Bischofsheim
Evaluierung

Wir-Gefühl in der Allianz stärken

Vor knapp zehn Jahren wurde die Kreuzbergallianz gegründet. Jetzt ist es an der Zeit Ziele und Maßnahmen von damals zu überprüfen.
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Interessierte Stadt- und Gemeinderäte sowie die Bürgermeister und  Vertreter des Amtes für ländliche Entwicklung nahmen an einem zweitägigen Workshop zur  Evaluierung der Arbeit der Kreuzbergallianz in der Schule der Dorf- und  Flurentwicklung in Klosterlangheim teil.  Elke Fuchs Schule der  Dorf- und Flurentwicklung in Klosterlangheim
Interessierte Stadt- und Gemeinderäte sowie die Bürgermeister und Vertreter des Amtes für ländliche Entwicklung nahmen an einem zweitägigen Workshop zur Evaluierung der Arbeit der Kreuzbergallianz in der Schule der Dorf- und Flurentwicklung in Klosterlangheim teil. Elke Fuchs Schule der Dorf- und Flurentwicklung in Klosterlangheim
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Die Kreuzbergallianz hat in den vergangenen Jahren in vielen Bereichen eine Vorreiterposition eingenommen. Es wurden touristische und soziale Projekte durchgeführt und natürlich der große Themenbereich der Innenentwicklung bearbeitet. 2010 wurde der Verein Kreuzbergallianz gegründet, nun ist es an der Zeit eine Evaluierung vorzunehmen, um die Ziele und Maßnahmen der damals erstellten Konzepte auf den Prüfstand zu bringen.

Interessierte Stadt- und Gemeinderäte sowie die Bürgermeister der Kreuzbergallianzgemeinden (Stadt Bischofsheim, Markt Oberelsbach, Gemeinde Schönau und Gemeinde Sandberg) haben sich für den ersten Schritt der Evaluierung, für einen Workshop in der Schule der Dorf- und Flurentwicklung in Klosterlangheim zwei Tage Zeit genommen. Die Moderatoren des Workshops waren Gerald Kolb (Amt für ländliche Entwicklung Unterfranken) sowie Bernd Müller Architekt + Stadtplaner aus Rothenfels. Vom Amt für ländliche Entwicklung war außerdem der zuständige Sachbearbeiter Joachim Mair als Teilnehmer dabei.

Zunächst ging es darum den aktuellen Stand der Allianz zu beleuchten und den Ablauf des bisherigen ILE-Prozesses zu verdeutlichen, sowie laufende Projekte, Maßnahmen und Prioritäten aufzuzeigen. Des Weiteren ging es aber auch schon um die künftige Organisation und Struktur der Kreuzbergallianz, zukünftige Handlungsfelder und Projekte. Dabei wurde den Beteiligten schnell klar, dass die Innenentwicklung auch weiterhin das Schwerpunktthema der Kreuzbergallianz bleiben wird und ein Allianzmanager für die Umsetzung von Maßnahmen benötigt wird.

Neue Ziele definieren

Ebenso steht die Stärkung des Wir-Gefühls innerhalb der Kreuzbergallianz weiterhin auf der Agenda. Die Evaluierung wird nun im Laufe des Jahres  vom Büro Geo-Plan aus Bayreuth aufgearbeitet. Die Stadt- und Gemeindeverwaltungen liefern dem Büro die benötigen Daten und Informationen und weitere Gesprächstermine werden folgen. Ziel der Evaluierung ist die Definition der zukünftigen Ziele der Kreuzbergallianz sowie die Entwicklung beziehungsweise Anpassung von Projekten und Maßnahmen.

Neuer Vorsitzender

Auch wenn die Evaluierung die kommenden Monate in Anspruch nehmen wird, so wurden doch schon Weichen für die Zukunft gestellt. Zunächst wurde satzungsgemäß ein Vorstandswechsel vorgenommen. Bischofsheims Bürgermeister Georg Seiffert wurde zum neuen Allianzvorsitzenden gewählt. Er löst Oberelsbachs Bürgermeisterin Birgit Erb ab, die nach dem Ausscheiden von Udo Baumann aus dem Amt als Bischofsheimer Bürgermeister und Vorsitzenden der Kreuzbergallianz die Leitung übernommen hatte.

Innenentwicklungslotse als Vermittler

Da das Themenfeld Innenentwicklung auch künftig Schwerpunkt sein wird, werden jetzt schon neue Impulse gesetzt. So soll in jedem Ortsteil der zur Kreuzbergallianz gehörenden Gemeinden ein Innenentwicklungslotse gefunden werden, der durch persönliche Kontakte und "Insider-Wissen" die Entwicklung in seinem Ort im Auge hat. Er soll als Ansprechpartner vor Ort für die Belange der Innenentwicklung dienen. Idealerweise ist es jemand, der das Vertrauen der Bevölkerung besitzt und der die Menschen kennt. Er selbst soll keine Beratungen vornehmen, sondern viel mehr als Vermittler dienen, als erster Ansprechpartner vor Ort, der zum Innenentwicklungsberater der Kreuzbergallianz und den Bürgermeistern weiter vermitteln kann. Ein Innenentwicklungslotse muss kein Profi in Sachen Förderprogramme und Beratungsmöglichkeiten sein, sondern lediglich auf die Möglichkeiten und weiteren Schritte aufmerksam machen können. Nötig ist allerdings die Identifizierung mit dem Thema Innenentwicklung, die Verbundenheit mit der Heimat und die Ortskunde sowie natürlich Kontaktfreudigkeit.

Interessierte bitte melden

Sobald wie möglich möchte Bürgermeister Georg Seiffert die Innenentwicklungslotsen aller Stadt- und Ortsteile benennen können. "Es können auch mehrere Personen für einen Ort sein", meinte er. Wer Interesse hat als Innenentwicklungslotse für die Kreuzbergallianz in seinem Heimatort tätig zu werden, möge sich an die jeweilige Stadt- und Gemeindeverwaltung wenden.

Die nächsten Veranstaltungen der Kreuzbergallianz stehen schon kurz bevor: Am Samstag, 18. Mai, findet ab 14 Uhr in der Pfarrscheune in Sandberg der Aktionstag "Mobil im Alter" statt. Weitere Veranstaltungen folgen. Für Bischofsheim ist  zu einem späteren Zeitpunkt der Tag der Innenentwicklung geplant und in Oberelsbach findet im Herbst eine Baumesse statt.

Info: "Mobil im Alter" Am Samstag, 18. Mai, findet ab 14 Uhr in der Pfarrscheune in Sandberg der Aktionstag "Mobil im Alter" statt. Um 14.30 Uhr gibt es einen Vortrag zum Kreuzbergbus  und die Möglichkeiten der Mobilität mittels des öffentlichen Personen Nahverkehrs. Ab 15 Uhr wird ein Rollatorentraining für mehr Sicherheit und Lebensqualität mit Parcours angeboten. Ein Vortrag zum Thema "Barrierefreies Bauen" findet um 16 Uhr statt.  Ab 18 Uhr wird der Seniorenspielfilm "Und wenn wir alle zusammenziehen?" gezeigt. Außerdem gibt es Infostände von Malteser (Hausnoturf + Essen auf Rädern), zum Themenbereich Barrierefreies Umbauen und zu den Angeboten der Kreuzbergallianz. Es gibt Kaffee und Kuchen, Grill und Getränke. Ein kostenloser Bustransfer bringt die Besucher aus den Gemeinden der Kreuzbergallianz nach Sandberg. Die Ankunft ist bis 14 /14.15 Uhr vorgesehen, die Rückfahrt ab 17.30 Uhr. Zur Planung der Abfahrtsorte ist eine Anmeldung in der Gemeindeverwaltung in Sandberg erforderlich. Abfahrtszeiten und -orte werden nach Anmeldeschluss bekannt gegeben.

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