brachte Meyerdierks den Neubau des Feuerwehrhauses in Volkers und den Rahmenplan für das Bahnhofsareal zur Sprache. Da das alte Landratsamt zwischenzeitlich an einen privaten Investor verkauft ist, soll der Parkplatz Obermang erweitert werden. Darüber hinaus stehen die Generalsanierungen der Therme Sinnflut und der Georgi-Kurhalle an, in der 2018 erneut rund 500 Veranstaltungen unterschiedlichster Art stattgefunden haben.

Dank des Einsatzes von Kämmerer Leo Romeis wurde der Stadt auch in diesem Jahr wieder eine Stabilisierungshilfe bewilligt. 500 000 Euro fließen aus dem entsprechenden Förderprogramm. Bereits zum fünften Male erhält Bad Brückenau diese Unterstützung.

Vermarktung der Heilquellen

Erwähnung fanden im Vortrag der Bürgermeisterin auch die Heilquellenvermarktung, das geplante Ärztehaus, die Angliederung der Rhön GmbH und die Beteiligung am Kompetenznetzwerk Demenz. Nicht unerwähnt blieben die intensive Jugendarbeit und die Tatsache, dass die Städtepartnerschaften mit dem französischen Ancenis und dem englischen Kirkham nach wie vor intensiv mit Leben erfüllt werden.

"Im Vordergrund steht immer das Wohl der Stadt und der Bürger", skizzierte die Rathauschefin die Arbeit in der Kommunalpolitik und der Verwaltung. Deswegen sei es für sie eine "kleine Enttäuschung" gewesen, dass die Mitarbeiter der Stadtwerke ihre "offensichtliche Unzufriedenheit" kürzlich mit einem Streik zum Ausdruck gebracht hätten. Der Arbeitskampf sei inzwischen zwar beigelegt, sie wisse aber nicht, "ob das Thema damit ausgestanden ist". Sie appellierte an die Solidarität der Beteiligten, zumal man in den vergangenen Monaten bei etlichen Gesprächen immer wieder versucht habe, "allen Seiten gerecht zu werden". Es sei zwar hin und wieder wichtig, sich auch einmal kritisch auszutauschen, so die Rathauschefin. Bei allen Kontroversen sollte aber nicht vergessen werden, "in welch einer tollen Stadt wir leben".

In einem kurzen Statement hob 2. Bürgermeister Jürgen Pfister lobend hervor, dass man sich bei den Diskussionen im Stadtrat trotz aufkommender Meinungsverschiedenheiten nie im Ton vergriffen habe. Immer wenn er die Vertretung von Meyerdierks übernehme, werde ihm bewusst, welch umfangreichen Arbeitsalltag sie zu bewältigen hat. Als bemerkenswert bezeichnete es Pfister, dass es in Bad Brückenau über 60 Vereine gibt, die sich auch immer wieder aktiv ins Stadtgeschehen einbringen.

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